
Mit „Der Prag-Krimi: Der kalte Tod“ zeigt Das Erste am heutigen Samstag, 13. Juni 2026, um 23:40 Uhr den zweiten Film der zweiteiligen Krimireihe. Die Ausstrahlung dauert voraussichtlich bis 1:10 Uhr. Damit setzt die ARD am späten Samstagabend auf einen atmosphärischen Krimi, der weniger als klassische Ermittlergeschichte funktioniert, sondern den Fall eng mit der Vergangenheit seiner Hauptfigur verbindet. Im Mittelpunkt steht Jan Koller, ein BKA-Beamter mit biografischer Verbindung nach Prag, der in der zweiten Folge selbst unter Mordverdacht gerät.
„Der kalte Tod“ ist die zweite Folge von „Der Prag-Krimi“. Die Reihe umfasst nach den vorliegenden Episodenangaben nur zwei Filme. Der erste Teil trägt den Titel „Wasserleiche“, der zweite Teil „Der kalte Tod“. Beide Filme stammen aus dem Jahr 2018 und wurden für den ARD-Donnerstagskrimi produziert. Im Mittelpunkt steht Jan Koller, ein deutscher BKA-Beamter mit biografischer Verbindung nach Prag. Die Reihe verbindet damit einen Auslandsschauplatz mit einer persönlichen Familiengeschichte, die für Koller zunehmend wichtiger wird als der eigentliche Ermittlungsauftrag.
Jan Koller will Prag eigentlich schnell wieder verlassen, nachdem er dort den Tod eines Kollegen untersucht hat. Dann erfährt er jedoch von seiner tschechischen Kollegin Klára Majerova, dass sein totgeglaubter Vater noch lebt. Koller sucht ihn in einer von Deutschen bewohnten Senioren-WG auf. Die Begegnung verläuft nicht versöhnlich, sondern führt zu einem neuen Schock: Koller gerät selbst unter Mordverdacht. Er soll einen Bewohner in den Tod gestürzt haben. Besonders belastend ist, dass er sich an die entscheidenden Momente nicht erinnern kann.
Die Hauptrolle des Jan Koller spielt Roeland Wiesnekker. Gabriela Maria Schmeide ist als Klára Majerova zu sehen, die Prager Kollegin an seiner Seite. Zu den weiteren wichtigen Rollen gehören Albert Kitzl als Miroslav Koller, Barbara Schöne als Monika Schäfer, Jochen Striebeck als Henning Schröders und Sandra Borgmann als Milena Cerna. Außerdem werden unter anderem Ernst-Georg Schwill, Jutta Wachowiak, Friedhelm Ptok, Michael Hanemann, Tatja Seibt, Michael Rastl, Veronika Nowag-Jones und Sebastian Gerold in den Besetzungslisten geführt.
Bei der heutigen Ausstrahlung handelt es sich nicht um eine Premiere, sondern um eine Wiederholung. „Der Prag-Krimi: Der kalte Tod“ wurde erstmals am 13. Dezember 2018 im Ersten gezeigt. Bereits der erste Film „Wasserleiche“ lief eine Woche zuvor, am 6. Dezember 2018. Auch spätere Wiederholungen sind dokumentiert, unter anderem in den Jahren 2021, 2022, 2024 und 2026. Für Zuschauer ist der Film deshalb vor allem als später Wiederholungstermin interessant, nicht als neuer Teil einer fortgesetzten Reihe.
Prag ist in „Der kalte Tod“ mehr als eine austauschbare Kulisse. Die Stadt ist Kollers Geburtsort und zugleich ein Ort belastender Erinnerungen. Gedreht wurde die Reihe nach Angaben der ARD Degeto in Prag, die Dreharbeiten liefen bis zum 21. Dezember 2017. Konkrete einzelne Drehorte innerhalb der Stadt werden in den offiziellen Angaben nicht detailliert aufgelistet. Sichtbar bleibt jedoch der Ansatz der Reihe: Die tschechische Hauptstadt dient als atmosphärischer Schauplatz für einen Krimi, in dem Familiengeschichte, Erinnerung und Mordverdacht eng miteinander verbunden sind.
„Der Prag-Krimi: Der kalte Tod“ funktioniert am besten, wenn man die Grundkonstellation aus dem ersten Film kennt. Entscheidend ist Kollers schwieriges Verhältnis zu Prag und die Nachricht, dass sein totgeglaubter Vater noch lebt. Trotzdem ist die Handlung auch für sich verständlich, weil der zweite Film den zentralen Konflikt klar setzt: Ein Ermittler wird in fremder Umgebung plötzlich selbst zum Beschuldigten. Der Krimi setzt weniger auf schnelle Action als auf eine persönliche Spannungslage, in der Kollers Erinnerungslücken und seine Familiengeschichte den Fall prägen.
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