DWD warnt vor Starkregen: Nach der Hitze drohen neue Gewitter

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Der Deutsche Wetterdienst warnt am Mittwoch, 1. Juli 2026, vor einzelnen, teils kräftigen Gewittern und Starkregen in Deutschland. Laut Warnlagebericht sind vor allem der Süden, die östliche Mitte und der Norden betroffen. Möglich sind Starkregenmengen von 15 bis 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit sowie 20 bis 35 Liter in wenigen Stunden. Dazu nennt der DWD Hagel um zwei Zentimeter Korndurchmesser und stürmische Böen um 70 km/h. Regional begrenzt kann Starkregen Unwettercharakter erreichen.

Welche Regionen besonders im Blick stehen

Die DWD Unwetterwarnung betrifft nicht flächendeckend ganz Deutschland, sondern vor allem Bereiche, in denen sich Gewitterzellen kurzfristig verstärken können. In Bayern wird besonders in der ersten Tageshälfte mit kräftigem Regen und Gewittern gerechnet, im Süden sind größere Regenmengen möglich. In Baden-Württemberg beruhigt sich die Lage nach kräftigen Gewittern, südlich der Donau und in Oberschwaben können aber erneut Schauer und Gewitter auftreten. Für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird am Vormittag ebenfalls unbeständiges Wetter mit Starkregen und teils schweren Gewittern erwartet.

Was die Warnstufen bedeuten

Der DWD unterscheidet mehrere Stufen: Wetterwarnungen der Stufe 1, Warnungen vor markantem Wetter der Stufe 2, Unwetterwarnungen der Stufe 3 und Warnungen vor extremem Unwetter der Stufe 4. Für Gewitter reicht bereits eine gefährliche Begleiterscheinung aus, damit eine höhere Warnstufe ausgelöst wird. Bei Starkregen liegt die Unwetterschwelle unter anderem bei mehr als 25 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde oder mehr als 35 Litern in sechs Stunden. Für extremes Unwetter gelten höhere Schwellen.

Hitzewelle liefert den Kontext

Die aktuelle Gewitterlage folgt auf eine außergewöhnlich heiße Phase. Ende Juni meldete der DWD nach vorläufigen Daten einen neuen deutschen Temperaturhöchstwert: In Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt wurden 41,5 Grad gemessen. Bereits am Vortag waren in Saarbrücken-Burbach 41,3 Grad registriert worden. Solche Hitzephasen erhöhen die Belastung für Menschen, Infrastruktur und Einsatzkräfte. Mit dem Luftmassenwechsel strömt nun mäßig warme bis warme Meeresluft nach Deutschland, wodurch sich die Gewitterlage verändert.

Kein Beleg für Golfballhagel oder Superzelle

Für die aktuelle Warnlage nennt der DWD Hagel um zwei Zentimeter und stürmische Böen um 70 km/h. Eine belastbare Bestätigung für Hagel in Golfballgröße oder eine offiziell als Superzelle eingeordnete Gewitterstruktur liegt in den geprüften aktuellen Quellen nicht vor. Entscheidend ist dennoch die lokale Gefahr: Einzelne Gewitter können sehr kleinräumig ziehen, sodass ein Ort kaum betroffen ist, während wenige Kilometer weiter Starkregen, Hagel oder überflutete Straßen auftreten können.

Vergleich mit Juli 2025

Der Blick auf den Juli 2025 zeigt, dass Hitze und Starkregen auch im Vorjahr eng beieinander lagen. Laut DWD-Monatsbilanz war der Juli 2025 zu nass und zugleich zu warm. ZDFheute berichtete auf Basis der DWD-Daten von durchschnittlich 114 Litern Regen pro Quadratmeter, das waren 47 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 1961 bis 1990. Gleichzeitig lag die Monatsmitteltemperatur mit 18,4 Grad deutlich über der älteren Referenzperiode.

Klimatischer Zusammenhang: Ein einzelnes Gewitter ist kein Beweis

Ein einzelnes Gewitterereignis lässt sich nicht automatisch dem Klimawandel zuschreiben. Der langfristige Kontext ist aber eindeutig relevant: Nach DWD-Berechnungen werden sich Hitzewellen bis zum Ende des Jahrhunderts vor allem in Süd- und Ostdeutschland häufen. Steigende Temperaturen betreffen laut DWD ganz Deutschland, besonders stark im Sommer. Wärmere Luft kann zudem mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was bei passenden Wetterlagen intensivere Niederschläge begünstigen kann.

Was jetzt wichtig ist

Wer in betroffenen Regionen unterwegs ist, sollte die lokale Warnlage eng verfolgen. Keller, Unterführungen und tiefliegende Straßen können bei Starkregen schnell volllaufen. Lose Gegenstände auf Balkon, Terrasse oder Baustellen sollten gesichert werden. Bei Gewitter gilt: Abstand zu Bäumen, Gerüsten und offenen Flächen halten. Autofahrer sollten überflutete Straßen nicht durchfahren. Da Gewitterzellen kurzfristig entstehen und sich verlagern können, bleibt die amtliche DWD-Warnkarte die wichtigste Quelle für die eigene Stadt oder den eigenen Landkreis.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu