Jünger und vielfältiger: WDR plant Umbau seiner Radioprogramme

Jünger und vielfältiger: WDR plant Umbau seiner Radioprogramme
Foro: WDR/Adobe/Syda Productions

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Der WDR will seine WDR junge Radiowellen NRW neu ausrichten und damit ab Anfang 2027 gezielter jüngere Zielgruppen erreichen. Wie der Sender mitteilt, sollen die bisherigen Angebote 1LIVE, 1LIVE DIGGI und COSMO künftig strategisch enger zusammengeführt und zugleich klarer profiliert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem junge Menschen, die bislang nur wenig Kontakt zu WDR-Angeboten haben, sowie Zielgruppen mit internationalen Biografien.

Drei Programme sollen unter einer gemeinsamen Linie weiterentwickelt werden

Nach den Plänen des Senders sollen die drei bisherigen jungen Wellen künftig unter dem Dach von 1LIVE gebündelt werden. Die bekannte Hauptmarke 1LIVE bleibt dabei bestehen. COSMO soll stärker auf eine kulturell diverse und urbane Community ausgerichtet werden. Eine wichtige Rolle soll dabei HipHop spielen, den der WDR als zentrale und verbindende Jugendkultur versteht. Das dritte Programm, das wie bisher online und über DAB+ erreichbar sein soll, richtet sich an junge Menschen, die sich bewusst eine ruhigere und weniger aufgeregte Medienumgebung wünschen.

1LIVE COSMO Neuaufstellung soll mehr junge Menschen in NRW erreichen

Mit der geplanten 1LIVE COSMO Neuaufstellung reagiert der WDR auf veränderte Mediengewohnheiten. Junge Nutzerinnen und Nutzer greifen laut Sender heute deutlich situativer und plattformübergreifender auf Audioangebote zu als noch vor einigen Jahren. Deshalb sollen die Programme künftig stärker als digitale Medienmarken gedacht und weiterentwickelt werden. Der WDR verweist in diesem Zusammenhang auch auf die gesellschaftliche Realität in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 40 Prozent der unter 30-Jährigen haben nach Senderangaben eine Einwanderungsgeschichte. Diese Vielfalt soll sich künftig stärker in Themenauswahl, Perspektiven und Ansprache widerspiegeln.

WDR Radioreform NRW steht noch unter Vorbehalt der Gremien

Fest beschlossen ist der Umbau noch nicht. Das Vorhaben muss nach Angaben des WDR zunächst noch von den zuständigen Gremien beraten und gebilligt werden. Der Sender ordnet die geplante WDR Radioreform NRW zudem in einen größeren medienpolitischen Rahmen ein. Die Neuausrichtung der jungen Programme steht im Zusammenhang mit dem Reformstaatsvertrag, der Ende 2025 in Kraft getreten ist. Der Relaunch soll schrittweise ab Anfang 2027 umgesetzt werden. Damit bereitet der WDR seine junge WDR Programme 2027 auf neue Nutzungsgewohnheiten und eine breitere Ansprache im Land vor.

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