Morden im Norden: Ein Musiker stirbt vor den Augen seines Babys

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Ein junger Vater wird auf offener Straße erschossen, während seine sechs Monate alte Tochter im Auto sitzt: Mit diesem emotionalen Fall beginnt die Folge Das Ende vom Lied aus der ARD-Krimiserie Morden im Norden. Das Erste wiederholt die Episode am heutigen Samstag, 11. Juli 2026, von 19:00 bis 19:50 Uhr. Sie gehört zur elften Staffel, ist dort die achte Episode und zugleich die 164. Folge der gesamten Serie. Im Mittelpunkt stehen mehrere Menschen aus dem privaten Umfeld des getöteten Musikers, eine Waffe aus einem 3D-Drucker und ein Nachbar, der bereits mehrfach durch Gewaltbereitschaft aufgefallen ist.

Kai Scherer wird vor seinem Auto erschossen

Das Opfer ist der Musiker Kai Scherer, gespielt von Zio Tristan Mundry. Der junge Mann wird am helllichten Tag vor seinem Auto von mehreren Schüssen getroffen. Seine erst sechs Monate alte Tochter Leni befindet sich während des Angriffs angeschnallt in ihrem Kindersitz. Das Baby bleibt körperlich unverletzt, wird jedoch unmittelbar zur stummen Zeugin des Mordes. Rechtsmediziner Dr. Henning Strahl sichert die Projektile, während Kommissar Gregor Michalski die beschädigte Fensterscheibe des Autos untersucht. Die ersten Spuren sprechen für einen gezielten Angriff auf Kai. Ein zufälliger Überfall oder eine spontane Auseinandersetzung erscheinen deshalb wenig wahrscheinlich. Für die Ermittler stellt sich vor allem die Frage, wer den Musiker so sehr hasste, dass er ihn in unmittelbarer Nähe seines Kindes töten wollte.

Streit mit der Ex-Frau und eine Waffe aus dem 3D-Drucker

Kais Lebensgefährtin Nelli Wagner berichtet Finn Kiesewetter und seinen Kollegen von Spannungen zwischen dem Musiker und dessen Ex-Frau Rebecca Scherer. Rebecca arbeitet erfolgreich als Künstleragentin beziehungsweise Musikproduzentin und könnte zunächst ein persönliches Motiv haben. Die Frage nach Eifersucht liegt nahe. Allerdings hat Rebecca längst einen neuen Lebenspartner: Mark Pleskow. Zudem wollte sie nach den vorliegenden Angaben sogar Kais neues Album finanzieren. Damit passt das Bild einer rachsüchtigen Ex-Frau nicht ohne Weiteres zu ihren geschäftlichen Plänen. Eine weitere Wendung bringt die Durchsuchung der Wohnung des Opfers. Nina Weiss und Finn Kiesewetter finden dort eine sogenannte Ghost Gun, die mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Solche Waffen tragen keine gewöhnliche Seriennummer und sind daher erheblich schwerer zurückzuverfolgen. Nun müssen die Ermittler klären, weshalb Kai eine solche Pistole besaß und ob sie mit seinem Tod zusammenhängt.

Gewaltbereiter Prepper bedrohte die junge Familie

Zum Kreis der Verdächtigen gehört außerdem Paul Rehm. Der Nachbar des jungen Paares ist der Polizei bereits bekannt und wird als gewaltbereit beschrieben. Er gilt als Prepper und hatte sich wiederholt über laute Musik sowie das Schreien des Babys beschwert. Nach ausführlicheren Programmangaben soll er Kai sogar schon einmal mit einer Waffe bedroht haben. Damit besitzt Paul nicht nur ein mögliches Motiv, sondern hätte grundsätzlich auch Zugang zu Schusswaffen haben können. Für Finn Kiesewetter und Lars Englen stellt sich deshalb die Frage, ob ein über längere Zeit eskalierter Nachbarschaftskonflikt schließlich tödlich endete. Gleichzeitig kann auch die in Kais Wohnung gefundene Ghost Gun den Blick auf Paul bewusst in eine bestimmte Richtung lenken. Die frei zugänglichen offiziellen Inhaltsangaben von ARD und NDR nennen den tatsächlichen Täter nicht. Sie enden bewusst bei den Verdächtigen Rebecca Scherer, Mark Pleskow und Paul Rehm. Eine darüber hinausgehende Namensnennung wäre ohne überprüfbare Episodenauflösung Spekulation.

