
Berlin. Bei einer Reizstoff-Attacke auf eine Jugendunterkunft in Berlin-Mitte sind am Mittwochabend 31 Menschen verletzt worden. Zwei Jugendliche mussten ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Die betroffene Schulgruppe stammt nach Auskunft der Berliner Polizei aus Borken.
Der Vorfall ereignete sich am 9. September gegen 17.45 Uhr in einer Unterkunft an der Köpenicker Straße. Dort hielten sich rund 30 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren sowie Lehrkräfte auf.
Nach Zeugenaussagen betrat eine Gruppe von etwa acht bis zehn Personen das Gebäude. Die Unbekannten sollen gegen Zimmertüren geklopft und anschließend Streit mit Mitgliedern der Schulgruppe begonnen haben. Auf einer weiteren Etage sprühte einer der Beteiligten großflächig Reizstoff in Richtung der Jugendlichen. Mehrere Personen wurden zudem geschubst und angerempelt.
31 Menschen klagten anschließend über Reizungen der Augen und Atemwege. Zwei Jugendliche kamen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.
Die Angreifer flüchteten. Eine Suche der Polizei im Umfeld blieb zunächst ohne Erfolg. Während des Einsatzes wurde die Köpenicker Straße zwischen Adalbertstraße und Michaelkirchstraße gesperrt, auch der Busverkehr war beeinträchtigt.
Bereits am Dienstag sollen Mitglieder beider Gruppen aufeinandergetroffen sein. Dabei soll einer der späteren Angreifer einen Schüler geohrfeigt haben. Die Hintergründe der Auseinandersetzungen sind bislang unklar.
Die Kriminalpolizei der Direktion 5 ermittelt wegen Bedrohung, Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung.
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