Greifswald holt Leipertz: Führung für den Neuaufbau

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Robert Leipertz soll Erfahrung nach Greifswald bringen

Der Greifswalder FC setze bei seinem Neuaufbau offenbar auf viel Routine: Robert Leipertz wechsle vom 1. FC Magdeburg an den Ryck und solle dem jungen Team in der Regionalliga Nordost mehr Führung, Struktur und Torgefahr geben. Der 33 Jahre alte Offensivspieler bringe nach Vereinsangaben sechs Bundesligaeinsätze und 250 Spiele in der 2. Bundesliga mit. In Greifswald erhalte Leipertz einen Vertrag bis 2028. Damit gewinne der GFC einen Spieler, der über Jahre in der 2. Bundesliga geprägt worden sei und nun eine zentrale Rolle in einer deutlich veränderten Mannschaft übernehmen solle.

Vom Zweitliga-Routinier zur Leitfigur beim GFC

Leipertz habe in seiner Laufbahn mehrere Stationen durchlaufen, die ihn zu einem der erfahreneren Spieler im aktuellen Greifswalder Kader machen dürften. Nach Jugendstationen unter anderem bei Alemannia Aachen sei ihm dort auch der Sprung in den Männerbereich gelungen. Anschließend spielte er für die zweite Mannschaft des FC Schalke 04, ehe er zum 1. FC Heidenheim wechselte. Dort habe er sich in der 2. Bundesliga etabliert. Später folgten Stationen beim FC Ingolstadt, erneut beim 1. FC Heidenheim, beim SC Paderborn und beim 1. FC Magdeburg. Beim SC Paderborn habe er in der 2. Bundesliga noch einmal seine Abschlussstärke gezeigt.

Magdeburg-Kapitel blieb ohne Durchbruch

Beim 1. FC Magdeburg sei Leipertz im Sommer 2024 als erfahrener Zweitligaakteur verpflichtet worden. Der erhoffte sportliche Durchbruch in der ersten Mannschaft sei jedoch ausgeblieben. Nach öffentlich verfügbaren Leistungsdaten kam Leipertz in der Saison 2025/26 für die zweite Mannschaft des FCM in der Regionalliga Nordost auf 25 Einsätze und sieben Tore. Zwischenzeitlich war er zudem an den SSV Ulm ausgeliehen. Für Magdeburg selbst sei seine Zeit damit sportlich nicht so verlaufen, wie es bei der Verpflichtung wohl erwartet worden war.

Greifswald mit neuem Konzept und vielen Zugängen

Sportlich ist Leipertz mit Trainer Alain Karim und Sportdirektor Matthias Rahn verbunden. Beide kamen aus der Nachwuchsarbeit von Energie Cottbus. Beim Trainingsauftakt standen laut NDR 14 Neuzugänge auf dem Platz, während 17 Spieler den Verein verlassen hatten. Mehrere neue Spieler seien direkt aus U19-Mannschaften gekommen. Leipertz könne deshalb als wichtiger Fixpunkt für diese junge Struktur gelten. Sportdirektor Rahn habe ihn sinngemäß als letztes Puzzlestück beschrieben und hervorgehoben, dass Leipertz Verantwortung übernehmen solle.

FCM-Kader im Sommer 2026 im Umbruch

Auch beim 1. FC Magdeburg sei der Sommer 2026 von Kaderbewegungen geprägt. Der Klub plane nach dem Klassenerhalt eine weitere Saison in der 2. Bundesliga und stehe laut Magdeburger Berichten vor einem grundlegenden Umbruch. Verantwortlich für die Kaderplanung sei Sportdirektor Peer Jaekel. Trainiert werde die Mannschaft demnach weiter vom Duo Petrik Sander und Pascal Ibold. In dieser Situation habe Leipertz im Profikader offenbar keine gesicherte Perspektive mehr.

Neues Kapitel für Spieler und Verein

Leipertz freue sich auf die Zusammenarbeit mit der Mannschaft und hoffe, dem Team mit seiner Erfahrung helfen zu können. Für Greifswald beginne damit ein neues Kapitel mit klarer Rollenverteilung: Junge Spieler sollen sich entwickeln, Leipertz soll vorangehen.

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