Inflationsdruck bremst die Wall Street, doch Tech-Werte halten dagegen

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Quelle: Pixabay, TheInvestorPost

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Neue Preisdaten aus den USA setzen die US-Börsen heute unter Druck. Besonders klassische Standardwerte geraten im frühen Handel ins Minus, während Technologieaktien vergleichsweise stabil bleiben. Der Dow Jones verliert rund 0,5 Prozent, der S&P 500 gibt leicht nach. Die Nasdaq profitiert dagegen von neuer Nachfrage nach Chip- und KI-Werten.

Erzeugerpreise steigen deutlich stärker als erwartet

Der wichtigste Belastungsfaktor kommt aus der Inflationsfront. Die US-Erzeugerpreise legten im April um 1,4 Prozent zum Vormonat zu. Erwartet worden war lediglich ein Plus von 0,5 Prozent. Auf Jahressicht stiegen die Produzentenpreise um 6,0 Prozent und erreichten damit den höchsten Stand seit Ende 2022.

Für Anleger ist diese Entwicklung brisant, weil Produzentenpreise häufig mit Verzögerung auf Verbraucherpreise durchschlagen. Steigende Energie-, Transport- und Herstellungskosten können Unternehmen dazu zwingen, ihre Preise anzuheben oder geringere Margen zu akzeptieren. Beides belastet die Erwartungen an Gewinne und Konsum.

Zugleich rückt die US-Notenbank Fed wieder stärker in den Fokus. Höhere Inflationsdaten verringern die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen. Am Markt wächst die Sorge, dass die Geldpolitik länger restriktiv bleiben muss, als viele Investoren zuletzt erwartet hatten.

Chipwerte stützen die Nasdaq trotz schwächerer Marktbreite

Während der Dow unter Druck steht, bleiben Tech-Werte gefragt. Besonders Halbleiteraktien profitieren von der Erwartung, dass die Nachfrage nach KI-Anwendungen weiter hohe Investitionen in Chips, Speicher und Rechenzentren auslöst. Der Philadelphia Semiconductor Index legte deutlich zu und stützte damit auch die Nasdaq.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Sektor durch den China-Besuch von US-Präsident Donald Trump. Bei den Gesprächen in Peking geht es auch um Handelsfragen und Wettbewerbsbedingungen für amerikanische Unternehmen. Begleitet wird Trump von mehreren prominenten Wirtschaftsvertretern, darunter Tesla-Chef Elon Musk und Nvidia-Chef Jensen Huang.

Unter den Einzelwerten standen vor allem Chip- und Speicherunternehmen im Fokus. Micron und Marvell Technology legten deutlich zu. Auch Wolfspeed zeigte starke Schwankungen. Deutlich schwächer entwickelten sich dagegen die in New York gehandelten Aktien von Birkenstock. Der deutsche Sandalenhersteller enttäuschte Anleger mit seinen Quartalszahlen, die Aktie verlor zeitweise deutlich.

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