SOKO Wien läuft heute mit „Lieblingsmensch“ im ZDF

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Im ZDF steht am Freitag, 19. Juni 2026, um 18:00 Uhr eine weitere Folge von „SOKO Wien“ auf dem Programm. Gezeigt wird „Lieblingsmensch“, die elfte Folge der 17. Staffel. Die Krimiserie läuft in Deutschland unter dem Titel „SOKO Wien“, in Österreich ist sie als „SOKO Donau“ bekannt. Im Mittelpunkt steht eine Sonderkommission, die Mordfälle und andere schwere Verbrechen in Wien, an der Donau sowie in weiteren österreichischen Einsatzgebieten aufklärt. Die Folge „Lieblingsmensch“ ist eine bereits zuvor ausgestrahlte Episode und dauert in der ZDF-Mediathek 44 Minuten.

Darum geht es in „Lieblingsmensch“

Der Fall beginnt in Graz. Lothar Kubat entdeckt seinen Mitbewohner Jonas Premstelzer erstochen in der Wohnung von Jonas‘ Freundin Milli Steiner. Eigentlich sollte dort Millis Berufsschulabschluss gefeiert werden. Jonas und Milli engagierten sich ehrenamtlich in einem Kloster, unter anderem in der Essensausgabe für obdachlose Menschen. Dadurch führt die Spur der Ermittler schnell in ein Umfeld, in dem Hilfsbereitschaft, Schuld und persönliche Bindungen eng miteinander verbunden sind.

Schwester Thaddäa gerät früh in den Blick der Ermittlungen, weil sie Jonas kurz vor der Tat als Letzte lebend gesehen haben soll. Sie kennt Jonas und Milli aus dem Orden und wollte nach eigenen Angaben einen im Kloster vergessenen Laptop zurückbringen. Für die Tatzeit verweist sie auf das einstündige Abendgebet. Auch Milli hat ein Alibi, denn ihre Arbeitsschicht in einem Haubenlokal endete erst, als Jonas bereits tot war.

Ein Zigarettenstummel und ein gestohlenes Gefäß

Zunächst bleibt der SOKO nur eine konkrete Spur: Vor der Wohnungstür wird ein Zigarettenstummel mit doppelter DNA gefunden. Die Beschreibung eines Zeugen passt auf den obdachlosen Seppi Lang. Als das Team ihn aufspürt, trägt er einen Pullover mit Blutspuren des Opfers. Außerdem hat er ein Küchenmesser bei sich, das als Tatwaffe infrage kommt. Seppi erklärt jedoch, er habe beides im Müll gefunden.

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Im weiteren Verlauf kommt ein zweites Delikt ans Licht. Aus dem Safe des Klosters wurde ein Aquamanile gestohlen. Die Spuren deuten darauf hin, dass Jonas an diesem Diebstahl beteiligt war. Schwester Thaddäa räumt ein, Jonas dazu gebracht zu haben. Mit dem Verkauf des Gefäßes wollte sie obdachlosen Menschen helfen. Gleichzeitig beschreibt sie eine Begegnung im Treppenhaus mit einem Mann, der genau jenen Pullover getragen haben soll, den später Seppi bei sich hatte.

Diese Ermittler und Figuren sind dabei

Zur Stammbesetzung der Folge gehören Martin Gruber als Major Max Herzog, Andreas Kiendl als Bezirksinspektor Klaus Lechner, Lilian Klebow als Gruppeninspektorin Penny Lanz, Brigitte Kren als Oberst Henriette Wolf, Maria Happel als Dr. Franziska Beck und Helmut Bohatsch als Franz Wohlfahrt. Damit setzt die Folge auf das eingespielte Ermittlerteam, das kriminalistische Arbeit, Spurensicherung und Gerichtsmedizin zusammenführt.

In den Episodenrollen sind Jack Hofer als Lothar Kubat, Fanny Altenburger als Schwester Thaddäa, Lucy Gartner als Milli Steiner, Ursula Gottwald als Karolina Premstelzer, Helmuth Häusler als Seppi Lang und Michael Schumy als Jonas Premstelzer zu sehen. Regie führte Holger Barthel, das Drehbuch stammt von Maria Hinterkörner.

Krimifall mit sozialem Hintergrund

„Lieblingsmensch“ verbindet den klassischen Mordfall mit einem sozialen Schauplatz. Die Ermittlungen drehen sich nicht nur um die Frage, wer Jonas Premstelzer getötet hat, sondern auch um die Beziehungen zwischen Jonas, Milli, Lothar, Jonas‘ Mutter und Schwester Thaddäa. Der Fall lebt von Widersprüchen: Ein junger Mann, der von vielen geschätzt wurde, wird getötet. Eine Ordensschwester steht im Umfeld eines Diebstahls. Ein obdachloser Mann trägt belastende Spuren bei sich, ohne dass seine Erklärung sofort widerlegt ist.

Für Zuschauerinnen und Zuschauer bietet die heutige ZDF-Ausstrahlung damit einen kompakten Krimi, der seine Spannung aus mehreren Spuren entwickelt. Die Folge setzt weniger auf große Action als auf die genaue Rekonstruktion von Tatzeit, Alibis und Motiven.

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