Linke, Ukrainekrieg und Russland: Das steht bei Lanz im Fokus

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Markus Lanz empfängt am Mittwoch, 27. Mai 2026, erneut Gäste aus Politik, Journalismus und Wissenschaft. Die ZDF-Talkshow beginnt heute um 23:15 Uhr und läuft bis kurz nach Mitternacht. Im Mittelpunkt stehen zwei große Themenfelder: die Zukunft der Linkspartei nach dem angekündigten Rückzug von Jan van Aken aus dem Parteivorsitz und die internationale Sicherheitslage mit Blick auf den Ukrainekrieg sowie die Entwicklung in Russland.

Die Sendung gehört seit Jahren zum festen Spätprogramm des ZDF. Das Format läuft regulär dienstags, mittwochs und donnerstags. Markus Lanz spricht darin mit Gästen über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen.

Diese Gäste sind heute bei Markus Lanz

Für die Ausgabe am 27. Mai werden vier Gäste genannt. Jan van Aken, Vorsitzender der Linken, spricht über seinen angekündigten Abschied vom Parteivorsitz im Juni und über Positionen seiner Partei in der Sozial- und Sicherheitspolitik. Außerdem geht es um das Verhältnis der Linken zur CDU. Die Linke hatte im April mitgeteilt, dass van Aken beim Parteitag im Juni nicht erneut für den Vorsitz kandidieren wird.

Helene Bubrowski ist ebenfalls zu Gast. Die Journalistin, stellvertretende Chefredakteurin von Table.Briefings und designierte Herausgeberin der FAZ, ordnet ein, wo die Linkspartei derzeit im politischen Spektrum steht. Damit rückt die Sendung nicht nur auf die Personalie van Aken, sondern auch auf die strategische Lage der Partei nach einer Phase politischer Neuaufstellung.

Zum internationalen Themenblock kommen Sönke Neitzel und Andrey Gurkov hinzu. Neitzel ist Militärhistoriker und Professor an der Universität Potsdam. Er soll die aktuelle Entwicklung des Ukrainekriegs und die Chancen auf Frieden einordnen. Gurkov, Autor und in Moskau geborener Publizist, spricht über Russland, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und wirtschaftliche Probleme im Land.

Warum die Linkspartei im Mittelpunkt steht

Der Auftritt von Jan van Aken fällt in eine wichtige Phase für die Linke. Der Parteivorsitzende hatte angekündigt, sein Amt beim Bundesparteitag im Juni abzugeben. Damit steht die Partei vor einer Personalentscheidung, die über ihre künftige Ausrichtung mitbestimmen kann. Bei Markus Lanz dürfte es deshalb nicht nur um van Akens persönliche Entscheidung gehen, sondern auch um die Frage, welche Rolle die Linke im Parteiensystem einnehmen will.

Politisch geht es dabei um mehrere Linien: Sozialpolitik, Sicherheitspolitik und das Verhältnis zur Union. Gerade die Sicherheitspolitik ist für die Linke seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ein besonders schwieriges Feld. Forderungen nach Aufrüstung, Abschreckung und militärischer Unterstützung der Ukraine treffen innerhalb der deutschen Debatte auf sehr unterschiedliche Positionen.

Ukrainekrieg und Russland als zweiter Schwerpunkt

Der zweite Schwerpunkt der Ausgabe liegt auf dem Krieg gegen die Ukraine und auf den Entwicklungen in Russland. Sönke Neitzel soll die militärische Lage einordnen. Damit setzt die Sendung ein Thema fort, das seit Monaten zu den zentralen Fragen europäischer Sicherheitspolitik gehört. Für Deutschland ist der Krieg nicht nur außenpolitisch relevant, sondern auch innenpolitisch, weil er Debatten über Verteidigungsausgaben, Waffenlieferungen und Europas Sicherheitsordnung prägt.

Andrey Gurkov ergänzt diesen Blick um die russische Innenperspektive. In der angekündigten Themenbeschreibung geht es um ein bröckelndes Sicherheitsgefühl in Russland und um wirtschaftliche Probleme. Damit richtet die Sendung den Fokus nicht allein auf Frontverläufe und Diplomatie, sondern auch auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen des Krieges innerhalb Russlands.

Sendung auch in der ZDF-Mediathek

Wer die Ausgabe nicht live im ZDF sieht, kann sie nach der Ausstrahlung in der ZDF-Mediathek abrufen. Aktuelle Programmübersichten führen die heutige Folge als Ausgabe vom 27.05.2026 mit einer Sendezeit von 23:15 Uhr bis 00:30 Uhr. Auch die nächsten Ausgaben sind im ZDF-Spätprogramm vorgesehen.

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