PayPal-Aktie explodiert: Stripe und Advent planen Übernahme

Intel Aktie – Kursanstieg an der Nasdaq
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Eine mögliche Übernahme von PayPal sorgt an der Wall Street für erhebliche Kursbewegungen. Der Zahlungsdienstleister Stripe und der Finanzinvestor Advent International sollen gemeinsam ein Angebot für den US-Finanzkonzern vorgelegt haben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters bieten die Interessenten 60,50 Dollar je PayPal-Aktie. Eine Übernahme ist bislang jedoch weder abgeschlossen noch von den beteiligten Unternehmen bestätigt worden. wertet PayPal mit mehr als 53 Milliarden Dollar

Reuters beruft sich auf zwei mit den vertraulichen Gesprächen vertraute Personen. Demnach soll die Offerte bereits Anfang Juli eingereicht worden sein. Der gebotene Preis von 60,50 Dollar je Aktie entspreche einem Aufschlag von rund 28 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag. Insgesamt würde PayPal damit mit mehr als 53 Milliarden Dollar bewertet. Geschäft soll durch Finanzierungszusagen von Banken in Höhe von rund 50 Milliarden Dollar abgesichert sein. Nach dem bislang bekannten Modell würden Stripe und Advent PayPal gemeinsam übernehmen und jeweils die Hälfte des Unternehmens halten. Eine anschließende Aufspaltung des Zahlungsdienstleisters sei nicht vorgesehen. Diese Angaben stammen jedoch ausschließlich aus dem Reuters-Bericht und sind nicht offiziell bestätigt. g griff die Informationen auf, verwies dabei aber ebenfalls auf die Reuters-Recherche. Das US-Medium hatte bereits im Februar berichtet, Stripe prüfe einen Kauf von PayPal oder einzelnen Geschäftsbereichen. Damals befanden sich die Überlegungen offenbar noch in einem frühen Stadium. Das nun genannte konkrete Angebot würde daher eine deutliche Verschärfung der Übernahmebemühungen bedeuten. angeblich noch nicht reagiert

Nach Angaben der Reuters-Quellen habe PayPal bislang nicht auf die Offerte reagiert. Stripe und Advent wollten versuchen, die Gespräche in den kommenden Wochen voranzutreiben. Es gebe allerdings keine Gewissheit, dass aus dem Vorstoß tatsächlich eine Transaktion werde. PayPal, Stripe und Advent lehnten gegenüber Reuters eine Stellungnahme ab. offen, ob der PayPal-Verwaltungsrat das Angebot prüfen, ablehnen oder Verhandlungen über einen höheren Preis aufnehmen würde. Das Handelsblatt berichtete unter Berufung auf Reuters ebenfalls über die Offerte und verwies darauf, dass manche Investoren den genannten Kaufpreis für zu niedrig halten. Auch Analysten sehen laut Reuters die Möglichkeit, dass das bisherige Angebot lediglich den Ausgangspunkt weiterer Verhandlungen darstellen könnte. in den vergangenen Jahren erheblich an Börsenwert verloren. Auf dem Höhepunkt während des Booms digitaler Bezahlangebote im Jahr 2021 war der Konzern zeitweise rund 360 Milliarden Dollar wert. Reuters zufolge sank die Marktkapitalisierung in diesem Jahr zeitweise auf etwa 36 Milliarden Dollar. Innerhalb von zwölf Monaten habe die Aktie mehr als 40 Prozent an Wert eingebüßt. nte Zugang zu Millionen Privatkunden erhalten

Aus strategischer Sicht könnten sich die Geschäftsmodelle von Stripe und PayPal ergänzen. Stripe konzentriert sich vor allem auf die technische Zahlungsabwicklung für Händler und Unternehmen. PayPal verfügt dagegen über direkte Beziehungen zu mehr als 430 Millionen Kundenkonten sowie über bekannte Angebote wie Venmo und den PayPal-Bezahlknopf in Onlineshops. chluss würde nach Reuters-Berechnungen eine der weltweit größten Plattformen für Onlinezahlungen schaffen. Gemeinsam könnten die Unternehmen jährlich ein Zahlungsvolumen von rund 3,7 Billionen Dollar abwickeln. Stripe könnte dadurch seine Position im Geschäft mit digitalen Geldbörsen, Zahlungen zwischen Privatpersonen und weiteren Finanzdienstleistungen ausbauen. g könnte zudem dazu führen, dass ein größerer Teil der Transaktionen innerhalb der eigenen Systeme abgewickelt wird. Dadurch ließe sich möglicherweise die Abhängigkeit von anderen Zahlungsnetzwerken reduzieren. Auch für Stripes Aktivitäten rund um digitale Währungen und sogenannte Stablecoins wäre die große PayPal-Nutzerbasis strategisch interessant.

PayPal-Aktie steigt zeitweise zweistellig

An der Börse lösten die Übernahmeberichte deutliche Kursgewinne aus. Die PayPal-Aktie lag am Mittwochabend bei rund 55 Dollar und damit etwa 16 Prozent über dem vorherigen Schlusskurs. Im Tagesverlauf war das Papier zeitweise bis auf 57,72 Dollar gestiegen. Das Handelsblatt meldete zum US-Börsenstart ebenfalls einen Anstieg von mehr als 16 Prozent. s blieb damit trotz des kräftigen Sprungs unter dem angeblichen Angebotspreis von 60,50 Dollar. Dieser Abstand zeigt, dass Anleger weiterhin erhebliche Unsicherheiten einpreisen. Neben einer möglichen Ablehnung durch PayPal könnten die Finanzierung, regulatorische Prüfungen und die konkrete Ausgestaltung des Zusammenschlusses zu Hürden werden.

Entscheidend dürfte nun sein, ob sich PayPal offiziell zu dem Bericht äußert und ob Stripe sowie Advent ihr Interesse öffentlich bestätigen. Bis dahin bleibt die mögliche PayPal-Übernahme ein nicht abgeschlossenes Szenario, das ausschließlich auf Informationen aus mit den Gesprächen vertrauten Kreisen beruht.

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