Vom Absteiger zum Aufsteiger: Guttau geht nach Cottbus

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Julian Guttau verlässt den FC Erzgebirge Aue nach nur einer Saison und schließt sich Energie Cottbus an. Der Zweitliga-Aufsteiger bestätigte den Transfer am Samstag. Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt vom Drittliga-Absteiger aus dem Erzgebirge und erhält in Cottbus einen Vertrag für die kommende Saison. Für Guttau ist es der erste Schritt in die 2. Bundesliga.

Energie Cottbus holt Guttau für das Mittelfeld

Energie Cottbus treibt die Kaderplanung für die Saison 2026/27 weiter voran. Nach der Rückkehr von Leonardo Bittencourt verpflichtet der Aufsteiger nun mit Julian Guttau einen weiteren Spieler für das Mittelfeld. Der Verein beschreibt ihn als erfahrenen Akteur, der den Kader in der 2. Bundesliga ergänzen soll. Trainer Claus-Dieter Wollitz verwies bei der Vorstellung auf Guttaus Flexibilität und seine Torgefahr aus dem Mittelfeld. Kaderplaner Maniyel Nergiz erklärte, Guttau passe in das gesuchte Anforderungsprofil für den neuen Cottbuser Kader.

Guttau kommt mit viel Drittliga-Erfahrung

Julian Guttau wurde am 29. Oktober 1999 in Halle an der Saale geboren. Transfermarkt führt ihn als 1,80 Meter großen offensiven Mittelfeldspieler. Ausgebildet wurde er zunächst bei der SG Einheit Halle, später spielte er lange für den Halleschen FC. Dort gelang ihm auch der Sprung in den Profibereich. Nach Stationen beim SC Freiburg und beim TSV 1860 München wechselte er im Sommer 2025 zu Erzgebirge Aue. Insgesamt kommt Guttau nach Vereinsangaben auf 238 Einsätze in der 3. Liga, dazu 29 Tore und 32 Vorlagen.

Bei Aue blieb Guttau nur ein Jahr

Für Erzgebirge Aue war Guttau in der abgelaufenen Saison trotz schwieriger Gesamtlage einer der auffälligeren Offensivspieler. Laut MDR absolvierte er 26 Drittligaspiele für Aue, erzielte sieben Tore und bereitete vier Treffer vor. Den Abstieg des Traditionsvereins aus der 3. Liga konnte er damit nicht verhindern. Für Aue ist sein Abgang sportlich empfindlich, weil mit Guttau ein Spieler geht, der trotz Verletzungsproblemen direkte Torbeteiligungen lieferte und im offensiven Mittelfeld mehrere Rollen ausfüllen konnte.

Vertragssituation wurde durch den Abstieg bestimmt

Bei Aue war Guttau ursprünglich länger gebunden. Transfermarkt führte seinen Vertrag beim FC Erzgebirge bis zum 30. Juni 2027. Bereits vor der offiziellen Cottbuser Bekanntgabe hatte Bild berichtet, dass dieser Vertrag nicht für die Regionalliga gelte. Durch den Abstieg konnte Guttau demnach ablösefrei auf den Markt kommen. Energie Cottbus bestätigte bei der Vorstellung keinen mehrjährigen Vertrag, sondern sprach von der Verpflichtung für die kommende Spielzeit. MDR berichtet ausdrücklich von einem Einjahresvertrag in Cottbus.

Cottbus bekommt Erfahrung für den Klassenerhalt

Sportlich passt der Transfer zur Lage des FC Energie. Cottbus kehrt nach zwölf Jahren in die 2. Bundesliga zurück und muss einen Kader formen, der die höhere Intensität und Qualität der Liga auffangen kann. Guttau bringt keine Zweitliga-Erfahrung mit, aber viele Spiele auf hohem Drittliga-Niveau. Für einen Aufsteiger kann genau dieses Profil interessant sein: ein Spieler im besten Fußballalter, variabel im offensiven Mittelfeld einsetzbar, mit Standards, Abschlussstärke und Erfahrung in engen Drittligaspielen. Er wird in Cottbus nicht automatisch als Unterschiedsspieler der 2. Liga starten, erhöht aber die Optionen im Zentrum und zwischen den Linien.

Aue verliert Qualität in der Offensive

Für Erzgebirge Aue ist der Wechsel Teil des größeren Umbruchs nach dem Abstieg. Der Verein muss den Kader für die Regionalliga neu aufstellen und verliert mit Guttau einen Spieler, der im Vorjahr noch als wichtiger Baustein für die Offensive verpflichtet worden war. Besonders bitter ist der Zeitpunkt: Nach nur einer Saison endet das Kapitel bereits wieder. Aue verliert damit Torgefahr, Kreativität und Erfahrung aus der 3. Liga. Für Cottbus dagegen ist der Wechsel ein weiterer Baustein in einer Transferphase, in der der Klub gezielt Spieler mit Erfahrung und klarer Rollenperspektive verpflichtet.

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