
In der norditalienischen Stadt Modena ist am Samstagnachmittag ein Auto in eine Gruppe von Fußgängern gefahren. Nach Angaben des Bürgermeisters Massimo Mezzetti wurden acht Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Der Vorfall ereignete sich im historischen Zentrum der Stadt, wo am Wochenende viele Menschen unterwegs waren. Mehrere Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden, besonders schwer Betroffene wurden auch nach Bologna verlegt.
Unter den Schwerverletzten soll sich nach übereinstimmenden Berichten auch eine deutsche Touristin befinden. Außerdem wurde eine Frau aus Polen genannt. Besonders schwer getroffen wurde eine Frau, die nach Behördenangaben so gravierende Beinverletzungen erlitt, dass beide Beine amputiert werden mussten.
Der Fahrer soll nach dem Aufprall versucht haben zu fliehen. Dabei war er nach Angaben mehrerer Berichte mit einem Messer bewaffnet. Passanten griffen ein und hielten den Mann fest, bis die Polizei ihn übernehmen konnte. Nach bisherigen Angaben wurde niemand durch Messerstiche verletzt.
Der mutmaßliche Fahrer wurde als 31 Jahre alter Mann identifiziert. Berichtet wird, dass er italienischer Staatsbürger ist und aus Bergamo stammt. Behördenangaben zufolge war er den Gesundheitsdiensten wegen psychischer Probleme bekannt. Hinweise auf eine extremistische Verbindung wurden zunächst nicht bestätigt. Auch Drogen- oder Alkoholeinfluss wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur AP zunächst nicht festgestellt.
Ob der Fahrer gezielt in die Menschenmenge fuhr, ist Gegenstand der Ermittlungen. Der Bürgermeister sprach von einem schweren und erschütternden Vorfall. Zugleich bleiben zentrale Fragen offen: das Motiv, der genaue Ablauf vor dem Aufprall und der psychische Zustand des Fahrers zum Zeitpunkt der Tat.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte den Vorfall und drückte den Verletzten sowie ihren Angehörigen Unterstützung aus. In Italien sorgt der Fall auch deshalb für große Aufmerksamkeit, weil Angriffe oder schwere Vorfälle mit Fahrzeugen in belebten Innenstädten sofort Erinnerungen an ähnliche Taten in anderen europäischen Ländern wecken. Für Modena selbst steht zunächst jedoch die konkrete Aufklärung des Einzelfalls im Vordergrund.
Der Vorfall wird international aufgegriffen, weil mehrere Faktoren zusammenkommen: ein Auto in einer belebten Innenstadt, zahlreiche Verletzte, ein mutmaßlicher Fluchtversuch und ein Messer. Zugleich ist journalistische Zurückhaltung wichtig. Bislang gibt es keine gesicherte Grundlage dafür, den Vorfall als Terroranschlag einzuordnen. Belastbar ist derzeit vor allem, dass acht Menschen verletzt wurden, dass der Fahrer festgenommen wurde und dass die Ermittlungen weiterlaufen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu