Rätsel nach Gothia Cup: Rund 20 Personen aus Äthiopien verschwunden

Gothia Cup Vermisstensuche, Jugendliche in Schweden vermisst
Quelle: Pixabay, brokerx

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Nach dem internationalen Jugendfußballturnier Gothia Cup in Göteborg fehlt von rund 20 Personen aus Äthiopien jede öffentlich bekannte Spur. Zu der Gruppe gehören überwiegend jugendliche Fußballspieler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sowie mindestens ein Betreuer. Obwohl die Jugendlichen offenbar Kontakt zu ihren Familien aufgenommen haben und wohlauf sein sollen, ist ihr Aufenthaltsort weiterhin unbekannt.

Gruppe verlässt Unterkunft ohne Abmeldung

Die äthiopische Mannschaft hatte am Gothia Cup teilgenommen, der vom 12. bis 18. Juli 2026 in Göteborg ausgetragen wurde. Am letzten Turniertag bemerkten Verantwortliche einer Schule, in der die Gruppe untergebracht gewesen war, dass die Jugendlichen und ihre Begleiter die Unterkunft verlassen hatten.

Bei den Veranstaltern hatten sie sich demnach nicht abgemeldet. Nachdem die Gruppe auch nicht wie vorgesehen nach Äthiopien zurückkehrte, wurde die schwedische Polizei eingeschaltet. Inzwischen werden die Vermissten auch mithilfe internationaler Behörden gesucht.

Der Fall wirkt vor allem deshalb rätselhaft, weil bislang nicht bekannt ist, wo sich die Jugendlichen und ihre Begleiter aufhalten und welches Ziel sie mit ihrem Verschwinden verfolgen. Gleichzeitig gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass sie Opfer einer Straftat geworden sein könnten.

Polizei vermutet freiwilliges Verschwinden

Nach Einschätzung der schwedischen Polizei spricht vieles dafür, dass die Gruppe die Unterkunft aus eigenem Entschluss verlassen hat. Hinweise auf Gewalt, Menschenhandel oder eine andere kriminelle Handlung liegen nach bisherigem Ermittlungsstand nicht vor.

Ob die Jugendlichen möglicherweise in Schweden oder einem anderen europäischen Land bleiben wollen, ist jedoch unklar. Die Polizei warnt davor, über die Beweggründe zu spekulieren. Bei der Suche arbeitet sie unter anderem mit der schwedischen Migrationsbehörde, der Grenzpolizei und ausländischen Behörden zusammen.

Familien sollen Kontakt zu Jugendlichen haben

Ein Vereinsverantwortlicher, der bereits vor der übrigen Gruppe nach Äthiopien zurückgereist sein soll, erklärte gegenüber den Organisatoren, die Jugendlichen hätten Kontakt zu ihren Familien aufgenommen. Nach seinen Angaben sollen sie wohlauf sein. Unabhängig bestätigt sind diese Informationen bislang offenbar nicht.

Auch der Aufenthaltsort der Gruppe ist weiterhin unbekannt. Daher bleibt offen, wo sich die Jugendlichen und ihre Begleiter befinden, weshalb sie ihre Unterkunft verlassen haben und was nach dem Ende des Gothia Cups geschehen ist.

 

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