Kellerbrand in Parchim verletzt 25 Menschen und zwingt mehr als 80 Bewohner aus ihren Wohnungen

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Kellerbrand in Parchim hat in der Nacht zum Donnerstag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. In der Walter-Hase-Straße brannte es nach bisherigen Erkenntnissen im Kellerbereich von mindestens zwei Wohnblöcken. Mehr als 80 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. 25 Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt. Einige von ihnen kamen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser. Die Ursache des Feuers war am Donnerstagvormittag noch ungeklärt.

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Feuer bricht gegen 23.30 Uhr in Kellerräumen aus

Der Einsatz begann gegen 23.30 Uhr am Mittwochabend. Das Feuer hatte sich nach den bisherigen Erkenntnissen in mehreren Kellerräumen ausgebreitet. Im Zusammenhang mit dem Brand kam es zu mehreren Verpuffungen. Rauch zog auch in angrenzende Hausaufgänge, sodass zahlreiche Wohnungen vorsorglich geräumt werden mussten.

Feuerwehren aus Parchim und umliegenden Orten rückten mit einem Großaufgebot an. Insgesamt waren rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Beteiligt waren unter anderem Kräfte aus Parchim, Lübz und Spornitz. Hinzu kamen Polizei und Rettungsdienst. Die Feuerwehr konnte den Brand im Verlauf der Nacht löschen.

Die Dimension des Einsatzes ergab sich nicht allein aus dem eigentlichen Feuer. Durch die Rauchentwicklung in den Wohngebäuden musste eine große Zahl von Menschen gleichzeitig aus ihren Wohnungen gebracht und medizinisch gesichtet werden. Die betroffenen Häuser liegen in einem dicht bewohnten Bereich der Kreisstadt Parchim im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

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Mehr als 80 Menschen müssen Wohnblöcke verlassen

Nach dem aktuellen Stand der Polizei wurden mehr als 80 Anwohner vorsorglich evakuiert. Frühere Angaben sprachen teilweise von rund 100 Menschen, die ihre Wohnungen verlassen mussten. Die amtliche Polizeimeldung vom Donnerstagmorgen nennt mehr als 80 Evakuierte.

Für die Bewohner wurde eine nahegelegene Turnhalle als vorläufige Unterkunft genutzt. Dort konnten sich Menschen aufhalten, die wegen des Einsatzes zunächst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Ob und wann sämtliche Bewohner wieder Zugang zu den Gebäuden erhalten, war am Vormittag noch nicht abschließend geklärt.

Die betroffenen Wohnblöcke wurden im Zuge der kriminalpolizeilichen Maßnahmen beschlagnahmt. Damit soll insbesondere sichergestellt werden, dass mögliche Spuren am Brandort untersucht werden können. Eine gesonderte öffentliche Mitteilung der Stadt Parchim oder des Landkreises Ludwigslust-Parchim mit weitergehenden Angaben zur längerfristigen Unterbringung der Bewohner lag am Donnerstagvormittag zunächst nicht vor.

25 Menschen erleiden Rauchgasvergiftungen

Die Polizei bestätigte 25 Leichtverletzte. Sie hatten Rauchgas eingeatmet. Mehrere Bewohner wurden noch am Einsatzort medizinisch versorgt. Einige Verletzte mussten anschließend zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden.

Hinweise auf Schwerverletzte oder Todesopfer lagen zunächst nicht vor. Die hohe Zahl medizinisch betreuter Bewohner verdeutlicht dennoch die Auswirkungen der starken Rauchentwicklung in den betroffenen Wohnhäusern.

Rauch kann sich bei Kellerbränden über Treppenhäuser und andere Gebäudeteile ausbreiten und dadurch auch Wohnungen gefährden, die nicht unmittelbar vom Feuer betroffen sind. Aus diesem Grund wurden auch angrenzende Aufgänge geräumt. Die Evakuierung diente dem Schutz der Bewohner während der Löscharbeiten und der anschließenden Sicherung der Gebäude.

Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache

Nach dem Löschen des Feuers übernahm die Kriminalpolizei die weiteren Untersuchungen. Sie ermittelt wegen des Verdachts der besonders schweren Brandstiftung. Dabei handelt es sich um den derzeitigen strafrechtlichen Ermittlungsansatz und nicht um eine Feststellung der Ursache.

Warum das Feuer ausbrach und wodurch die Verpuffungen ausgelöst wurden, war zunächst nicht geklärt. Ein Brandursachenermittler sollte den Brandort im Laufe des Donnerstagvormittags im Auftrag der Staatsanwaltschaft untersuchen. Die betroffenen Bereiche blieben deshalb zunächst gesichert.

Die Polizei sucht zudem nach Zeugen, die Beobachtungen im Umfeld der Walter-Hase-Straße gemacht haben oder Angaben zum Brandgeschehen machen können. Gesicherte Angaben zu möglichen Verantwortlichen lagen am Vormittag nicht vor. Auch zu einem konkreten Auslöser des Brandes gab es zunächst keine bestätigten Erkenntnisse.

Sachschaden wird auf rund 500.000 Euro geschätzt

Der materielle Schaden ist nach einer ersten Einschätzung erheblich. Die Polizei bezifferte ihn vorläufig auf rund 500.000 Euro. Dabei handelt es sich um eine erste Schätzung, die sich nach detaillierten Untersuchungen der betroffenen Gebäude noch verändern kann.

Welche Teile der Wohnblöcke neben den Kellerräumen durch Feuer, Rauch oder die Löscharbeiten beschädigt wurden, war zunächst nicht im Detail bekannt. Ebenso lagen noch keine abschließenden Angaben dazu vor, ob einzelne Wohnungen vorübergehend unbewohnbar bleiben.

Für die Bewohner hängt eine Rückkehr vor allem davon ab, wann die kriminalpolizeilichen Untersuchungen abgeschlossen sind und die Gebäude wieder freigegeben werden können. Bis dahin bleibt die Turnhalle die bestätigte erste Anlaufstelle für die Evakuierten, die nicht anderweitig unterkommen konnten.

Mit mehr als 80 aus ihren Wohnungen gebrachten Menschen und 25 Verletzten gehört der Brand zu den größeren Feuerwehreinsätzen der vergangenen Zeit in der Region. Im Mittelpunkt stehen nun die Untersuchung des Brandortes, die Klärung der Ursache und die Frage, wann die betroffenen Wohngebäude wieder genutzt werden können.

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