Lohkemper stürmt künftig für Sandhausen

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Felix Lohkemper schließt sich dem SV Sandhausen an. Der 31 Jahre alte Mittelstürmer wechselt vom SV Waldhof Mannheim an den Hardtwald und soll dort die Offensive des Regionalligisten verstärken. Der Wechsel hatte sich bereits seit Anfang Mai abgezeichnet. Damals hatte Waldhof Mannheim mitgeteilt, Lohkemper habe den Verein über seinen Wunsch informiert, im Sommer nach Sandhausen zu wechseln. In der Folge nahm der Angreifer bis zum Saisonende nicht mehr am Trainings- und Spielbetrieb der Mannheimer Profimannschaft teil.

Felix Lohkemper bringt Torgefahr nach Sandhausen

Sportlich bekommt Sandhausen einen Angreifer, der in der vergangenen Drittligasaison zu den auffälligsten Spielern des SV Waldhof Mannheim zählte. Lohkemper erzielte 16 Treffer und war damit bester Mannheimer Torschütze. Insgesamt kam er für Waldhof Mannheim nach DFB-Daten in zwei Spielzeiten auf 60 Einsätze in der 3. Liga, 26 Tore und vier Vorlagen. Für Sandhausen ist das ein Transfer mit klarer Zielrichtung: Der SVS sucht nach mehr Durchschlagskraft in der Sturmspitze und holt dafür einen Spieler, der sowohl Dritt- als auch Zweitligaerfahrung mitbringt. Beim SVS wird Lohkemper als Mittelstürmer eingeplant. Cheftrainer Kevin Stotz sieht in ihm laut Vereinsangaben eine zusätzliche Option für die Spitze. Der Verein teilte lediglich mit, beide Seiten hätten über die Vertragsmodalitäten Stillschweigen vereinbart.

Vom VfB Stuttgart über Magdeburg und Nürnberg nach Mannheim

Lohkemper wurde am 26. Januar 1995 geboren und durchlief früh namhafte Nachwuchsstationen. Ausgebildet wurde er unter anderem beim Karlsruher SC und beim VfB Stuttgart. Im Herrenbereich führte ihn der Weg zunächst über den VfB Stuttgart II, die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim und Mainz 05 II. Anschließend schaffte er beim 1. FC Magdeburg den Schritt in eine größere Rolle. Mit dem FCM wurde Lohkemper in der Saison 2017/18 Meister der 3. Liga und stieg in die 2. Bundesliga auf. Nach der Zeit in Magdeburg wechselte der Offensivspieler zum 1. FC Nürnberg. Für den Club spielte er fünf Jahre und sammelte vor allem Erfahrung im Unterhaus. Das DFB-Datencenter führt für Lohkemper 125 Einsätze in der 3. Liga sowie 91 Spiele in der 2. Bundesliga. Zudem kam er in deutschen Nachwuchsnationalmannschaften zum Einsatz.

Sandhausen plant in der Regionalliga Südwest neu

Der SV Sandhausen geht in die Saison 2026/27 in der Regionalliga Südwest. In der abgelaufenen Spielzeit belegte der ehemalige Zweitligist Rang acht. Damit blieb der Klub sportlich hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Der Umbruch am Hardtwald hatte bereits während der Saison begonnen. Nach der Trennung von Olaf Janßen übernahm Kevin Stotz zunächst interimsweise. Im Mai machte der Verein den bisherigen NLZ-Leiter dann zum Cheftrainer. Stotz soll nun den Neuaufbau fortsetzen. Der Klub verweist auf seine Verbindung zur Region und den Plan, die Mannschaft wieder stabiler und entwicklungsfähiger aufzustellen.

Lohkemper ist der achte Neuzugang des SVS

Mit Lohkemper erhöht Sandhausen die Zahl der Sommerneuzugänge auf acht. Zuvor hatte der SVS bereits Marco Kehl-Gómez, Stefan Maderer, Mert Tasdelen, Tim Korzuschek, Tasos Leonidis, Lukas Mazagg und Seyhan Yiğit verpflichtet. Auffällig ist die Mischung aus Erfahrung und Regionalliga-Profil: Kehl-Gómez kommt als zentraler Mittelfeldspieler vom SGV Freiberg, Maderer als Mittelstürmer von Lokomotive Leipzig, Tasdelen als variabler Offensivspieler aus Großaspach und Korzuschek als offensiver Mittelfeldspieler von Barockstadt Fulda-Lehnerz. Leonidis wurde als torgefährlicher Angreifer vom FC Nöttingen geholt, Mazagg soll die Defensive verstärken, Yiğit kam ebenfalls vom SV Waldhof Mannheim. Lohkemper ist damit nicht nur ein weiterer Offensivspieler, sondern auch ein erfahrener Fixpunkt für eine Mannschaft, die in der Regionalliga wieder näher an die Spitze rücken will.

Für Waldhof endet ein schwieriges Kapitel

Für Waldhof Mannheim endet mit dem Wechsel eine kurze, aber torreiche Zeit. Lohkemper hatte in Mannheim sportlich geliefert, zugleich war der Abschied bereits vor dem letzten Saisonabschnitt zum Thema geworden. Die Freistellung im Mai machte deutlich, dass beide Seiten die restliche Saison getrennt zu Ende bringen wollten. Waldhof erklärte damals, der mannschaftliche Zusammenhalt stehe in der aktuellen Phase im Fokus. Sandhausen wiederum bekommt nun genau den Spieler, dessen Wechselwunsch schon Wochen zuvor öffentlich geworden war. Am Hardtwald wird Lohkemper vor allem an seinen Toren gemessen werden.

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