Geldautomat Wermelskirchen gesprengt: Täter flüchten auf Roller

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Geldautomat Wermelskirchen gesprengt: In den frühen Morgenstunden des 30. April 2026 haben zwei unbekannte Täter einen Geldautomaten in einer Bankfiliale auf der Telegrafenstraße in Wermelskirchen gesprengt. Gegen 3:20 Uhr wurden Anwohner durch zwei laute Knallgeräusche geweckt und alarmierten die Polizei. Die Täter sollen anschließend auf einem Roller geflohen sein. Ein Polizeihubschrauber wurde zur Fahndung eingesetzt. Ob die Täter Beute machen konnten, ist laut Polizei bislang unklar.

Geldautomatensprengung in Wermelskirchen: Der Tatablauf laut Polizei Köln

Laut Polizeipräsidium Köln ereignete sich der Vorfall am frühen Donnerstagmorgen, 30. April 2026. Gegen 3:20 Uhr hatten Anwohner in der Nähe der Telegrafenstraße in Wermelskirchen die Polizei alarmiert, nachdem sie zwei deutliche Knallgeräusche aus Richtung einer Bankfiliale vernommen hatten. Vor der Sprengung sollen die beiden dunkel gekleideten Täter die Eingangstür der Bank gewaltsam aufgebrochen haben, um in das Gebäude zu gelangen.

Nach der Detonation flüchteten die beiden Männer laut Polizeiangaben auf einem Roller in Richtung Thomas-Mann-Straße. Eine sofort eingeleitete Fahndung, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, verlief zunächst ohne Erfolg. Die Täter konnten im Nahbereich nicht gestellt werden. Ob und in welcher Höhe Bargeld erbeutet wurde, stand zum Zeitpunkt der Pressemitteilung noch nicht fest.

Durch die Explosion wurde nach aktuellem Kenntnisstand niemand verletzt. Die Statik des betroffenen Gebäudes wird derzeit von Fachleuten geprüft, um mögliche Schäden an der Bausubstanz festzustellen. Solche Überprüfungen sind nach Geldautomatensprengungen Standard, da die eingesetzten Sprengmittel erhebliche Kräfte auf die umgebende Baustruktur ausüben können.

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Polizeihubschrauber im Einsatz: Großfahndung nach den Rollertätern

Die Fahndung nach den flüchtigen Tätern gestaltete sich in der Nacht aufwendig. Neben Bodentruppen der Polizei Köln und des Rheinisch-Bergischen Kreises war auch ein Polizeihubschrauber in der Luft, um die Umgebung aus der Vogelperspektive abzusuchen. Geldautomatensprengungen mit anschließender Flucht auf Motorrollern sind in Nordrhein-Westfalen ein bekanntes Muster organisierter Tätergruppen.

Das Kriminalkommissariat 23 des Polizeipräsidiums Köln hat die Ermittlungen übernommen. Die Beamten suchen nun nach Zeugen, die in der Nacht zum 30. April im Bereich der Telegrafenstraße in Wermelskirchen verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Auch Hinweise auf den verwendeten Roller oder die Fluchtrichtung der Täter sind von Interesse.

Wermelskirchen liegt im Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen und ist mit rund 35.000 Einwohnern eine mittelgroße Stadt. Solche Vorfälle sind auch in anderen NRW-Städten keine Seltenheit. Erst kürzlich wurde ein ähnlicher Fall aus dem Münsterland bekannt: Geldautomat in Dülmen bei Münster gesprengt – auch dort hatten Täter nach der Sprengung die Flucht ergriffen.

Geldautomatensprengungen in NRW: Ein anhaltendes Problem

Die Zahl der Geldautomatensprengungen in Deutschland und insbesondere in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau geblieben. Tätergruppen, häufig aus dem organisierten Verbrechen, nutzen dabei überwiegend Gas-Luft-Gemische oder feste Sprengstoffe, um die Geldkassetten der Automaten zu öffnen. Die Taten finden typischerweise in den frühen Morgenstunden statt, wenn möglichst wenig Passanten in der Nähe sind.

Das eingesetzte Sprengmittel kann erhebliche Schäden an Gebäuden, Einrichtungsgegenständen und der Umgebung verursachen. In einigen Fällen wurden durch umherfliegende Trümmer oder die Druckwelle Unbeteiligte verletzt. Auch das betroffene Gebäude in Wermelskirchen wird nach dem Vorfall strukturell untersucht.

Gerade im Rheinland und in NRW zeigt sich, dass Geldautomatensprengungen ein länderübergreifendes Problem darstellen. Tätergruppen agieren häufig hochmobil und schlagen an wechselnden Orten zu. In Dülmen-Merfeld etwa gab es zuletzt einen vergleichbaren Fall: Geldautomat in Dülmen-Merfeld gesprengt: Täter auf der Flucht.

Was tun bei einer Geldautomatensprengung in der Nähe?

Für Anwohner, die eine Detonation hören oder Rauch wahrnehmen, gilt: Ruhe bewahren, sofort den Notruf 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr/Rettungsdienst) wählen und das Gebäude oder den Bereich nicht eigenmächtig betreten. Gegebenenfalls sollten Fenster und Türen geschlossen werden, um sich vor möglichen Schadstoffen aus dem Sprengmittel zu schützen.

Wichtig ist auch: Täter niemals verfolgen oder konfrontieren. Wer verdächtige Personen, Fahrzeuge oder Kennzeichen beobachtet hat, sollte diese Informationen unverzüglich der Polizei mitteilen. Auch Videoaufnahmen von Überwachungskameras aus dem Umfeld können entscheidende Hinweise liefern.

Polizei sucht Zeugen: Hinweise zum Vorfall in Wermelskirchen

Das Kriminalkommissariat 23 der Polizei Köln bittet Zeugen, die in der Nacht zum Donnerstag, 30. April 2026, im Bereich der Telegrafenstraße in Wermelskirchen Beobachtungen gemacht haben – insbesondere zu den dunkel gekleideten Tätern, dem flüchtigen Roller oder verdächtigen Fahrzeugen – sich unter der Telefonnummer 0221 229-0 zu melden. Alternativ können Hinweise per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de übermittelt werden.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Auch der Polizeihubschrauber, der in der Tatnacht zum Einsatz kam, lieferte möglicherweise Bildmaterial, das die Fahndung nach den flüchtigen Tätern unterstützen kann. In einem ähnlichen Fall war es dem Einsatz von Luftüberwachung zu verdanken, dass ein Tatverdächtiger nach einem Einbruchversuch gefasst werden konnte: Polizeihubschrauber über Mauritz: Tatverdächtiger nach Einbruchversuch gefasst.

Der Vorfall in Wermelskirchen reiht sich in eine Serie von Geldautomatensprengungen in der Region ein, die die Sicherheitsbehörden vor erhebliche Herausforderungen stellen. Die Polizei Köln ermittelt nun mit Hochdruck, um die Täter zu identifizieren und die Hintermänner dieser mutmaßlich organisierten Tat zu ermitteln.

Quellen: Polizeipräsidium Köln, Presseportal Blaulicht – Stand: 30. April 2026, 10:10 Uhr

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