
Der FC St. Pauli verstärkt seine Offensive mit Branimir Hrgota. Der 33 Jahre alte Schwede kommt ablösefrei von der SpVgg Greuther Fürth ans Millerntor. Der Hamburger Klub stellte den Angreifer am Dienstag als Neuzugang vor. Angaben zur Vertragsdauer machte St. Pauli zunächst nicht. Hrgota war seit 2019 für Greuther Fürth aktiv. Sein Vertrag beim Kleeblatt lief zum 30. Juni aus, eine Verlängerung kam nicht zustande. Für St. Pauli ist der Transfer auch deshalb interessant, weil der Verein nach dem Bundesliga-Abstieg Erfahrung und Flexibilität für die neue Zweitliga-Saison gewinnt.
Sportchef Andreas Bornemann hob bei der Vorstellung vor allem Hrgotas Vielseitigkeit hervor. Der Offensivspieler könne mehrere Rollen im Angriff übernehmen und erweitere dadurch die Optionen im Spiel nach vorn. Zudem bringt Hrgota Routine aus vielen Jahren im deutschen Profifußball mit. Trainer Marcel Rapp bezeichnete den Neuzugang als cleveren Spieler, der Räume erkenne, technisch stark sei und auch bei Standardsituationen Qualität mitbringe. Dazu gilt Hrgota als Führungsspieler, der in Fürth über Jahre Verantwortung trug und auch gegen den Ball eingebunden werden kann.
Für Greuther Fürth endet mit dem Wechsel eine lange und prägende Zeit. Hrgota kam 2019 von Eintracht Frankfurt nach Franken und wurde beim Kleeblatt zu einem der wichtigsten Spieler der jüngeren Vereinsgeschichte. In 238 Pflichtspielen für Fürth erzielte er 69 Tore und bereitete 41 weitere Treffer vor. Der Verein hatte bereits Anfang Mai mitgeteilt, dass Hrgota seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Fürth bezeichnete ihn als prägenden Spieler der jüngeren Vergangenheit. Zudem ist Hrgota für den Klub Rekordtorschütze sowohl in der Bundesliga als auch in der 2. Bundesliga.
Hrgota spielt seit 2012 in Deutschland. Damals wechselte er zu Borussia Mönchengladbach, 2016 folgte der Schritt zu Eintracht Frankfurt. Seit 2019 lief er für Greuther Fürth auf. Insgesamt kommt der Angreifer auf 355 Einsätze im deutschen Profifußball, darunter 138 Partien in der Bundesliga. Dabei erzielte er 87 Tore und gab 48 Vorlagen. Auch international bringt Hrgota Erfahrung mit. Für Schweden absolvierte er drei Länderspiele. Bei St. Pauli soll er nun helfen, den Angriff nach dem Abstieg neu aufzustellen und dem Kader zusätzliche Erfahrung zu geben.
Für St. Pauli ist Hrgota ein weiterer Schritt im Kaderumbau nach dem Gang in die 2. Bundesliga. Vor ihm hatten die Hamburger bereits Mittelfeldspieler Sam Klein und Abwehrspieler Marcus Mathisen verpflichtet. Mit Hrgota kommt nun ein erfahrener Offensivspieler hinzu, der im Zentrum, hängend hinter der Spitze oder in variablen Angriffsräumen eingesetzt werden kann. Der Transfer ist ablösefrei, weil Hrgotas Vertrag in Fürth ausgelaufen war. Für den FC St. Pauli sinkt damit das finanzielle Risiko, während der sportliche Nutzen vor allem in Erfahrung, Abschlussqualität und Führungsstärke liegen soll.
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