Aldi Süd verändert Backstation im Test: Weniger Auswahl bei Brötchen und Brot

Aldi Süd verändert Backstation im Test: Weniger Auswahl bei Brötchen und Brot
Symbolfoto: Caroline Muffert

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Bei den Aldi Süd Backwaren könnte sich künftig einiges ändern. Der Discounter testet derzeit in mehreren Filialen im Raum Kerpen in Nordrhein-Westfalen ein verändertes Konzept für seine Backstation. Nach einem Bericht der Lebensmittel Zeitung wurde die Auswahl dort von bislang 46 auf 36 Artikel reduziert. Auch ein besonders günstiges Produkt ist im Test betroffen: Das klassische Weizenbrötchen für 19 Cent wird in den entsprechenden Märkten nicht mehr angeboten. Eine bundesweite Umstellung ist bislang allerdings nicht angekündigt.

Aldi Süd Backstation: 36 statt bislang 46 Produkte

Der laufende Versuch betrifft nach aktuellem Stand mehrere Filialen in der Region Kerpen. Dort wurde das Angebot innerhalb der Aldi Süd Backstation um zehn Artikel verkleinert. Nach Angaben der Lebensmittel Zeitung geht es bei dem Test darum, den Sortimentmix zu überprüfen und den Aufwand beim Backen in den Filialen zu reduzieren.

Eine vollständige Abschaffung des Backens in den Märkten ist dem Bericht zufolge nicht geplant. Für Kunden könnte sich aber verändern, welche Produkte direkt in der Filiale aufgebacken werden und welche bereits fertig gebacken angeliefert in der Backwarentheke landen.

19-Cent-Brötchen fällt in den Testfilialen weg

Besonders auffällig ist der Wegfall des klassischen Weizenbrötchens für 19 Cent. Nach dem Bericht gehört das günstige Brötchen in den betroffenen Kerpener Filialen nicht mehr zum getesteten Sortiment. Daraus lässt sich derzeit jedoch nicht ableiten, dass Aldi Süd das Produkt grundsätzlich oder bundesweit streichen wird.

Für Verbraucher ist genau diese Unterscheidung wichtig: Bislang handelt es sich um einen regional begrenzten Versuch. Welche zehn Artikel insgesamt aus der bisherigen Auswahl genommen wurden und ob sich das veränderte Konzept später auf weitere Regionen ausweitet, ist bislang nicht öffentlich bekannt.

Aldi testet neues Backkonzept mit regionaler Bäckerei

Gleichzeitig spielen Produkte regionaler Bäckereien eine größere Rolle. In den Testmärkten werden laut Lebensmittel Zeitung teilweise Backwaren der regionalen Bäckerei Schneider angeboten. Diese Produkte liegen preislich allerdings über dem klassischen Discountniveau.

Die Zusammenarbeit mit Bäckereien aus der jeweiligen Region ist für Aldi Süd grundsätzlich nicht neu. Das Unternehmen erklärt selbst, dass in den meisten Filialen täglich Backwaren von regionalen Bäckereien angeliefert werden. Auch die Backwelt-Vitrinen werden nach Angaben von Aldi Süd zum Teil mit Produkten lokaler Betriebe bestückt.

Warum Aldi Süd die Backwaren überprüft

Hinter dem Test stehen offenbar auch wirtschaftliche Überlegungen. Das Aufbacken von Brot, Brötchen und anderen Produkten in den Filialen verursacht Energie- und Personalkosten. Durch eine kleinere Auswahl frisch aufgebackener Produkte und eine andere Zusammensetzung des Sortiments könnten diese Ausgaben reduziert werden.

Aldi Süd führte sein heutiges Backkonzept „Meine Backwelt“ ab 2018 ein. Dabei wird ein Teil des Angebots von Mitarbeitern direkt in den Filialen gebacken, später kamen zusätzlich Produkte regionaler Bäckereien hinzu. Auf seiner aktuellen Unternehmensseite wirbt Aldi Süd weiterhin mit einem umfangreichen Backwarenangebot und regional gelieferten Produkten.

Weniger Backwaren bei Aldi bald überall?

Ob aus dem Versuch in Kerpen später ein neues Standardkonzept für die rund 2.000 Aldi-Süd-Filialen in West- und Süddeutschland entsteht, ist derzeit offen. Gegenüber t-online erklärte Aldi Süd lediglich, zum aktuellen Zeitpunkt seien keine Veränderungen beim regionalen Backen geplant. Zu den weiteren Details des Tests äußerte sich das Unternehmen dort nicht.

Von einer allgemeinen Abschaffung der Backstation oder einer bundesweiten Reduzierung auf 36 Produkte kann deshalb derzeit keine Rede sein. Fest steht bislang nur: Aldi Süd testet ein neues Backkonzept in ausgewählten Filialen rund um Kerpen. Erst die Auswertung dieses Versuchs dürfte zeigen, ob Kunden künftig auch andernorts mit weniger direkt aufgebackenen Produkten rechnen müssen.

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