Tod der Elfenfrau: Franka Potente folgt Islands Elfen

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Der Island-Krimi: Tod der Elfenfrau führt am Samstag, 11. Juli 2026, tief in die geheimnisvolle Sagenwelt der Vulkaninsel. Das hr-fernsehen zeigt den 2016 produzierten Kriminalfilm von 21:45 bis 23:10 Uhr. Es handelt sich um die zweite und zugleich letzte Folge der nur zwei Filme umfassenden ARD-Reihe mit Franka Potente. Sie spielt allerdings keine Kommissarin, sondern die erfolgreiche Krimiautorin Solveig Karlsdóttir, die mit ihrer Intuition und ihrem besonderen Gespür immer wieder in echte Ermittlungen gerät.

Eine Tote im Elfenpark von Reykjavik

Der Fall beginnt während einer Feier für Solveigs Bruder Árni. Auch der Reykjavíker Kommissar Finsen ist anwesend, als ihn die Nachricht von einem Mord erreicht. Da er bereits Alkohol getrunken hat, fährt Solveig ihn zum Tatort. Im sogenannten Elfenpark wurde Isolda Thorsdóttir erschossen. Die Vorsitzende eines Elfenvereins galt als anerkannte Expertin für Elfen, Trolle und andere Naturgeister. Zu ihren Aufgaben gehörte es, Bauvorhaben daraufhin zu prüfen, ob sie nach isländischem Volksglauben in den Lebensraum des verborgenen Volkes eingreifen. Kurz vor ihrem Tod sollte Isolda ein Gutachten zu einem umstrittenen Projekt erstellen.

Yrsa hält die mutmaßliche Tatwaffe in der Hand

Während Finsen den Fundort untersucht, entdeckt Solveig zwischen den Felsen die zehnjährige Yrsa. Das verstörte Mädchen hält eine Pistole in der Hand, spricht jedoch zunächst kein Wort. Schnell wird klar, dass Yrsa nicht selbst geschossen hat. Solveig gewinnt langsam ihr Vertrauen und erfährt, dass das Kind am Tatort seinen älteren Bruder Elfar gesehen hat. Der junge Mann war kurz zuvor in das Vereinsheim eingebrochen und wird deshalb zum Hauptverdächtigen. Yrsa schweigt aus Angst um ihn. Auch gegenüber ihrer überforderten und alkoholisierten Mutter Rósa verrät sie nicht, was sie im Elfenpark beobachtet hat.

Finsen bittet Solveig schließlich, Yrsa vorübergehend bei sich aufzunehmen. Dort trifft das Mädchen auf Solveigs Mutter Margrét, die ebenfalls fest an Elfen und Naturgeister glaubt. Zwischen der älteren Frau und dem Kind entsteht schnell eine enge Verbindung. Margrét erinnert Yrsa an Solveigs früh verstorbene Zwillingsschwester, die Solveig in ihren Gedanken und Visionen noch immer begleitet. Durch Yrsas rätselhafte Hinweise und Margréts Kenntnisse über die isländische Sagenwelt erkennt Solveig, dass der Mord nicht allein mit Elfars Einbruch erklärt werden kann.

Bauinteressen und ein folgenschwerer Verrat

Die Ermittlungen führen zu einem geplanten Bauprojekt, bei dem viel Geld auf dem Spiel steht. Isoldas Einschätzung konnte darüber entscheiden, ob die Arbeiten durchgeführt werden durften oder aus Rücksicht auf eine Elfenstätte verändert werden mussten. Dabei zeigt sich, dass die allseits beliebte Elfenbeauftragte aus Hilfsbereitschaft in geschäftliche Absprachen geraten war. Menschen aus ihrem Umfeld fühlten sich von ihr getäuscht und sahen nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern auch den Schutz der Naturgeister verraten.

