Donna Leon: Tod zwischen den Zeilen heute in der ARD – Brunetti ermittelt im Buch-Schwarzmarkt

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Donna Leon Tod zwischen den Zeilen: Am Montag, 29. Juni 2026, zeigt Das Erste um 20:15 Uhr den Krimi Donna Leon: Tod zwischen den Zeilen. Der Film ist der 23. Fall der ARD-Reihe um Commissario Guido Brunetti und wurde erstmals am 13. April 2017 im Ersten ausgestrahlt. Im Mittelpunkt steht ein Mordfall, der Brunetti in die Welt kostbarer alter Bücher, herausgetrennter Seiten und einflussreicher venezianischer Familien führt. Für die heutige Ausstrahlung handelt es sich damit nicht um eine Erstausstrahlung, sondern um eine Wiederholung. Der Film läuft bis 21:45 Uhr und ist zusätzlich in der ARD Mediathek verfügbar.

Tod zwischen den Zeilen ist der 23. Donna-Leon-Film

Tod zwischen den Zeilen gehört zur langen ARD-Krimireihe nach den Romanen der US-amerikanischen Bestsellerautorin Donna Leon. Innerhalb der Fernsehreihe ist der Film der 23. Fall von Commissario Guido Brunetti. Die Erstausstrahlung erfolgte am Donnerstag, 13. April 2017, zur Primetime im Ersten. Heute, am 29. Juni 2026, zeigt die ARD den Krimi erneut im Hauptabendprogramm.

Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen Brunetti-Roman. Donna Leon verlegte den Fall in die Welt historischer Bücher, wertvoller Folianten und eines illegalen Marktes für seltene Raritäten. Für die Verfilmung wurde die Geschichte auf die bekannte ARD-Filmstruktur zugeschnitten: ein Mordfall, familiäre Nebenlinien, Venedig als markante Kulisse und ein Commissario, der sich nicht von gesellschaftlichem Rang beeindrucken lässt.

Die Handlung: Ein Mordfall zwischen alten Büchern und venezianischem Adel

Der Fall beginnt mit dem Fund einer Leiche. Enrico Franchini, ein ehemaliger Priester, der sich dem Sammeln kostbarer historischer Schriften verschrieben hat, wird in seiner Wohnung brutal ermordet. Auf seinem Computer finden die Ermittler Kopien aus alten Büchern. Diese Spur führt Brunetti zur Biblioteca Merula, einer traditionsreichen Bibliothek mit wertvollen Beständen.

Dort erfahren Brunetti und sein Team von Dottoressa Fabbiani, dass aus kostbaren Folianten seit einiger Zeit einzelne Seiten herausgetrennt wurden. Solche Seiten können auf dem Schwarzmarkt hohe Preise erzielen. Verdächtig erscheinen unter anderem der Bibliotheksmitarbeiter Piero Sartor und der amerikanische Historiker Joseph Nickerson. Bald führt der Fall Brunetti auch zur einflussreichen Familie Morosini-Albani, deren Angehörige in Venedig weiterhin politisches und gesellschaftliches Gewicht haben. Besonders heikel wird die Ermittlung, als Brunettis Sohn Raffi heimlich in den Fall hineingezogen wird und in Gefahr gerät.

Besetzung: Uwe Kockisch als Brunetti, Julia Jäger als Paola

Uwe Kockisch spielt Commissario Guido Brunetti, den ruhigen und beharrlichen Ermittler aus Venedig. Julia Jäger ist als Paola Brunetti zu sehen, Brunettis Frau, die in der Reihe regelmäßig einen wichtigen Gegenpol zur Polizeiarbeit bildet. Patrick Diemling spielt Raffi Brunetti, der in diesem Fall stärker in die Handlung eingebunden ist. Annett Renneberg übernimmt erneut die Rolle der Signorina Elettra Zorzi, die mit ihren Recherchen und Kontakten häufig entscheidende Informationen liefert.

