Servus Eddie: Ein eigensinniger Polizist trifft auf Adam

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Der Film Servus Eddie – Spätes Glück läuft heute, Freitag, 31. Juli 2026, um 20.15 Uhr im Ersten. Im Mittelpunkt der tragikomischen Geschichte steht ein Münchner Polizist, dessen eigenmächtige Methoden ihn beruflich ins Abseits gebracht haben. Eine Begegnung mit einem wohnungslosen Mann zwingt ihn jedoch, seine Vorstellungen von Recht, Stärke und persönlicher Verantwortung zu überprüfen.

Eddie Kolozecik verliert bei einem Einsatz die Kontrolle

Eddie Kolozecik, gespielt von Maximilian Brückner, war früher Kommissar im Drogendezernat. Nach mehreren Grenzüberschreitungen wurde er zum Polizeiobermeister degradiert und fährt nun mit seinem erfahrenen Kollegen Carlo Reitner Streife. Gerhard Wittmann verkörpert den älteren Beamten, der Eddie lange unterstützt hat, inzwischen aber seine bevorstehende Pension durch dessen Alleingänge gefährdet sieht.

Eddie will unbedingt in den höheren Dienst zurückkehren. Deshalb ermittelt er bereits vor Schichtbeginn auf eigene Faust. In Zivil lockt er die jungen Kleindealer Max und Moritz, dargestellt von Julian Baschab und Emil Vorbrugg, in eine Falle. Dabei trägt er unerlaubt die Smith & Wesson seines verstorbenen Vaters. Der vermeintliche Erfolg endet, als Eddie mit dem wohnungslosen Adam Einmiller zusammenstößt. Die Verdächtigen entkommen, Eddie verliert seine Waffe und eine Zeugin beobachtet den chaotischen Einsatz.

Adam Einmiller trägt eine jahrzehntealte Schuld mit sich

Adam Einmiller wird von Günther Maria Halmer gespielt. Der frühere Zahnarzt lebt seit vielen Jahren auf der Straße. Rund drei Jahrzehnte zuvor verlor er seinen kleinen Sohn bei einem Unfall. Adam gibt sich eine Mitschuld an dessen Tod und hat seitdem sein früheres Leben aufgegeben. Sein wichtigster Bezugspunkt ist das Grab des Kindes.

Kurz vor der Begegnung mit Eddie hat Adam Geld aus einer Kirchenkollekte genommen. Später gelangt auch Eddies verschwundene Pistole in seinen Besitz. Mit dem Geld und der Waffe versucht er, die weitere Nutzung der Grabstätte seines Sohnes zu sichern. Seine verzweifelten Vorhaben scheitern jedoch. Eddie kümmert sich zunächst vor allem deshalb um ihn, weil er seine eigenen Fehler verdecken und die Dienstwaffe zurückbekommen muss. Nach und nach erkennt er, wie tief Adam durch Verlust und Schuld geprägt ist.

Frau Schröder bringt Eddies geordnetes Chaos durcheinander

Eine weitere Hauptfigur ist die von Marlene Morreis gespielte Frau Schröder. Sie hat Eddies missglückte Aktion beobachtet und setzt ihn dadurch zusätzlich unter Druck. Ihren Vornamen verrät sie ihm nicht, weshalb er sie nur Schröder nennt. Auch sie hat keine feste Wohnung, nachdem ihre Beziehung zerbrochen ist.

Zwischen Eddie und Schröder entwickelt sich schnell eine Nähe. Eine gemeinsame Zukunft ist allerdings kompliziert, denn Eddie wohnt wieder bei seiner Mutter Maria. Jutta Speidel spielt die zurückgezogen lebende Frau, die seit der Corona-Pandemie große Angst vor Krankheiten und Ansteckungen hat. Sie verlässt ihre Wohnung kaum noch und reagiert wenig begeistert darauf, dass ihr Sohn eine fremde Frau mitbringt. Gleichzeitig stellt sich heraus, dass Maria den obdachlosen Adam nicht zum ersten Mal sieht. Diese Verbindung führt Eddie zu einem Teil von Adams Vergangenheit.

Erster Film mit möglicher Fortsetzung

„Servus Eddie – Spätes Glück“ ist bislang keine mehrteilige Reihe. Der Film führt Eddie, seinen Streifenpartner Carlo, seine Mutter Maria und Frau Schröder als Figuren ein, die grundsätzlich weitere Geschichten tragen könnten. Eine Fortsetzung oder eine feste Zahl weiterer Filme wurde jedoch nicht offiziell angekündigt. Damit gibt es derzeit genau einen „Servus-Eddie“-Film.

Produziert wurde die 89-minütige Tragikomödie von new!move films im Auftrag der ARD Degeto Film. Verantwortliche Produzenten waren Christian Hofer und Luca Verhoeven. Regie führte Felix Karolus, der das Drehbuch gemeinsam mit Putzi von Adamo schrieb. Hinter diesem Namen steht die Autorin Gerlinde Wolf. Die Dreharbeiten fanden von Mitte Juli bis Mitte August 2024 in München und Umgebung statt. Als Produktionsjahr führt die ARD 2025.

Fernsehpremiere und letzte Filmrolle von Günther Maria Halmer

Die Ausstrahlung am 31. Juli 2026 ist keine Wiederholung, sondern die Fernsehpremiere. Bereits seit dem 30. Juli steht der Film online in der ARD Mediathek. Dort ist er nach den derzeitigen Programminformationen bis zum 31. Juli 2027 verfügbar. Angeboten werden Untertitel und eine Audiodeskription.

Besondere Bedeutung erhält die Produktion durch Günther Maria Halmer. Der Schauspieler starb im Mai 2026 im Alter von 83 Jahren. Adam Einmiller war seine letzte Filmrolle. Halmer hatte in seiner langen Laufbahn in mehr als 180 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt.

Die ersten Kritiken heben vor allem das Zusammenspiel von Halmer und Brückner sowie das Ensemble mit Jutta Speidel, Marlene Morreis und Gerhard Wittmann hervor. Positiv bewertet werden die Verbindung von Situationskomik und ernsteren Momenten sowie das deutlich erkennbare Münchner Milieu. Kritischer beurteilt werden die vorhersehbare Entwicklung und einige nicht vollständig zusammengeführte Handlungsstränge. Der Film setzt weniger auf einen klassischen Kriminalfall als auf die langsame Annäherung zweier Männer, die beide mit den Folgen früherer Entscheidungen leben müssen.

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