Späte ARD-Ausstrahlung für Maria Wern: In Kinderspiel wird Gotland zum Schauplatz zweier Vermisstenfälle

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Die ARD nimmt am Freitagabend einen schwedischen Krimi aus der Reihe „Maria Wern, Kripo Gotland“ ins Programm. „Kinderspiel“ läuft am 22. Mai 2026 um 23:50 Uhr im Ersten und ist bis 01:20 Uhr angesetzt. Damit setzt der Sender zu später Stunde auf einen Fall aus der beliebten skandinavischen Krimireihe, die in Deutschland seit Jahren vor allem durch ihre ruhige Erzählweise, die Inselkulisse Gotlands und die Figur der Ermittlerin Maria Wern bekannt ist.

Zwei vermisste Jungen stehen im Mittelpunkt

Der Fall beginnt mit dem Verschwinden des zehnjährigen Andreas. Seine Mutter Charlotta verbringt einen Abend mit Nachbarn, als der Junge plötzlich nicht mehr auffindbar ist. Kurz darauf wird ein zweiter zehnjähriger Junge vermisst: Sasha, ein Kind aus Belarus. Für Maria Wern und ihr Team entwickelt sich aus der Suche nach den Kindern ein Einsatz, der mehrere Handlungsstränge miteinander verbindet.

Neben den Vermisstenfällen rückt die Folge weitere Konflikte auf Gotland in den Blick. Dazu gehören eine von Gewalt bedrohte Frau namens Nadja, der Kriminelle Kossack und der Lokalpolitiker Martin Ahl, der unter Druck gerät. Der Krimi verbindet damit private Angst, organisierte Kriminalität und politische Verwundbarkeit, ohne den Schauplatz Gotland als bloße Kulisse zu behandeln.

Eva Röse prägt die Reihe als Maria Wern

Die Hauptrolle spielt Eva Röse als Kriminalinspektorin Maria Wern. Zum festen Umfeld der Ermittlerin gehören unter anderem Allan Svensson als Hartman, Peter Perski als Arvidsson, Ulf Friberg als Ek und Tanja Lorentzon als Erika. In „Kinderspiel“ treten außerdem Tintin Anderzon als Charlotta, Noa Samenius als Andreas, Saveli Westin als Sasha, Anders Ekborg als Martin Ahl und David Dencik als Adam Kossack auf.

Die Figur Maria Wern geht auf die Romane der schwedischen Autorin Anna Jansson zurück. Der Originaltitel der Folge lautet „Pojke försvunnen“. Der Film basiert auf Janssons gleichnamigem Roman, der 2007 erschien. Regie führten Charlotte Berlin und Leif Lindblom, das Drehbuch wird Fredrik T. Olsson, Therese Bringholm und Anna Jansson zugeschrieben.

Gotland als ruhiger Gegenpol zum Verbrechen

„Maria Wern, Kripo Gotland“ gehört zu jener Form des skandinavischen Fernsehkrimis, die nicht allein auf die Auflösung eines Falls setzt. Die Reihe nutzt Landschaft, soziale Nähe und lokale Abhängigkeiten als Teil der Spannung. Gerade „Kinderspiel“ arbeitet mit diesem Kontrast: Eine touristisch geprägte Insel, überschaubare Gemeinschaften und familiäre Verletzlichkeit treffen auf Gewalt, Erpressung und die Angst um Kinder.

Das macht die Folge auch heute anschlussfähig. Sie erzählt keinen Hochglanz-Thriller, sondern einen klassischen Nordic-Noir-Fall, in dem das Verbrechen in vertraute Alltagsräume eindringt. Maria Wern bleibt dabei nicht nur Ermittlerin, sondern auch Mutter. Diese Doppelrolle prägt die emotionale Ebene des Falls, ohne den Krimi aus seiner sachlichen, zurückhaltenden Tonlage zu lösen.

Ein älterer Krimi mit stabiler Programmrelevanz

„Kinderspiel“ ist keine neue Produktion, sondern ein bereits länger vorliegender Film aus der Reihe. Die heutige Ausstrahlung ist deshalb vor allem für Zuschauer relevant, die skandinavische Krimis im linearen Fernsehen verfolgen oder die Reihe erneut entdecken. Im deutschen Fernsehen werden die schwedischen Originalepisoden der Reihe häufig als längere Fernsehfilme gezeigt.

Dass die ARD den Film spät am Abend platziert, passt zum Stoff. „Kinderspiel“ behandelt schwere Themen, bleibt aber in der Tradition des europäischen Fernsehkrimis: konzentriert erzählt, stark von der Ermittlerin getragen und klar an einem regionalen Schauplatz verankert. Für die Reihe ist die Folge ein Beispiel dafür, wie „Maria Wern“ persönliche Betroffenheit, Polizeiarbeit und gesellschaftliche Konflikte miteinander verbindet.

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