Pochettino lässt USA-Zukunft offen

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Mauricio Pochettino hat seine Zukunft als Nationaltrainer der USA nach dem WM-Aus gegen Belgien offen gelassen. Nach der 1:4-Niederlage im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 wollte der Argentinier nicht konkret über seinen auslaufenden Vertrag sprechen. Nach ESPN-Angaben sagte Pochettino sinngemäß, jetzt sei nicht der Zeitpunkt, um über seine Zukunft zu reden. In den nächsten Wochen könne man sprechen, wenn der Verband sprechen wolle. Damit bleibt offen, ob der 54-Jährige den US-Verband auch in den kommenden Jahren führen würde.

Pochettino USA Zukunft nach Belgien-Aus ungeklärt

Das klare Aus gegen Belgien hat die Diskussion um Pochettinos Zukunft verschärft. Die USA waren als Mitgastgeber mit großen Erwartungen in das Turnier gegangen und hatten nach einer starken Gruppenphase auf einen tiefen Lauf gehofft. Gegen Belgien reichte es in Seattle aber nicht. Charles De Ketelaere brachte die Belgier früh in Führung, Malik Tillman glich per Freistoß aus, doch nur kurz darauf schlug Belgien erneut zu. Nach der Pause nutzten Hans Vanaken und Romelu Lukaku weitere Fehler der US-Auswahl. U.S. Soccer führte in seinem Spielbericht vor allem den starken belgischen Auftritt und eigene defensive Probleme an.

Vertrag läuft nach der Heim-WM aus

Pochettinos Vertrag war auf die Heim-WM 2026 ausgerichtet. Der frühere Trainer von Tottenham Hotspur, Paris Saint-Germain und Chelsea hatte den Posten im September 2024 übernommen. Der US-Verband wollte mit ihm den Anspruch unterstreichen, im eigenen Land sportlich einen Schritt nach vorn zu machen. Laut ESPN sei der Vertrag nun mit dem Turnierende ausgelaufen. Dass Pochettino direkt nach dem Ausscheiden keine Entscheidung verkünden wollte, dürfte auch mit der emotionalen Lage nach dem Achtelfinale zusammenhängen. Seine Aussagen lassen jedoch beide Wege offen: eine Fortsetzung ebenso wie einen Abschied.

US-Verband soll Verlängerung in Aussicht gestellt haben

In den vergangenen Wochen hatte es aus den USA bereits Signale gegeben, dass U.S. Soccer gern mit Pochettino weitermachen würde. Medienberichte hatten von einer möglichen Verlängerung bis zur WM 2030 gesprochen. Der Verband soll damit Kontinuität anstreben, nachdem die Mannschaft unter Pochettino eine neue sportliche Stabilität gezeigt hatte.

Karriere: Von Tottenham zu Chelsea zu USA

Bei Tottenham stand Pochettino zuletzt im Champions-League-Finale. Bei Paris Saint-Germain gewann er nationale Titel, bei Chelsea arbeitete er in der Saison 2023/24. Für U.S. Soccer war seine Verpflichtung deshalb ein Signal: Die Nationalmannschaft sollte unter einem Trainer mit europäischer Top-Erfahrung wachsen.

WM-Aus zeigt Fortschritt und Grenzen

Sportlich fällt die Bilanz gemischt aus. Die USA zeigten im Turnier Phasen, die den Verband in seiner Hoffnung auf eine neue Ära bestätigen dürften. Spieler wie Christian Pulisic, Weston McKennie, Tyler Adams, Folarin Balogun und Malik Tillman bildeten den Kern einer Mannschaft, die mehr internationale Reife ausstrahlen sollte. Gegen Belgien wurden aber auch die Grenzen sichtbar. Nach dem 1:1 fehlte die defensive Stabilität, nach dem 1:3 die letzte Durchschlagskraft. Kicker schrieb in seinem Liveticker von einem schwachen Tag der US-Boys und einer zu harmlosen Offensive. Genau diese Analyse dürfte in die Gespräche über Pochettinos Zukunft einfließen.

Mögliche nächste Schritte für Pochettino und U.S. Soccer

In den kommenden Wochen dürfte es zunächst um eine umfassende Turnierauswertung gehen. U.S. Soccer müsste klären, ob Pochettino nicht nur für ein Heimturnier, sondern auch für einen kompletten Zyklus bis 2030 der richtige Mann wäre. Für den Trainer selbst stellt sich die Frage, ob er weiter im Nationalmannschaftsfußball arbeiten möchte oder eine Rückkehr in den Klubfußball bevorzugen könnte. Pochettinos Aussage, man könne sprechen, wenn der Verband sprechen wolle, klingt nicht nach einem sofortigen Abschied. Sie ist aber auch keine Zusage.

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