
Holy Energy ist der Name, der in der deutschen Getränkebranche gerade für Furore sorgt: Das Berliner Startup hat Energydrinks in Pulverform neu erfunden – und ist damit auf dem Weg, Red Bull und Monster Konkurrenz zu machen. Mit einem Umsatz von 170 Millionen Euro im Jahr 2025 und einer Investitionsrunde über 10,5 Millionen Euro zeigt Holy Energy, dass die Idee, Pulver statt Dose zu verkaufen, mehr als nur eine Nische ist.
Holy Energy wurde 2020 von Frederick Jost, Philipp Nass und Mathias Horsch in Berlin gegründet. Das Konzept ist denkbar einfach, aber revolutionär: Statt fertig abgefüllter Dosen verkauft Holy Energy aromatisiertes Pulver, das Kunden selbst mit Wasser mischen. Das spart Verpackungsmüll, reduziert Transportgewicht und macht den Konsum flexibler. Unter dem Markennamen Holy Energy gibt es klassische Energydrink-Varianten mit Koffein und Vitaminen, während Holy Hydration auf Elektrolyte für Sport und Alltag setzt. Beide Produktwelten kommen ohne Zuckerzusatz aus – ein Argument, das bei gesundheitsbewussten Konsumenten gut ankommt. Innerhalb weniger Jahre baute das Unternehmen eine loyale Community von 2,5 Millionen Kunden in sieben Märkten auf, darunter Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien.
Der Durchbruch als ernsthafter Marktplayer kam mit der Series-A-Finanzierungsrunde, in der Holy Energy 10,5 Millionen Euro einsammelte. Angeführt wurde die Runde vom globalen Wagniskapitalgeber Left Lane Capital. Damit stieg das gesamte eingeworbene Kapital des Berliner Startups auf rund 12,3 Millionen Euro. Zu den weiteren Investoren zählen FoodLabs, Simon Capital und der Londoner Konsumfonds V3 Ventures. Auch prominente Unternehmer beteiligten sich: Bela Seebach, Mitgründer von Just Spices, sowie Benjamin Kremer und Noel Bollmann, die Gründer von YFood, investierten in Holy Energy. Für die Startupszene in Deutschland gilt Holy Energy als Paradebeispiel dafür, wie innovative Geschäftsmodelle im Consumer-Goods-Bereich auch ohne klassisches Produktformat wachsen können. Das eingeworbene Kapital soll für die Sortimentserweiterung und die weitere Versorgung des stationären Handels genutzt werden.
Der nächste große Schritt für Holy Energy war die Offensive im stationären Einzelhandel. Im Januar 2026 startete das Unternehmen seine bislang größte Point-of-Sale-Kampagne: Auffällige Display-Auftritte in mehr als 6.000 Geschäften in Deutschland und Österreich, darunter Filialen von Rewe, Edeka und Globus, sorgten für ein bisher ungekanntes Markenbild im Regal. Zum ersten Mal war in jedem Starter-Set ein Rubbellos enthalten – mit der Chance, eines von zehn personalisierten Holy-Canyon-E-Bikes im Wert von je 3.000 Euro zu gewinnen. Für deutsche Startups, die den Sprung in den stationären Handel wagen, ist Holy Energy ein Vorzeigebeispiel: Vom reinen Online-Direktvertrieb zur flächendeckenden Supermarktpräsenz. Die Lebensmittelzeitung berichtete zudem, dass Holy Energy die Internationalisierung weiter beschleunigt und mittelfristig unter die Top-3-Energydrink-Marken in Europa vordringen will.
Nicht alle Stimmen zu Holy Energy sind positiv. Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat Warnungen zum Koffeingehalt des Pulvergetränks veröffentlicht und weist auf potenzielle Risiken hin, insbesondere für Kinder, Jugendliche und koffeinempfindliche Personen. Holy Energy enthält laut Produktangaben mikroverkapseltes Koffein, das nach Angaben des Unternehmens verträglicher sein soll als klassisches Koffein aus Energydosen. Ob das Produkt tatsächlich gesünder als herkömmliche Energydrinks ist, lässt sich pauschal nicht sagen und hängt von der individuellen Dosierung ab. Verbraucher sollten die Produktinformation aufmerksam lesen und die empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten. Holy Energy gibt an, auf natürliche Zutaten zu setzen und volle Transparenz über die Inhaltsstoffe zu bieten.
Quellen: Tagesspiegel, Silicon Canals, lzdirekt.de, Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, Lebensmittelzeitung
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