Zur Stammbesetzung gehören außerdem Michael Degen als Vice-Questore Giuseppe Patta und Karl Fischer als Sergente Lorenzo Vianello. Wichtig ist dabei die korrekte Zuordnung: Karl Fischer spielt nicht Patta, sondern Brunettis Kollegen Vianello. Patta, der eitle und politisch vorsichtige Vorgesetzte Brunettis, wird in dieser Folge wie in der Reihe von Michael Degen verkörpert. Dietmar Mössmer ist zudem als Alvise zu sehen, Ueli Jäggi als Dr. Aurino und Laura-Charlotte Syniawa als Chiara Brunetti.

Gastrollen: August Zirner, Jenny Schily, Harald Schrott und Michaela Rosen

In Tod zwischen den Zeilen treten mehrere bekannte Gastdarsteller auf. Jenny Schily spielt Dottoressa Fabbiani, die Leiterin der Biblioteca Merula. August Zirner ist als amerikanischer Historiker Joseph Nickerson zu sehen, der im Umfeld der kostbaren Bücher eine verdächtige Rolle einnimmt. Thorsten Merten spielt Piero Sartor, einen Mitarbeiter der Bibliothek, der ebenfalls in den Fokus der Ermittlungen gerät.

Harald Schrott verkörpert Gianni Morosini-Albani, den Spross einer alten venezianischen Familie, der für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Michaela Rosen spielt die Contessa Morosini. Außerdem gehören Janina Uhse als Rebecca, Manfred Möck als Enrico Franchini, Vincent Krüger als Roberto Dura, Hubertus Hartmann als Anwalt der Familie Morosini-Albani und Anian Zollner als Professor Crisulo zur Besetzung. Die Gastrollen verstärken den gesellschaftlichen Rahmen des Falls: Brunetti ermittelt nicht nur in einer Mordgeschichte, sondern auch in einem Umfeld aus alten Namen, Besitz, Macht und Verschwiegenheit.

Regie, Drehbuch und Drehorte in Venedig

Regie bei Tod zwischen den Zeilen führte Sigi Rothemund, der die Bildsprache der Donna-Leon-Filme über viele Jahre stark prägte. Das Drehbuch stammt von Stefan Holtz und Florian Iwersen nach dem Roman von Donna Leon. Die Kamera führte Dragan Rogulj, die Musik stammt von Stefan Schulzki; die Reihe ist zudem eng mit dem musikalischen Motiv von André Rieu verbunden. Produziert wurde der Film von UFA Fiction im Auftrag der ARD Degeto.

Gedreht wurde wie bei der Reihe üblich in Venedig und Umgebung. Die Stadt ist in den Filmen nicht nur Kulisse, sondern Teil der Erzählung. Kanäle, Palazzi, enge Gassen, historische Fassaden und die Atmosphäre der Lagunenstadt prägen auch diesen Fall. Tod zwischen den Zeilen nutzt Venedig besonders stark als Ort der Geschichte: Die Handlung verbindet Gegenwartsermittlungen mit der Bedeutung alter Familien, historischer Dokumente und dem kulturellen Erbe der Stadt.

Donna Leon in der ARD: Krimireihe mit langer Tradition

Die ARD-Reihe Donna Leon begann im Jahr 2000 mit der Verfilmung der Brunetti-Romane für Das Erste. Zunächst spielte Joachim Król den Commissario, ab dem fünften Fall übernahm Uwe Kockisch die Hauptrolle. Mit ihm, Julia Jäger, Michael Degen, Karl Fischer, Annett Renneberg und weiteren wiederkehrenden Darstellern entwickelte sich die Reihe zu einer festen Krimimarke im deutschen Fernsehen. Insgesamt entstanden 26 Filme.

Die Reihe endete 2019 mit Stille Wasser. Die heutige Ausstrahlung von Tod zwischen den Zeilen ist daher eine Wiederholung eines bereits bekannten Falls, aber zugleich ein Beispiel für die anhaltende Präsenz der Brunetti-Krimis im ARD-Programm. Der Reiz der Filme liegt in der Verbindung aus klassischer Krimihandlung, venezianischem Ambiente und gesellschaftlichen Themen. In dieser Folge steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, welchen Wert Kultur, Bücher und historische Wahrheit haben, wenn sie mit Machtinteressen und Geld kollidieren.

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