
Die SpVgg Greuther Fürth hat im Zuge des Starts ins Kurztrainingslager eine klare personelle Entscheidung getroffen. Torhüter Pelle Boevink, Angreifer Leander Popp und Raul Marita gehören nicht mehr zur aktuellen Trainingsgruppe der Zweitliga-Profis. Das Trio soll künftig bei der U23 mitarbeiten. Der Kicker berichtete am Mittwoch über die Versetzung. Der Verein bestätigte anschließend offiziell, dass die drei Spieler nicht mit nach Bad Wörishofen gereist sind und fortan bei der zweiten Mannschaft trainieren werden.
Fürth reist ohne das Trio ins Allgäu
Die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel bezog am Mittwochnachmittag ihr Kurztrainingslager in Bad Wörishofen. Bis Samstag bereiten sich die Fürther dort auf die nächste Phase der Saisonvorbereitung vor. Zum Abschluss ist ein Testspiel gegen den FC Zürich vorgesehen.
Boevink, Popp und Marita reisten jedoch nicht mit ins Allgäu. Die Spielvereinigung erklärte, dass die Trainingsgruppe um die drei Spieler verkleinert worden sei. Sie sollen künftig bei der U23 mittrainieren. Damit ist bestätigt, dass das Trio zumindest im derzeitigen Trainingsbetrieb nicht mehr zum Profiaufgebot gehört. Zu möglichen Vereinswechseln, Vertragsauflösungen oder konkreten Zukunftsplänen machte Greuther Fürth keine Angaben.
Auch wenn der Verein nicht ausdrücklich von einer endgültigen Trennung spricht, ist die Zuordnung zur zweiten Mannschaft ein deutliches sportliches Signal. Boevink, Popp und Marita werden auf der offiziellen Mannschaftsseite weiterhin im Profikader geführt. Ihren Platz in der täglichen Trainingsarbeit der ersten Mannschaft haben sie vorerst jedoch verloren.
Der Kicker fasst die Entscheidung entsprechend als Versetzung des Trios in die U23 zusammen. Für die drei Akteure dürfte es nun darum gehen, sich über das Training und mögliche Einsätze bei der Regionalligamannschaft erneut zu empfehlen. Denkbar wäre ebenfalls, dass bis zum Ende der Transferperiode nach einer anderen sportlichen Lösung gesucht wird. Entsprechende Gespräche oder konkrete Interessenten sind bislang allerdings nicht bestätigt.
Boevink, Popp und Marita sind nicht die einzigen Akteure, die nicht mit nach Bad Wörishofen gefahren sind. Benjamin Zank befindet sich nach Angaben des Vereins weiterhin in der Reha. Maximilian Dietz und Noah König fehlen aus einem anderen Grund: Beide führen demnach Gespräche mit anderen Vereinen. Wie weit diese Gespräche fortgeschritten sind, teilte die Spielvereinigung nicht mit.
Gleichzeitig nutzt Fürth das Trainingslager, um mehrere Nachwuchsspieler enger an die erste Mannschaft heranzuführen. Theo Menapace, Pepe Mendes, Luis Daehne und Jakob Krautkrämer gehören zum Aufgebot im Allgäu. Auch Florian Hellstern, der nach seiner Rückkehr von der U19-Europameisterschaft erstmals wieder mit der Mannschaft trainierte, ist dabei. Die Zusammensetzung zeigt, dass Trainer Heiko Vogel den Profikader vor dem Saisonstart weiter ordnet und jungen Spielern Möglichkeiten eröffnet.
U23 bleibt in der Regionalliga Bayern
Für Boevink, Popp und Marita führt der Weg nun zunächst zur Fürther U23. Die zweite Mannschaft tritt auch in der kommenden Saison in der Regionalliga Bayern und damit in der vierthöchsten Spielklasse an. Den Klassenerhalt hatte das Team erst Anfang Juni in der Relegation gegen den ASV Cham gesichert. Nach einem 3:1 im Hinspiel gewann Fürth auch das Rückspiel mit 1:0.
Damit können die drei Akteure weiterhin auf einem anspruchsvollen Niveau trainieren und Spielpraxis sammeln. Ob die neue Zuordnung dauerhaft gilt, ließ der Verein offen. Ebenso ist noch nicht bekannt, ob einer der Spieler Greuther Fürth im weiteren Verlauf des Sommers verlassen wird. Fest steht derzeit lediglich: Im Kurztrainingslager und in der verkleinerten Trainingsgruppe der Profis spielen Boevink, Popp und Marita keine Rolle mehr.
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