Solveig und Finsen setzen Yrsas Aussagen, Elfars Flucht und Isoldas Rolle bei dem Projekt zu einem Gesamtbild zusammen. Die Auflösung wird nicht in einem langen Schlussgespräch erklärt, sondern in einer Rückblende gezeigt. Sie macht deutlich, wie der Streit um Isoldas Gutachten, Elfars Einbruch und die Ereignisse im Elfenpark zusammenhängen. Hinter dem Mord steht kein übernatürliches Wesen, sondern eine tragische Eskalation aus Angst, enttäuschtem Vertrauen und handfesten Geschäftsinteressen. Der Täter erscheint dadurch weniger als kaltblütiger Verbrecher denn als tragische Figur eines Konflikts, der immer weiter außer Kontrolle gerät.

Franka Potente, Joi Johannsson und die Gastdarsteller

Franka Potente trägt den Film als eigenwillige Solveig Karlsdóttir, die ihrer Intuition stärker vertraut als kriminalistischen Routinen. Ihr zur Seite steht Joi Johannsson als Kommissar Finsen. Hildegard Schmahl spielt Solveigs zunehmend verwirrte Mutter Margrét, Derek Richardson ihren Bruder Árni. Nanna Kristín Magnúsdóttir ist als Tinna zu sehen, Brynhildur Guðjónsdóttir als Linda und Stefán Hallur Stefánsson als Markus.

Die zentralen Gastrollen übernehmen Carlotta von Falkenhayn als Yrsa, Maya Bothe als deren Mutter Rósa und Arnar Dan Kristjánsson als Elfar. Zum weiteren Ensemble gehören Rúnar Þór Friðriksson als Sindri, Víkingur Kristjánsson als Finnur, Sigurður Skúlason als Viktor Jonsson, María Heba Þorkelsdóttir als Steinunn, Guðjón Pedersen als Bjarki und Þorsteinn Bachmann als Hákon Magnusson. Lilja Þórisdóttir verkörpert das Mordopfer Isolda Thorsdóttir. Laufey S. Kristinsdóttir spielt Solveig als junges Mädchen, Bergljót J. Kristinsdóttir ihre verstorbene Zwillingsschwester.

Regie, Drehbuch und Drehorte auf Island

Regie führte Till Endemann, der auch den ersten Island-Krimi Der Tote im Westfjord inszenierte. Das Drehbuch stammt von Don Bohlinger und Nils-Morten Osburg. Lars R. Liebold verantwortete die Kamera, die Musik schrieben Jens Grötzschel und die isländische Musikerin Sóley. Produziert wurde der 88-minütige Film von der ndF neue deutsche Filmgesellschaft im Auftrag der ARD Degeto.

Gedreht wurde vollständig auf Island. Als Kulisse dienten unter anderem Reykjavik, die Halbinsel Snæfellsnes und die Region Reykjanes im Westen des Landes. Zu den dokumentierten Drehorten gehören der Fischerort Grundarfjörður, die Umgebung von Arnarstapi sowie Sandvík und Grindavík. Die Filmhandlung verweist zwar auch auf die abgelegenen Westfjorde, die entsprechenden Szenen entstanden jedoch überwiegend auf Snæfellsnes und Reykjanes.

Erstausstrahlung und ARD-Mediathek

Tod der Elfenfrau wurde erstmals am 3. November 2016 um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Eine Woche zuvor, am 27. Oktober 2016, hatte Der Tote im Westfjord die Reihe eröffnet. Weitere Folgen wurden anschließend nicht mehr produziert. Die Wiederholung am 11. Juli 2026 läuft im hr-fernsehen; in der Nacht zum Sonntag ist der Film dort ab 3:30 Uhr erneut vorgesehen. Parallel steht Tod der Elfenfrau in der ARD-Mediathek mit Untertiteln und Audiodeskription bereit. Nach der derzeitigen Angabe ist das Video bis zum 11. Juli 2027 um 23:59 Uhr verfügbar.

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