
In Bad Dürrenberg im Saalekreis ist am Freitag, 12. Juni 2026, eine Schule wegen einer möglichen Bedrohungslage geschlossen geblieben. Laut Polizei wurde sie über einen Sachverhalt an einer Schule in der Stadt informiert. Nach bisherigen Erkenntnissen war in den frühen Morgenstunden über einen schulinternen Messenger eine Nachricht eingegangen. Aus dieser ergaben sich laut Polizei Anhaltspunkte für eine mögliche Gefährdung des Schulbetriebs.
Der Schulleiter setzte den Unterricht für Freitag vorsorglich aus. Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerkollegium wurden informiert. Die Entscheidung fiel damit vor dem regulären Schulbetrieb beziehungsweise zu dessen Beginn. Ziel war es, Risiken auszuschließen, solange die Polizei den Sachverhalt prüfte. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur war die Gemeinschaftsschule Johann Gottfried Borlach betroffen.
Die Polizei war vor Ort und prüfte die Lage am Schulgebäude. Zur Absuche des Schulgebäudes und des Schulgeländes wurde unter anderem ein Sprengstoffspürhund eingesetzt. Laut Polizei wurden dabei keine Feststellungen getroffen. Hinweise auf Verletzte enthält die offizielle Mitteilung nicht. Die Schule blieb dennoch für den Tag geschlossen, weil die Maßnahmen und die Ermittlungen weiterliefen.
Die Polizei Sachsen-Anhalt ordnet den Vorgang als Androhung einer Straftat ein. Nach Angaben der dpa handelte es sich laut Informationen des Landesschulamts um eine Bombendrohung. Diese Angabe geht nicht aus der knapper formulierten Polizeimitteilung selbst hervor. Deshalb bleibt die amtliche Kernlage: Eine Nachricht löste den Verdacht auf eine mögliche Gefährdung aus, die Polizei suchte das Gelände ab und traf zunächst keine Feststellungen.
Wer die Nachricht verfasst oder verschickt hat, war zunächst nicht öffentlich bekannt. Die Ermittlungen zu dem Verantwortlichen der Drohung und zu den Hintergründen der Nachricht dauern laut Polizei an. Weitere Auskünfte wurden zunächst nicht erteilt. Die Polizei begründete dies mit den laufenden Ermittlungen und der Vermeidung möglicher Nachahmungseffekte.
Nach Angaben der dpa rechnet das Landesschulamt damit, dass der Unterricht am Montag wieder normal stattfinden kann. Eine endgültige Bewertung des Vorfalls lag zunächst nicht vor. Die bisherigen Angaben lassen aber erkennen, dass die Schule und die Polizei vorsorglich handelten und die Lage ohne gemeldete Feststellungen bei der Absuche bearbeitet wurde.
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