
Münster. Mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler haben am Donnerstag, 23. April, in Münster am Girls’ und Boys’ Day teilgenommen. Damit war der Aktionstag in Münster erneut stark nachgefragt, weil Jugendliche Berufe kennenlernen konnten, die noch oft vom jeweils anderen Geschlecht geprägt sind.
Nach Angaben der Stadt Münster standen dafür rund 160 Angebote von Unternehmen und Organisationen bereit. Auch die Stadtverwaltung selbst beteiligte sich und stellte mehr als 100 Plätze zur Verfügung. Damit blieb der Umfang des Aktionstags gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil, zugleich wurde das Angebot nach Darstellung des Amts für Gleichstellung in einzelnen Bereichen noch breiter aufgestellt.
Der Girls’ und Boys’ Day Münster zeigte auch in diesem Jahr deutlich, welche Berufsfelder bei den Jugendlichen besonders gefragt sind. Vor allem beim Girls’ Day standen in Münster viele Plätze in den Bereichen IT, Handwerk und Baugewerbe zur Verfügung. Gerade diese Branchen gelten seit Jahren als zentrale Felder, wenn es darum geht, klassische Rollenbilder aufzubrechen und jungen Menschen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen.
Beim Boys’ Day lag der Schwerpunkt dagegen vor allem auf Kinderbetreuung, sozialen Berufen und dem Einzelhandel. Nach Angaben der Stadt Münster konnten Jungen dadurch Einblicke in Tätigkeiten gewinnen, die sonst oft seltener von ihnen gewählt werden. Genau darin liegt der Kern des bundesweiten Aktionstags, denn Schülerinnen und Schüler sollen Berufe möglichst praktisch kennenlernen und zugleich ihren Blick für die eigene Berufswahl erweitern.
Wie die Stadt mitteilt, ist vor allem das Angebot für Jungen vielfältiger geworden. So reichten die städtischen Einblicke diesmal von der Schulsozialarbeit über die Wohnungslosenhilfe bis hin zu einem Schnuppertag in einer Kita. Das ist auch deshalb relevant, weil soziale und pädagogische Berufe in vielen Bereichen dringend Nachwuchs brauchen. Der Aktionstag in Münster setzt damit nicht nur auf Orientierung für Jugendliche, sondern reagiert zugleich auf einen Arbeitsmarkt, in dem Fachkräfte in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern gesucht werden.
Neben der Stadtverwaltung beteiligten sich auch zahlreiche weitere Institutionen und Betriebe am Aktionstag Münster. Nach Angaben der Stadt konnten Jugendliche unter anderem beim Landgericht, in einem Hotel oder am Institut für Ägyptologie neue Eindrücke sammeln. Für den Girls’ Day gab es außerdem Angebote etwa im Landschaftsgartenbau, in der Zweiradmechatronik oder in der Medizintechnik. Dadurch wurde die Bandbreite der Berufe sichtbar, die bei einer späteren Berufswahl sonst womöglich weniger im Fokus stehen.
Getragen wird der Girls’ und Boys’ Day Münster von einem Aktionsbündnis, in dem mehrere Partner aus Bildung, Arbeitsmarkt und öffentlicher Verwaltung zusammenarbeiten. Dazu gehören unter anderem die Agentur für Arbeit Münster, der Deutsche Gewerkschaftsbund Münster, die Fachhochschule Münster, die Handwerkskammer Münster, die Industrie und Handelskammer Münster, das Jobcenter, der Landschaftsverband Westfalen Lippe, die Universität Münster und die Stadt Münster. Diese Partner unterstützen den Aktionstag laut Mitteilung organisatorisch, finanziell und praktisch.
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