
Mit dem BlackRock iShares Staked Ethereum Trust ETF (ETHB) betritt ein grundlegend neues Krypto-Anlageprodukt die Bühne der US-Börsen. Seit dem 12. März 2026 handelt der erste Ethereum-ETF mit eingebautem Staking-Ertrag auf dem Nasdaq – und er verändert die Spielregeln für institutionelle Krypto-Investments nachhaltig.
Bislang konnten Anleger mit Ethereum-ETFs ausschließlich von Kursbewegungen des Tokens profitieren. ETHB geht einen Schritt weiter: Der Fonds hält Spot-ETH und stakt einen Großteil davon direkt im Ethereum-Netzwerk. Zum Ende des ersten Monats verwaltete ETHB bereits 261.337 ETH, die vollständig über Coinbase-Prime-Validatoren im Staking eingesetzt sind.
Das Besondere: BlackRock gibt 82 Prozent der erzielten Staking-Einnahmen an die Fondsanleger weiter. Bei einer aktuellen Brutto-Staking-Rendite von rund 3,2 Prozent annualisiert erhalten Investoren nach Abzug der Fondskosten etwa 2,6 Prozent netto – zusätzlich zur Kursentwicklung von Ethereum.
Zum Vergleich: Die Bitcoin ETFs verzeichneten im April 2026 Rekordzuflüsse von 2,44 Milliarden Dollar, bieten jedoch keine laufende Rendite, da Bitcoin kein Staking kennt. ETHB schafft damit eine neue Produktkategorie.
Dass BlackRock ETHB überhaupt Staking-Erträge an Anleger ausschütten kann, verdankt sich einem Kurswechsel der US-Aufsichtsbehörden. Am 17. März 2026 veröffentlichten SEC und CFTC eine gemeinsame Stellungnahme: Protokoll-Staking von digitalen Nicht-Wertpapier-Commodities wie Ethereum löst keine Registrierungspflicht nach dem Securities Act aus.
Damit fiel die letzte regulatorische Hürde. Zuvor hatten Ethereum-ETF-Anbieter zwar Spot-ETH im Portfolio gehalten, Staking aber bewusst vermieden, um Komplikationen mit der SEC zu umgehen. Mit der neuen Rechtsklarheit ist Staking für US-notierte ETFs nun ausdrücklich erlaubt.
Das ist auch für den XRP ETF Markt relevant, da regulatorische Klarheit insgesamt das institutionelle Vertrauen in Krypto-ETFs stärkt.
BlackRock startete ETHB am 12. März 2026 mit 107 Millionen US-Dollar in Startkapital (Seed Assets). Bereits am ersten Handelstag erreichte das Handelsvolumen 15,5 Millionen Dollar. Innerhalb einer Woche wuchs das verwaltete Vermögen (AUM) auf 254 Millionen Dollar – ein deutliches Signal für das institutionelle Interesse an Staking-Produkten.
Die Zuflüsse kommen teilweise aus einer Rotation: BlackRocks bisheriger Ethereum-ETF ohne Staking (ETHA) verzeichnet seitdem Abflüsse, während ETHB entsprechende Zuflüsse anzieht. Ein Teil des Kapitalzuwachses ist also echte Neuallokation in Ethereum als Asset-Klasse, ein Teil Umschichtung innerhalb des BlackRock-Produktportfolios.
Neben BlackRock bietet auch Grayscale ein Ethereum-Staking-Produkt an. Beide ETFs profitieren von der SEC-Freigabe, unterscheiden sich jedoch in Kostenstruktur und der genauen Ausschüttungsquote der Staking-Erträge. BlackRocks günstigere Gebührenstruktur und die starke Marktstellung aus dem Bitcoin-ETF-Geschäft (IBIT) verschaffen ETHB einen Startvorteil.
Für Privatanleger mit deutschen Depots ist ETHB aktuell nur über US-Börsen handelbar. Deutsche Krypto-Anbieter und europäische Regulatoren beobachten die Entwicklung – es gilt als wahrscheinlich, dass ähnliche Staking-ETF-Strukturen auch in Europa auf den Markt kommen werden.
Der Launch von BlackRock ETHB markiert einen Wendepunkt: Krypto-ETFs werden von reinen Kursvehikeln zu renditegenerierenden Finanzprodukten. Die Kombination aus Kurspotenzial und laufenden Staking-Erträgen von 2,6 Prozent netto dürfte langfristig mehr institutionelles Kapital in Ethereum lenken. Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell bei rund 77.000 Dollar – Ethereum bleibt im Vergleich günstiger bewertet, gewinnt aber durch das Staking-Angebot strukturell an Attraktivität.
Quellen: blackrock.com, coindesk.com, phemex.com, arkm.com/research, coininsider.com (März–April 2026)
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu