
Der DGB Münster sieht in den Vorschlägen der Rentenkommission richtige Ansätze, warnt aber vor offenen Fragen und möglichen Leistungskürzungen. Positiv bewertet der Stadtverband, dass die Rente den Lebensstandard sichern soll. DGB-Stadtverbandsvorstand Carsten Peters verweist auf das Ziel, ein Rentenniveau von 70 Prozent des Nettoeinkommens eines Durchschnittsverdieners abzusichern.
Auch die Idee, mehr Menschen in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, unterstützt der DGB Münster. Kritisch sieht der Stadtverband dagegen eine Vermischung der gesetzlichen Rente mit kapitalgedeckter Zusatzvorsorge. Dadurch könnten aus Sicht des DGB Verschlechterungen bei Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten drohen.
Besonders deutlich kritisiert der DGB Münster Überlegungen, die Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen oder den Renteneintritt pauschal an die Lebenserwartung zu koppeln. Rentenpolitik sei nicht nur Mathematik, sondern auch eine Frage der Gerechtigkeit.
Peters betont: „Viele schaffen es schon heute nicht, gesund bis zum Renteneintritt zu arbeiten.“ Wer jahrzehntelang Beiträge gezahlt habe, müsse weiterhin früher in Rente gehen können.
Der DGB Münster spricht sich für eine sorgfältige Weiterentwicklung der Alterssicherung aus. Viele Vorschläge seien bislang zu offen formuliert. Besonders bei der betrieblichen Altersvorsorge sieht der Stadtverband Nachbesserungsbedarf.
Statt einer unklaren Vermischung verschiedener Systeme fordert der DGB eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge auf Grundlage von Tarifverträgen. So sollen Transparenz und soziale Absicherung gestärkt werden.
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