
Arminia Bielefeld setzt bei der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison weiter auf Felix Hagmann. Der Zweitligist hat den ursprünglich im Sommer 2027 auslaufenden Vertrag mit dem 22 Jahre alten Rechtsverteidiger vorzeitig verlängert. Die genaue Laufzeit des neuen Arbeitspapiers teilte der Verein nicht mit.
Hagmann kam 2024 von der TSG Hoffenheim nach Bielefeld und absolvierte seitdem 44 Spiele mit einem Tor. In der vergangenen Saison sammelte der Verteidiger 15 Einsätze in der 2. Bundesliga. Nun geht er in seine dritte Spielzeit bei den Ostwestfalen.
Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel sagte wörtlich: „Felix ist ein sehr verlässlicher Spieler, der unheimlich fleißig ist, immer besser werden will und sich jederzeit in den Dienst der Mannschaft stellt. Er ist ein junger Spieler, bei dem wir noch weiteres Entwicklungspotenzial sehen.“
Die neue Vertragslaufzeit wurde weder in der Vereinsmitteilung noch in der Meldung des kicker genannt. Fest steht lediglich, dass Hagmann über das ursprünglich vorgesehene Vertragsende hinaus in Bielefeld bleiben soll. Angaben zum Gehalt oder zu möglichen Vertragsoptionen veröffentlichte Arminia ebenfalls nicht.
Felix Hagmann wurde am 29. Januar 2004 in Bietigheim-Bissingen geboren. Seine fußballerische Ausbildung begann er beim FV Markgröningen. Im Jahr 2016 wechselte er im Alter von zwölf Jahren in das Nachwuchsleistungszentrum der TSG Hoffenheim. Dort durchlief er unter anderem die Mannschaften in der B-Junioren- und A-Junioren-Bundesliga.
Ab 2022 gehörte Hagmann regelmäßig zum Aufgebot der zweiten Hoffenheimer Mannschaft in der Regionalliga Südwest. Je nach Datenbank werden für ihn dort zwischen 64 und 66 Einsätze sowie ein Tor geführt. Die Abweichung ergibt sich aus einer unterschiedlichen Erfassung einzelner Partien und Saisonzuordnungen. Das Datencenter des Deutschen Fußball-Bundes weist für seine gesamte bisherige Laufbahn in den erfassten deutschen Wettbewerben mehr als 140 Spiele aus.
Am 1. September 2024 verpflichtete Arminia den damals 20-Jährigen von Hoffenheims zweiter Mannschaft. Sein Debüt in der 3. Liga folgte zwei Wochen später beim 3:1-Auswärtssieg gegen Erzgebirge Aue. In seiner ersten Bielefelder Saison war Hagmann am Aufstieg in die 2. Bundesliga und am Einzug in das DFB-Pokalfinale beteiligt.
Hagmann ist gelernter Rechtsverteidiger. Er kann die rechte Seite in einer Viererkette besetzen und kommt auch für eine offensivere Rolle auf der Außenbahn infrage. In der Saison 2024/25 absolvierte er 23 Drittligaspiele und erzielte dabei seinen bislang einzigen Treffer für die Arminia. Hinzu kommen sechs Einsätze im DFB-Pokal sowie 15 Zweitligapartien in der vergangenen Spielzeit.
Damit stehen in den von kicker und DFB geführten Wettbewerben insgesamt 44 Spiele und ein Tor für Bielefeld. Arminia selbst nennt in seiner Mitteilung 48 Pflichtspiele. Der Verein bezieht damit offenbar weitere regionale Pokalpartien ein, die in den bundesweiten Wettbewerbsstatistiken nicht enthalten sind.
Die Konkurrenz auf Hagmanns Position hat sich im Sommer verändert. Christopher Lannert verließ Arminia Mitte Juli nach drei Jahren und wechselte zum Zweitliga-Konkurrenten SV Darmstadt 98. Gleichzeitig verpflichtete Bielefeld mit Henri Koudossou einen weiteren Rechtsverteidiger vom FC Augsburg. Koudossou kann auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden und bringt Erfahrung aus der Bundesliga sowie der 2. Bundesliga mit.
Hagmann und Koudossou sind damit zwei Optionen für die rechte Seite. Beim 4:0 im Testspiel gegen den FC Bologna begann Koudossou, Hagmann wurde in der zweiten Halbzeit für ihn eingewechselt. Nach einer taktischen Umstellung spielte Arminia zeitweise mit einer Dreierkette. Das unterstreicht, dass Trainer Oliver Kirch unterschiedliche Formationen vorbereitet und auf den Außenpositionen mehrere Varianten benötigt.
Arminia Bielefeld geht erneut in der 2. Bundesliga an den Start. Als Aufsteiger beendete der Verein die Saison 2025/26 mit 39 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Die Bilanz lautete zehn Siege, neun Unentschieden und 15 Niederlagen.
Der Klassenerhalt wurde erst am letzten Spieltag gesichert. Nach einem 0:1-Pausenrückstand gewann Bielefeld das Heimspiel gegen Hertha BSC noch mit 6:1. Dadurch vermied die Mannschaft sowohl den direkten Abstieg als auch die Teilnahme an der Relegation.
Trotz des erreichten Saisonziels endete anschließend die Zusammenarbeit mit Trainer Mitch Kniat. Sein Nachfolger ist Oliver Kirch, der zuvor die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach trainiert hatte. Der 43-Jährige soll Arminia in der 2. Bundesliga stabilisieren und insbesondere die Entwicklung junger Spieler vorantreiben.
Neben dem Trainerwechsel hat es im Bielefelder Kader mehrere Veränderungen gegeben. Maximilian Bauer, der im Winter zunächst vom FC Augsburg gekommen war, bleibt nach dem Klassenerhalt fest bei der Arminia. Der Innenverteidiger wurde zudem zum neuen Mannschaftskapitän bestimmt. Auch Jannik Rochelt bleibt nach seiner vorherigen Leihe in Bielefeld. Henri Koudossou ist der bislang auffälligste externe Sommerzugang.
Auf der anderen Seite verlor Arminia mehrere erfahrene Spieler. Neben Lannert verließ auch der bisherige Kapitän Mael Corboz den Verein und wechselte nach Frankreich zu Grenoble Foot. Der Vertrag von Flügelspieler Noah Sarenren Bazee wurde nicht verlängert. Er schloss sich dem SV Waldhof Mannheim an.
Sport-Geschäftsführer Mutzel erklärte Mitte Juli, dass die Verantwortlichen den Transfermarkt weiterhin beobachten und die Planungen im Hintergrund fortsetzen. Die vorzeitige Verlängerung mit Hagmann ist deshalb auch ein Zeichen für Kontinuität. Arminia bindet einen jungen Spieler, der den Aufstieg, das DFB-Pokalfinale und den anschließenden Klassenerhalt miterlebt hat. Zugleich muss er sich unter dem neuen Trainer und angesichts der Konkurrenz auf der rechten Seite erneut für regelmäßige Einsatzzeiten empfehlen.
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