
Das geplante Buskonzept für Lienen soll die bisherigen Linien R45 und R46 zu einer neuen durchgehenden R25 verbinden. Dadurch könnten Fahrgäste künftig ohne Umstieg von Ibbenbüren über Tecklenburg und Lengerich bis nach Lienen fahren. Gleichzeitig gibt es Kritik: Die Busse sollen stärker auf den unpünktlichen RE2 abgestimmt werden, außerdem könnte die Verbindung nach Bad Iburg entfallen.
Bislang sind R45 und R46 getrennte Linien. Die R45 verbindet Lengerich mit Tecklenburg und Ibbenbüren, die R46 führt von Lengerich über Lienen teilweise weiter nach Bad Iburg.
Mit der neuen R25 sollen vor allem die Betriebszeiten ausgeweitet werden. Geplant sind zusätzliche Fahrten nach 20 Uhr. Damit könnten unter anderem Beschäftigte mit frühen oder späten Arbeitszeiten besser den Bus nutzen. Ob auch nach 22 Uhr noch eine Rückfahrt möglich sein wird, ist bislang offen.
Für Diskussionen sorgt die geplante Bahnanbindung in Lengerich. Während die heutige R46 stärker auf die RB66 abgestimmt ist, soll sich die neue Linie stärker am RE2 orientieren.
Das stößt auf Kritik, weil der RE2 zuletzt besonders unpünktlich war. Im ersten Halbjahr 2026 erreichten nur rund 45 Prozent der Züge ihr Ziel mit weniger als vier Minuten Verspätung. Dadurch könnten Fahrgäste häufiger ihren Anschlussbus verpassen.
Auch die bisherige Verbindung von Lienen nach Bad Iburg steht zur Diskussion. Die R46 fährt derzeit bei einzelnen Verbindungen weiter nach Bad Iburg, im neuen Konzept soll dieser Abschnitt jedoch entfallen. Als Grund wird eine geringe Nachfrage genannt.
Der Ausschuss für Umwelt und Nachhaltigkeit begrüßte zwar grundsätzlich die längeren Betriebszeiten und Verbesserungen im Busverkehr, sieht aber beim RE2-Anschluss und bei der Verbindung nach Bad Iburg noch Änderungsbedarf. Deshalb soll geprüft werden, ob die Verbindung erhalten oder verbessert werden kann. Über das weitere Vorgehen berät der Gemeinderat am Donnerstag, 8. Oktober 2026.
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