Manuel Riemann bleibt ein weiteres Jahr bei Alemannia Aachen

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Manuel Riemann bleibt Alemannia Aachen erhalten. Der Drittligist hat den auslaufenden Vertrag mit dem 37 Jahre alten Torhüter um ein weiteres Jahr verlängert. Damit geht der Routinier auch in der Saison 2026/27 für Aachen in der 3. Liga in den Kader. Der Schritt ist sportlich nachvollziehbar, weil Riemann nach seinem Wechsel im Winter schnell eine wichtige Rolle übernahm. Alemannia hatte ihn nach dem Abgang von Jan Olschowsky verpflichtet. Am Ende stand für den Aufsteiger eine starke Rückrunde und Platz sieben in der Abschlusstabelle.

Warum Aachen den Vertrag mit Riemann verlängert

Die Vertragsverlängerung mit Manuel Riemann ist vor allem eine Entscheidung für Erfahrung und Stabilität. Nach Vereinsangaben profitierte die Mannschaft in den vergangenen Monaten von Riemanns Ruhe im Spielaufbau, seiner Präsenz und seiner Rolle als Ansprechpartner für jüngere Spieler. Auch Cheftrainer Mersad Selimbegovic bewertet den Torhüter als Profi, der im Training und in der Kabine Wirkung entfaltet. Sportlich kam Riemann in der vergangenen Saison auf zehn Pflichtspiele für Aachen. Im letzten Saisonspiel gegen den TSV Havelse hielt er zudem einen Elfmeter.

Stefan Bajić kommt, Fotios Pseftis geht

Die Verlängerung von Manuel Riemann steht nicht isoliert, sondern ist Teil der neuen Torwartplanung bei Alemannia Aachen. Kurz vor der Riemann Meldung hatte der Verein Stefan Bajić verpflichtet. Der 24 Jahre alte Franzose kommt von Racing Straßburg und bringt Stationen in Frankreich und England sowie Einsätze in französischen Junioren Nationalmannschaften mit. Eine klare Rangordnung für die kommende Saison hat Aachen öffentlich nicht festgelegt. Fest steht nur: Riemann bleibt, Bajić kommt hinzu, Fotios Pseftis kehrt dagegen nach dem Ende seiner Leihe zum FC Lugano zurück, weil Aachen die Kaufoption nicht zieht.

Kaderplanung Alemannia Aachen nimmt weiter Form an

Auch außerhalb des Torwartbereichs arbeitet Alemannia Aachen am Kader für die Saison 2026/27. Louis Köster wurde fest von Holstein Kiel verpflichtet und erhielt einen Vertrag über zwei Jahre mit Option auf eine weitere Spielzeit. Matti Wagner bleibt nach seiner Leihe ebenfalls fest in Aachen. Der Schienenspieler unterschrieb nach Vereinsangaben für zwei Jahre. Dazu kommt Daniel Starodid von Eintracht Frankfurt II als früher Offensivtransfer. Die Linie ist erkennbar: Aachen kombiniert erfahrene Führungsspieler wie Riemann mit jüngeren Spielern, die Entwicklungspotenzial und Drittligaperspektive mitbringen.

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Riemanns Karrierebilanz macht die Entscheidung ungewöhnlich wertvoll

Für die 3. Liga ist Riemanns Erfahrung ein auffälliger Faktor. Der Torhüter kommt laut Vereinsangaben auf 98 Bundesliga Spiele, 249 Einsätze in der 2. Bundesliga und 126 Partien in der 3. Liga. Besonders geprägt wurde seine Karriere durch die lange Zeit beim VfL Bochum. Für Alemannia Aachen ist das sportlich relevant, weil ein Aufsteiger nach einer erfolgreichen Saison oft vor der Aufgabe steht, Stabilität zu sichern und zugleich den Kader weiterzuentwickeln. Riemann bietet beides zumindest auf einer Schlüsselposition: Erfahrung im Profifußball und Kenntnis der Liga.

Vergleich mit anderen Routinier Entscheidungen in der 3. Liga

Alemannias Entscheidung passt in ein bekanntes Muster der 3. Liga. Vereine setzen auf Schlüsselpositionen immer wieder bewusst auf erfahrene Spieler, wenn sie sportliche Stabilität, Führung und Orientierung im Kader erwarten. Ein vergleichbarer Fall war Martin Männel bei Erzgebirge Aue. Der langjährige Auer Torhüter verlängerte 2025 im Alter von 37 Jahren ebenfalls um ein weiteres Jahr. Riemanns Fall unterscheidet sich allerdings: Er ist kein jahrzehntelanges Vereinsurgestein, sondern kam erst im Winter. Gerade deshalb zeigt die Verlängerung, wie schnell Aachen seinen Wert für Mannschaft und Torwartteam bewertet hat.

Einordnung für die 3. Liga

Überregional ist die Verlängerung ein Signal für eine pragmatische Kaderpolitik. Alemannia Aachen geht nach Platz sieben nicht in einen kompletten Umbruch, sondern hält einen zentralen Stabilitätsfaktor. Gleichzeitig schafft die Verpflichtung von Stefan Bajić eine zusätzliche Option im Tor. Ob daraus ein offener Konkurrenzkampf wird, ist offiziell nicht belegt. Sicher ist aber: Aachen geht mit deutlich mehr Erfahrung und Tiefe auf der Torhüterposition in die Vorbereitung. Für einen Aufsteiger, der sich überraschend weit oben etablierte, ist das ein nachvollziehbarer Schritt.

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