
In Rosendahl-Osterwick hat die Polizei mehrere Sachbeschädigungen mit rechtsextremem Hintergrund registriert. Unbekannte brachten zwischen Donnerstag, 4. Juni, und Freitag, 5. Juni 2026, an verschiedenen Stellen im Ort Farbschmierereien an. Betroffen waren nach Angaben der Polizei Münster unter anderem ein Wartehäuschen an der Darfelder Straße, ein Zaun, eine Straße sowie Wände im Bereich einer Unterführung am Ludgerusweg.
Die Ermittler gehen von politisch motivierten Sachbeschädigungen aus. Der Staatsschutz der Polizei Münster hat den Fall übernommen.
Besonders betroffen war das Wartehäuschen der Bushaltestelle „Im Kleining“ an der Darfelder Straße. Dort schmierten die bislang unbekannten Täter nach Polizeiangaben zwei Hakenkreuze in hellblauer und grauer Farbe auf die Fläche.
Auch in der näheren Umgebung wurden weitere Schmierereien festgestellt. An einem Holzzaun, auf der Straße und an Wänden einer Unterführung fanden sich nach Angaben der Polizei neben Hakenkreuzen auch rechtsextremistische Zahlencodes. Genannt wurden unter anderem die Zahlen „1161“ sowie weitere entsprechende Codes.
Der genaue Zeitpunkt der Tat ist noch unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen muss die Sachbeschädigung zwischen Donnerstag, 4. Juni, und Freitag, 5. Juni 2026, begangen worden sein. Ob eine oder mehrere Personen beteiligt waren, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Polizei prüft nun, wer sich zur fraglichen Zeit im Bereich Ludgerusweg, Darfelder Straße und Bushaltestelle „Im Kleining“ aufgehalten hat. Auch mögliche Beobachtungen von Fahrzeugen oder auffälligen Personen können für die Ermittlungen wichtig sein.
Wegen des rechtsextremen Inhalts der Schmierereien ermittelt der Staatsschutz der Polizei Münster. Die Beamten bitten Zeugen um Hinweise. Wer im Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zu den Tätern machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Hinweise nimmt die Polizei Münster unter der Telefonnummer 0251 275-0 entgegen.
Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.
Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.
Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben
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