Gold und Silber geraten nach Zinssorgen deutlich unter Druck

Überfall auf eine Goldschmiede in Greven: Maskierter Täter bedroht Mitarbeiterin mit Pistole und flüchtet mit Schmuck.
Symbolbild: Zlaťáky.cz

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Der Goldpreis ist zum Wochenstart auf den niedrigsten Stand seit Ende März gefallen. Auch Silber, Platin und Palladium gaben nach. Auslöser sind vor allem steigende Anleiherenditen, ein fester US-Dollar und neue Inflationssorgen durch höhere Ölpreise. Gold lag zuletzt bei rund 4.540 Dollar je Feinunze, nachdem es zeitweise noch tiefer gefallen war.

Hohe Renditen machen Gold weniger attraktiv

Für Anleger verändert sich derzeit die Rechnung. Wenn Staatsanleihen höhere Renditen bieten, verliert Gold an relativer Attraktivität, weil es keine laufenden Zinsen abwirft. Zugleich verteuert ein starker Dollar das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums. Bereits am Freitag hatte Gold deutlich nachgegeben, während US-Renditen und Dollar zulegten.

Hinzu kommt die Sorge, dass steigende Energiepreise die Inflation wieder anheizen könnten. An den Märkten wird deshalb zunehmend darüber spekuliert, ob die US-Notenbank Zinssenkungen weiter hinausschiebt oder sogar wieder über höhere Zinsen nachdenken muss. Reuters berichtete zuletzt, dass Händler eine mögliche Fed-Zinserhöhung zum Jahreswechsel stärker einpreisen.

Silber verliert nach starker Phase ebenfalls

Silber geriet ebenfalls unter Druck. Nach einer starken Entwicklung fiel der Preis deutlich zurück; auch andere Edelmetalle schwächelten. Laut aktuellen Marktdaten lag Silber zuletzt bei rund 75,60 Dollar je Feinunze.

Damit zeigt sich: Die Edelmetallmärkte reagieren derzeit weniger auf klassische Krisenlogik als auf Zins- und Währungssignale. Solange Dollar, Renditen und Ölpreise hoch bleiben, dürfte die Lage bei Gold und Silber volatil bleiben.

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