Das Ermittler-Team und sämtliche Gastrollen

Sven Martinek führt das Lübecker Ermittler-Team als Kriminalhauptkommissar Finn Kiesewetter an. An seiner Seite arbeitet Ingo Naujoks als Lars Englen. Zum festen Ensemble gehören außerdem Julia E. Lenska als Kommissarin Nina Weiss und Jonas Minthe als Kommissar Gregor Michalski. Christoph Tomanek spielt den Rechtsmediziner Dr. Henning Strahl. Saman Giraud ist als Polizeipsychologin Yasmin Ahmadi zu sehen, die das Team mit operativer Fallanalyse und einer psychologischen Bewertung der Verdächtigen unterstützt. Die zentralen Gastrollen übernehmen Silvana Damm als Kais Freundin Nelli Wagner, Sheri Hagen als Ex-Frau Rebecca Scherer, Matthi Faust als Rebeccas neuer Partner Mark Pleskow und Rainer Wöss als Nachbar Paul Rehm. Das Mordopfer Kai Scherer wird von Zio Tristan Mundry dargestellt. Für die kleine Leni nennen die frei zugänglichen offiziellen Besetzungsangaben keine Darstellerin. Weitere namentlich ausgewiesene Opfer-, Täter- oder Gastrollen werden in den veröffentlichten Programmdaten zu dieser Folge nicht geführt.

Michi Riebl führte Regie, Anna Dokoupilova schrieb das Buch

Regie bei Das Ende vom Lied führte der österreichische Regisseur Michi Riebl, der in einigen Datenbanken unter seinem vollständigen Namen Michael Riebl geführt wird. Das Drehbuch stammt von Anna Dokoupilova. Produziert wurde die Folge von der neuen deutschen Filmgesellschaft, kurz ndF, für den Norddeutschen Rundfunk und die ARD. Während der Produktion trug die Episode zeitweise den Arbeitstitel Die Büchse der Pandora. Dieser Titel verweist vermutlich auf die Ghost Gun und die weitreichenden Folgen, die der Fund der nicht registrierten Waffe für die Ermittlungen hat. Als Produktionsjahr wird 2023 angegeben. Michi Riebl verantwortete innerhalb des damaligen Drehblocks mehrere aufeinanderfolgende Episoden der Serie, darunter die Folgen 163 bis 166.

Gedreht wurde in Lübeck, Hamburg und der Umgebung

Morden im Norden spielt in Lübeck und nutzt regelmäßig Schauplätze in der historischen Altstadt sowie in weiteren Teilen der Hansestadt. Für den Produktionsblock, zu dem Das Ende vom Lied gehört, fanden die Dreharbeiten vom 18. April bis zum 15. November 2023 statt. Als Drehregionen nennen die Produktionsunterlagen Lübeck, Hamburg und die jeweilige Umgebung. Einzelne Straßen, Häuser oder Gebäude, die eindeutig dem Mord an Kai Scherer oder seiner Wohnung zugeordnet werden können, sind in den offiziellen Unterlagen allerdings nicht aufgeführt. Deshalb lässt sich nicht belastbar behaupten, an welchem konkreten Lübecker Straßenzug die Erschießung vor dem Auto inszeniert wurde. Die Außenaufnahmen und das norddeutsche Stadtbild sorgen dennoch für den für die Serie typischen Wechsel aus Lübecker Lokalkolorit und klassischer Vorabendkrimi-Atmosphäre.

Erstausstrahlung und Verfügbarkeit in der ARD-Mediathek

Die deutsche Erstausstrahlung von Das Ende vom Lied erfolgte am Montag, 17. März 2025, im Ersten. Damals lief die Folge von 18:50 bis 19:45 Uhr. Bei der heutigen Ausstrahlung am Samstag, 11. Juli 2026, handelt es sich somit um eine Wiederholung. Das Erste zeigt die 48 Minuten lange Episode im Programmfenster von 19:00 bis 19:50 Uhr. Die Sendung wird mit Untertiteln und Audiodeskription angeboten und ist von der ARD ab zwölf Jahren eingestuft. Parallel zur Fernsehausstrahlung steht Folge 164 in der ARD-Mediathek bereit. Nach den aktuellen Angaben bleibt das Video dort bis zum 11. Juli 2027 um 19:00 Uhr abrufbar. Zuschauer können den Fall damit auch nach der linearen Sendung noch ein Jahr lang kostenlos nachholen.

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