
Großbrand Sägewerk Ferna: In der Nacht zum 24. April 2026 ist in einem Sägewerk im thüringischen Ferna (Landkreis Eichsfeld) ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Zwei große Lagerhallen brannten vollständig nieder — Arbeitsmaschinen, Werkzeuge und Gabelstapler wurden vollständig vernichtet. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf über eine Million Euro. Nun ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen wegen des Verdachts auf Brandstiftung.
Gegen 0:30 Uhr gingen in der Dorfstraße in Ferna die ersten Notrufe ein. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, standen die beiden benachbarten Lagerhallen bereits vollständig in Flammen. Eine Ausbreitung auf das unmittelbar angrenzende Wohngebäude konnte die Feuerwehr noch verhindern — das Wohnhaus blieb unbeschädigt. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
Die Hallen gehörten zu einem Sägewerksbetrieb in der kleinen Gemeinde Ferna, die zur Verbandsgemeinde Lindenberg/Eichsfeld gehört. In den Hallen lagerten neben Holz und Rohmaterial auch schwere Arbeitsmaschinen, Werkzeuge und Gabelstapler. Alles davon wurde durch das Feuer vernichtet. Für den Betrieb bedeutet der Verlust einen wirtschaftlich massiven Rückschlag.
Ähnliche Einsätze kennen die Feuerwehren in der Region: Erst wenige Wochen zuvor hatte ein Großbrand in Themar eine Lagerhalle in Flammen aufgehen lassen — auch dort entstand Millionenschaden.
Nach dem Erlöschen des Brandes rückten Brandursachenermittler der Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen an. Nach eingehender Untersuchung des Brandortes kommen die Spezialisten zu einem ersten klaren Ergebnis: Die vorliegenden Erkenntnisse deuten auf vorsätzliche Brandstiftung hin. Die Ermittlungen dauern an. Zu einem möglichen Motiv oder zu Tatverdächtigen hat die Polizei bislang keine öffentlichen Angaben gemacht.
Brandstiftungen in Gewerbebetrieben haben in Deutschland in den vergangenen Jahren zugenommen. Der finanzielle Schaden solcher Taten geht häufig weit über den unmittelbaren Sachschaden hinaus — Betriebe müssen schließen, Arbeitsplätze gehen verloren. Auch im Fall des Sägewerks in Ferna ist unklar, ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Zeugen, die in der Tatnacht verdächtige Wahrnehmungen in der Nähe der Dorfstraße gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Nordhausen zu melden.
Erst vor kurzem hatte auch in Geesthacht eine Brandserie Schlagzeilen gemacht: Mehrere Autos brannten in der Nacht, die Polizei ermittelt ebenfalls wegen Brandstiftung.
Die beiden zerstörten Hallen des Sägewerks in Ferna sind wirtschaftlich nicht zu ersetzen. Der Sachschaden wurde von den Ermittlern auf mehr als eine Million Euro beziffert — ein Betrag, der für einen mittelständischen Handwerksbetrieb existenzbedrohend sein kann. In den Hallen befanden sich neben teuren Industriemaschinen auch die gesamte Grundausstattung des Betriebs. Ohne Fördermittel oder Versicherungsleistungen dürfte ein Wiederaufbau kaum in absehbarer Zeit möglich sein.
Ferna ist eine kleine Gemeinde im nördlichen Eichsfeld, das für seine dichte Handwerks- und Gewerbetradition bekannt ist. Ein Sägewerksbetrieb hat dort nicht nur wirtschaftliche, sondern auch strukturelle Bedeutung für die Region. Für die Gemeinde ist der Vorfall ein schwerer Schlag. Die lokale Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle gebracht und das Schlimmste verhindert — die Lagerhallen selbst waren jedoch nicht mehr zu retten.
Die Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. Zur Aufklärung des Falls bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe: Wer in der Nacht zum 24. April 2026 in der Ortschaft Ferna, insbesondere in der Nähe der Dorfstraße, verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, soll sich unter der Telefonnummer der Polizei Nordhausen melden. Hinweise können auch anonym gegeben werden.
Dass Brände in der Region nicht immer auf Unachtsamkeit zurückzuführen sind, zeigen Fälle wie diese. Auch ein Brand in Mühlhausen hatte zuletzt die Ermittlungsbehörden beschäftigt. Die Ermittler im Fall Ferna hoffen nun auf Zeugenaussagen, die zu einer schnellen Aufklärung beitragen.
Quellen: Volksstimme, eichsfeldnachrichten.de, Presseportal (Landespolizeiinspektion Nordhausen)
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu