Michael Schultz trainiert bei Viktoria Köln mit

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Michael Schultz hält sich derzeit bei seinem früheren Verein Viktoria Köln fit. Der 33 Jahre alte Innenverteidiger ist seit dem 1. Juli 2026 vereinslos, nachdem sein Vertrag bei Rot-Weiss Essen ausgelaufen war. Über eine Verpflichtung durch den Kölner Drittligisten ist jedoch nichts bekannt. Laut einem Bericht von RevierSport finde die Teilnahme am Training zunächst „völlig unverbindlich“ statt. Dem Bericht zufolge sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass sich daraus zu einem späteren Zeitpunkt mehr entwickeln könnte. Eine Einigung, einen Vertrag oder konkrete Verhandlungen gibt es bislang nicht.

Schultz hält sich beim früheren Verein fit

Seit Montag, 20. Juli, soll Schultz bei der Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm mittrainieren. Bestätigt ist damit lediglich, dass der erfahrene Abwehrspieler die Trainingsmöglichkeiten in Köln-Höhenberg nutzt. Dass daraus automatisch ein Transfer werde, lässt sich daraus nicht ableiten.

Nach Darstellung von RevierSport sei die aktuelle Lösung zunächst ohne weitere Verpflichtungen vereinbart worden. Schultz könne sich auf diese Weise unter professionellen Bedingungen fit halten, während Viktoria Köln einen Spieler im Training habe, der den Verein, das Umfeld und einen Teil der Mannschaft bereits kenne.

Dem Bericht zufolge könne eine spätere Zusammenarbeit zwar nicht vollständig ausgeschlossen werden. Konkrete Hinweise auf Vertragsgespräche oder eine bevorstehende Unterschrift gebe es aber nicht. Schultz befinde sich demnach weiterhin auf Vereinssuche. Zuletzt soll er auch Kontakt zu anderen Drittligisten gehabt haben.

Zwei Jahre als Kapitän bei Rot-Weiss Essen

Schultz war im Sommer 2024 von Viktoria Köln zu Rot-Weiss Essen gewechselt. Die Essener hatten den groß gewachsenen Innenverteidiger damals als erfahrenen Führungsspieler verpflichtet. Bereits in seiner ersten Saison an der Hafenstraße trug er die Kapitänsbinde. Auch für die Spielzeit 2025/26 war er von RWE als Mannschaftskapitän bestätigt worden.

Insgesamt absolvierte Schultz nach Angaben von Rot-Weiss Essen während seiner beiden Jahre 75 Pflichtspiele für den Verein. Dabei erzielte er ein Tor. Nach dem Ende der Saison 2025/26 gehörte er zu den Spielern, deren Verträge nicht verlängert wurden. Seine Zeit bei RWE endete offiziell am 30. Juni, seit dem 1. Juli ist er ohne Verein.

Sportlich war Schultz in Essen vor allem als zweikampfstarker und kopfballstarker Innenverteidiger eingeplant. Durch seine Erfahrung übernahm er zudem Verantwortung innerhalb der Mannschaft. Eine neue Aufgabe hat der 33-Jährige bislang nicht gefunden.

Schultz kennt Viktoria Köln aus zwei Zeiträumen

Für Viktoria Köln lief Schultz bereits in zwei unterschiedlichen Phasen auf. Erstmals kam er Anfang 2021 auf Leihbasis von Eintracht Braunschweig nach Höhenberg. Nach seiner Rückkehr nach Braunschweig schloss er sich der Viktoria im Januar 2023 erneut an und blieb bis zu seinem Wechsel nach Essen im Sommer 2024.

Insgesamt bestritt Schultz 75 Pflichtspiele für die Kölner und erzielte dabei acht Tore. Zeitweise führte er die Mannschaft als Kapitän auf das Spielfeld. Bei seinem Abschied im Juni 2024 würdigte der damalige Sportliche Leiter Stephan Küsters die Zusammenarbeit mit dem Verteidiger.

