
Roberto Mancini gilt in italienischen Medien weiter als heißer Kandidat für den Posten des italienischen Nationaltrainers. Der frühere Nationalcoach steht derzeit bei Al Sadd Doha unter Vertrag, wird aber erneut mit der Squadra Azzurra in Verbindung gebracht. Eine Entscheidung ist bislang nicht bekannt, weshalb die Personalie weiterhin als Spekulation einzuordnen ist.
Für Mancini wäre eine Rückkehr auf die italienische Trainerbank ein besonders prominenter Schritt. Er kennt den Verband, das Umfeld und den Druck rund um die Nationalmannschaft. Gerade deshalb dürfte sein Name in der Debatte um die Nachfolge von Gennaro Gattuso eine wichtige Rolle spielen.
Der neu gewählte FIGC Präsident Giovanni Malago hat die Spekulationen nicht bestätigt. In der „Repubblica“ sagte er mit Blick auf Mancini: „Ich habe nicht mit Roberto gesprochen.“ Damit ließ Malago offen, ob der Verband den früheren Nationaltrainer tatsächlich als konkrete Lösung prüft oder ob sein Name vor allem Teil der öffentlichen Debatte ist.
Zugleich schloss Malago nicht aus, dass Italien erstmals einen nicht italienischen Nationaltrainer verpflichten könnte. Das wäre ein bemerkenswerter Schritt für den italienischen Fußball, der auf dieser Position traditionell auf Trainer aus dem eigenen Land setzte. Konkrete Namen nannte Malago in diesem Zusammenhang jedoch nicht.
Die Trainersuche folgt auf einen schweren sportlichen Rückschlag. Italien verpasste die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in den Play offs gegen Bosnien Herzegowina. Danach trennte sich der Verband von Nationaltrainer Gennaro Gattuso. Die Entscheidung machte deutlich, wie groß der Druck nach dem erneuten Scheitern ist.
Für die FIGC geht es nun nicht nur um einen neuen Trainer, sondern auch um eine Richtung für den sportlichen Wiederaufbau. Der nächste Coach muss kurzfristig Stabilität schaffen und zugleich eine Mannschaft formen, die wieder verlässlich auf höchstem internationalen Niveau bestehen kann.
Mancini würde Erfahrung, internationale Reputation und genaue Kenntnis des italienischen Fußballs mitbringen. Dass sein Name weiter genannt wird, überrascht deshalb kaum. Dennoch bleibt entscheidend, dass es nach Malagos Aussage bislang kein Gespräch mit ihm gegeben habe.
Damit ist Mancini zwar ein prominenter Kandidat in der öffentlichen Debatte, aber noch keine bestätigte Lösung. Die FIGC muss nun klären, ob sie auf Vertrautheit und Erfahrung setzt oder mit einer möglicherweise ausländischen Lösung einen neuen Weg einschlägt.
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