Hitze und Gewitter prägen die Wetterlage in Deutschland

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Die aktuelle Unwetterlage in Deutschland wird am Freitag, 19. Juni 2026, von zwei Faktoren bestimmt: verbreiteter Hitze und örtlich kräftigen Gewittern. Der Deutsche Wetterdienst warnt am Abend vor starker, gebietsweise auch extremer Wärmebelastung. Zugleich können sich vor allem im Westen, Südwesten und bis in die Mitte des Landes weitere Gewitter bilden. Lokal sind Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Besonders aufmerksam sollten Menschen die Lage in Süddeutschland und Baden-Württemberg verfolgen, wo der DWD regionale Schwerpunkte genannt hat.

DWD warnt vor Gewittern bis in die Nacht

Der DWD beschreibt die Wetterlage als heiß und teilweise feucht. Damit bleibt die Atmosphäre in mehreren Regionen gewitteranfällig. Am Freitagabend und zu Beginn der Nacht sind vor allem im Westen und Südwesten bis in die Mitte Deutschlands weitere kräftige Gewitter möglich. Begleitet werden können sie von Starkregen, kleinkörnigem Hagel und Sturmböen.

Örtlich kann die Lage unwetterartig ausfallen. Der DWD nennt kleinräumig Starkregenmengen von mehr als 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit und Hagel über zwei Zentimeter als wahrscheinlich. Extreme Unwetter mit mehr als 40 Litern Regen pro Quadratmeter sind nicht ausgeschlossen. Vor allem in Südbaden und Schwaben können an einzelnen Gewittern schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde auftreten. Orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde sind dort nicht ausgeschlossen.

Baden-Württemberg steht besonders im Fokus

Für Baden-Württemberg hatte die Regionale Wetterberatung Stuttgart des DWD am Freitag schwere Gewitter vor allem vom Hochrhein bis zur Südwestalb genannt. Dort können am Nachmittag und Abend örtlich heftige Regenfälle auftreten. Der DWD rechnet in diesem Bereich stellenweise mit 30 bis 40 Litern Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Dazu können Hagelkörner mit zwei bis drei Zentimetern Durchmesser und Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde kommen.

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Vereinzelt sind noch höhere Werte möglich. Extrem heftiger Starkregen mit Mengen um 50 Liter pro Quadratmeter innerhalb von ein bis drei Stunden sowie schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde sind nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Samstag können weitere Gewitter auftreten, örtlich erneut mit Starkregen. Für Samstag nennt der DWD vor allem im Bereich der Alb nochmals Gewitter, allerdings voraussichtlich seltener und schwächer als am Freitag.

Hitze bleibt ein zusätzlicher Risikofaktor

Neben den Gewittern besteht eine verbreitete Hitzebelastung. Der DWD spricht nahezu landesweit von starker, gebietsweise auch extremer Wärmebelastung. Für Baden-Württemberg wird tagsüber bis auf weiteres überall starke oder extreme Wärmebelastung genannt. Hinzu kommen sehr hohe UV-Index-Werte.

Starke Wärmebelastung liegt nach den DWD-Kriterien vor, wenn die gefühlte Temperatur über etwa 32 Grad liegt und zusätzlich nur geringe nächtliche Abkühlung eintritt. Von extremer Wärmebelastung spricht der DWD bei gefühlten Temperaturen über 38 Grad. Besonders belastend kann die Kombination aus Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und geringer Abkühlung in der Nacht sein. Gefährdet sind vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke, kleine Kinder und Menschen, die im Freien arbeiten oder sich längere Zeit im Freien aufhalten.

Verhalten bei Starkregen, Hagel und Sturmböen

Bei Gewittern sollte die weitere Entwicklung eng verfolgt werden. Wer im Freien unterwegs ist, sollte bei aufziehendem Gewitter rechtzeitig Schutz in festen Gebäuden suchen und Wälder, offene Flächen sowie ungeschützte Höhen meiden. Lose Gegenstände auf Balkonen, Terrassen oder an Fenstern können bei Sturmböen zur Gefahr werden und sollten gesichert werden.

Starkregen kann lokal sehr schnell zu Problemen führen, auch abseits größerer Flüsse. In Unterführungen, Senken und tiefer liegenden Straßen kann sich Wasser rasch sammeln. Bei eindringendem Wasser sollten Keller und Tiefgaragen nicht betreten werden, wenn eine Gefahr durch weiter steigendes Wasser oder elektrische Anlagen besteht. Im Notfall gilt der Notruf 112.

Hitzeschutz bleibt auch ohne Gewitter wichtig

Bei der bestehenden Hitzewarnung bleibt vorsichtiges Verhalten wichtig. Körperliche Belastungen sollten möglichst in kühlere Tageszeiten gelegt werden. Ausreichendes Trinken, Schatten, helle und luftige Kleidung sowie Kopfbedeckung können helfen, die Belastung zu senken. Innenräume sollten nach Möglichkeit kühl gehalten und zu kühleren Zeiten gelüftet werden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Menschen, die Hitze schlechter ausgleichen können. Dazu zählen ältere Personen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke, kleine Kinder und Menschen ohne ausreichenden Zugang zu kühlen Räumen. Auch Tiere sollten nicht in abgestellten Fahrzeugen zurückgelassen werden. Die Temperaturen können dort schnell stark ansteigen.

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