
Bei einem Rope-Jumping-Sprung in Brasilien ist eine 21-jährige Frau ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich am Samstag, 13. Juni 2026, an der sogenannten Ponte do Esqueleto nahe Limeira im Bundesstaat São Paulo. Die junge Frau stürzte aus großer Höhe. Rettungskräfte wurden alarmiert, konnten ihr Leben aber nicht retten. Die Stadt teilte mit, der Rettungsdienst Samu habe vor Ort einen Herz-Kreislauf-Stillstand und den Tod festgestellt.
Rope Jumping Brasilien rückt seither bundesweit in den Fokus, weil der mutmaßliche Ablauf gravierende Sicherheitslücken nahelegt. Nach Angaben einer brasilianischen Ermittlerin war die Frau beim Sprung nicht mit dem Sicherheitsseil verbunden.
Drei beteiligte Instruktoren sollen eingeräumt haben, dass keine Verbindung zu den Sicherungsseilen bestanden habe. Unklar blieb zunächst, wer für das Befestigen und die abschließende Kontrolle zuständig gewesen sein soll. AP berichtet unter Berufung auf die Ermittlerin, die Männer hätten nicht sagen können, ob das Befestigen vergessen wurde oder wer die Kontrolle hätte übernehmen müssen.
Nach dem tödlichen Vorfall wurden nach Angaben der Stadt Limeira sechs Personen aus dem Umfeld der organisierten Aktivität von der Militärpolizei festgehalten. Brasilianische Medien berichten übereinstimmend, dass drei Personen anschließend in Haft blieben. CNN Brasil schreibt, sechs Personen seien zur örtlichen Polizeidienststelle gebracht worden, drei davon seien festgenommen geblieben.
Die Ermittlungen richten sich auf mögliche Versäumnisse bei der Organisation, Sicherung und Kontrolle des Sprungs. Eine abschließende juristische Bewertung lag bislang nicht vor.
Die Stadt Limeira kündigte nach dem Vorfall rechtliche Schritte gegen die brasilianische Bundesregierung an. Nach Darstellung der Stadt liegt die Verantwortung für Kontrolle, Instandhaltung und Zugangssicherung der Ponte do Esqueleto bei Bundesstellen. Die Verwaltung erklärte, sie habe seit Anfang 2025 Maßnahmen gefordert und auf Sicherheitsrisiken hingewiesen.
Diese Angaben sind als Position der Stadt zu werten. Unabhängig davon ermittelt die Polizei zum konkreten Ablauf des Rope-Jumping-Angebots und zur Verantwortung der unmittelbar beteiligten Personen.
Rope Jumping unterscheidet sich technisch vom klassischen Bungee Jumping. Während beim Bungee Jumping elastische Seile einen vertikalen Rückprall erzeugen, werden beim Rope Jumping in der Regel weniger dehnbare Kletterseile verwendet. Der Fall geht dabei in eine Pendelbewegung über.
Gerade deshalb sind Vorbereitung, redundante Sicherung, klare Zuständigkeiten und eine letzte Kontrolle vor dem Absprung zentrale Sicherheitsfaktoren. Der Fall in Brasilien macht überregional deutlich, wie schwer die Folgen sein können, wenn bei Extremsportangeboten auch nur ein einzelner Sicherungsschritt ausfällt.
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