Péter Magyar stellt Ungarns Ukraine-Kurs neu auf

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Ungarns neuer Ministerpräsident Péter Magyar setzt wenige Tage nach seinem Amtsantritt ein außenpolitisches Signal. Budapest und Kiew wollen in dieser Woche Beratungen über die Rechte der ungarischen Minderheit in der Westukraine aufnehmen. Das bestätigten die Außenministerien beider Länder. Im Mittelpunkt stehen praktische Lösungen für die rund 150.000 ethnischen Ungarn in Transkarpatien.

Gespräche mit Kiew nach Jahren der Spannung

Die Minderheitenfrage hatte die Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine über Jahre belastet. Unter Viktor Orbán blockierte Budapest wiederholt Schritte der Ukraine auf EU und Nato zu und verwies dabei auf die Lage der ungarischen Volksgruppe. Magyar hält zwar ebenfalls daran fest, dass deren Rechte gesichert werden müssten. Zugleich sucht seine Regierung aber einen kooperativeren Ton gegenüber Kiew.

Bruch mit Orbáns Russlandkurs

Der Kurswechsel zeigt sich auch im Umgang mit Moskau. Nach russischen Drohnenangriffen auf die Westukraine bestellte Ungarn den russischen Botschafter ein. Für Budapest ist das ein deutlicher Schritt, denn Orbán hatte trotz des russischen Angriffskriegs lange vergleichsweise enge Beziehungen zu Moskau gepflegt.

Neuer Regierungschef mit großem Reformdruck

Magyar wurde am 9. Mai 2026 als Ministerpräsident vereidigt. Seine Tisza-Partei hatte zuvor eine deutliche Parlamentsmehrheit errungen und damit Orbáns 16-jährige Regierungszeit beendet. Die neue Regierung kündigte Reformen bei Rechtsstaatlichkeit, Verwaltung und Wirtschaft an. Ein zentrales Ziel ist es, eingefrorene EU-Mittel freizubekommen und das Verhältnis zu Brüssel zu verbessern.

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