
Ein Dachstuhlbrand in Krefeld an der Grenzstraße hat am Samstagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Gegen 18.48 Uhr waren die Einsatzkräfte zunächst zu einem Wohnungsbrand alarmiert worden. Beim Eintreffen zeigte sich jedoch, dass sich das Feuer bereits auf den Dachstuhl des gesamten Gebäudes ausgebreitet hatte.
Die Feuerwehr forderte daraufhin zahlreiche weitere Kräfte nach. Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte an der Grenzstraße im Einsatz. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Mehrere Wohnungen sind durch die entstandenen Schäden derzeit allerdings nicht mehr bewohnbar.
Die Löscharbeiten gestalteten sich nach Angaben der Feuerwehr besonders aufwendig, weil sich das Feuer großflächig im Dachbereich ausgebreitet hatte. Um an Brand- und Glutnester zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte die Dachhaut auf einer großen Fläche öffnen. Auch Stunden nach Beginn des Einsatzes liefen noch Nachlöscharbeiten.
Beim Dachstuhlbrand Krefeld Grenzstraße waren neben Kräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Krefeld auch zahlreiche externe Einheiten beteiligt. Unterstützung kam unter anderem aus dem Kreis Viersen, von der Werkfeuerwehr Currenta und der Betriebsfeuerwehr Stockhausen Superabsorber. Zudem wurde eine Drehleiter der Feuerwehr Duisburg eingesetzt.
Wegen des hohen Personalbedarfs an der Einsatzstelle mussten gleichzeitig Vorkehrungen für weitere mögliche Einsätze im Krefelder Stadtgebiet getroffen werden. Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Gellep-Stratum, Uerdingen, Fischeln und Hüls besetzten deshalb die verwaisten Wachen der Berufsfeuerwehr und stellten während des Großbrands an der Krefelder Grenzstraße den Grundschutz sicher.
Der Einsatz hatte ursprünglich mit den Kräften der Feuerwachen 1 und 2 sowie der Einheit Oppum begonnen. Erst nach der ersten Erkundung wurde deutlich, welches Ausmaß der Brand im Dachstuhl bereits erreicht hatte. Daraufhin wurde das Aufgebot deutlich verstärkt.
Trotz der erheblichen Brandausbreitung gab es bei dem Feuer an der Grenzstraße in Krefeld keine Verletzten. Die Schäden am Gebäude sind jedoch so groß, dass mehrere Wohnungen vorerst nicht genutzt werden können. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner fanden nach Angaben der Feuerwehr bei Verwandten und Bekannten eine Unterkunft.
Die Nachlöscharbeiten dauerten in der Nacht zu Sonntag weiter an. Einsatzkräfte kontrollierten den Dachbereich und löschten verbliebene Brand- und Glutnester ab. Angaben zur Höhe des Sachschadens oder zur Ursache des Feuers lagen zunächst nicht vor.
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