Schultz kennt damit nicht nur den Sportpark Höhenberg, sondern auch die sportlichen und organisatorischen Abläufe des Vereins. Dieses Wissen dürfte erklären, weshalb die Viktoria dem vereinslosen Profi derzeit die Möglichkeit gibt, am Mannschaftstraining teilzunehmen. Ob dieser Kontakt über das Fitnesstraining hinausgehen könnte, bleibe nach dem RevierSport-Bericht offen.

Vier Innenverteidiger stehen im aktuellen Kader

Als möglicher Hintergrund für die Spekulation gilt die aktuelle Besetzung der Kölner Innenverteidigung. Viktoria verfügt im Kader für die Saison 2026/27 derzeit über vier Spieler, die hauptsächlich oder regelmäßig im Abwehrzentrum eingesetzt werden können.

Dazu gehören Kapitän Christoph Greger, Tim Kloss, Meiko Sponsel und Verthomy Boboy. Greger verlängerte seinen Vertrag im Mai und soll weiterhin eine zentrale Rolle als Führungsspieler übernehmen. Boboy hatte seinen Vertrag bereits während der vergangenen Saison verlängert. Kloss kann neben der Innenverteidigung auch im defensiven Mittelfeld spielen, Sponsel ist ebenfalls auf mehreren Positionen in der Defensive einsetzbar.

Mit Lars Dietz verlor die Viktoria im Sommer einen erfahrenen Innenverteidiger, der nach Belgien wechselte und in der vergangenen Saison den lange verletzten Greger teilweise als Kapitän vertreten hatte. Ein zusätzlicher routinierter Abwehrspieler könnte dem Kader daher grundsätzlich weitere Möglichkeiten eröffnen. Daraus ergibt sich jedoch kein Beleg dafür, dass Schultz verpflichtet werden soll.

Viktoria sieht die Kaderplanung weitgehend abgeschlossen

Viktoria Köln war früh in die Vorbereitung auf die neue Drittligasaison gestartet. Der Verein arbeitet weiterhin mit einem vergleichsweise begrenzten Etat und setzt neben einigen erfahrenen Spielern verstärkt auf jüngere Profis, Talente aus dem eigenen Nachwuchs und Zugänge aus unteren Spielklassen.

Sportlicher Leiter Valentin Schäfer hatte Ende Juni erklärt, der Kader sei bereits weitgehend zusammengestellt. Die Viktoria könne nahezu mit dem vorhandenen Personal in die Saison gehen. Gesucht worden sei zu diesem Zeitpunkt vor allem noch ein Spieler mit besonderen Fähigkeiten im offensiven Eins-gegen-eins. Von einer gezielten Suche nach einem weiteren Innenverteidiger war öffentlich nicht die Rede.

Die Teilnahme von Schultz am Training muss deshalb nicht zwingend Teil der offiziellen Kaderplanung sein. Laut RevierSport solle sie zunächst lediglich dazu dienen, dass sich der vereinslose Profi fit halten könne. Ob sich die sportliche Leitung während dieser Einheiten einen genaueren Eindruck verschaffe, ist nicht bestätigt.

Erfahrener Abwehrspieler mit 203 Drittliga-Einsätzen

Schultz wurde im Nachwuchs des Karlsruher SC ausgebildet und spielte anschließend für die zweite Mannschaft des KSC sowie für den 1. FC Kaiserslautern II. 2016 wechselte er zum SV Waldhof Mannheim. Mit dem Traditionsverein gelang ihm 2019 der Aufstieg aus der Regionalliga Südwest in die 3. Liga.

Nach einer Saison in der 3. Liga schloss er sich 2020 dem damaligen Zweitligisten Eintracht Braunschweig an. Es folgten seine beiden Zeiträume bei Viktoria Köln und zuletzt die zwei Spielzeiten bei Rot-Weiss Essen.

Insgesamt kommt Schultz auf 203 Einsätze in der 3. Liga. Hinzu kommen Erfahrungen in der 2. Bundesliga, im DFB-Pokal und in verschiedenen Regionalligen.

Diese Erfahrung könne Schultz für Drittligisten grundsätzlich interessant machen. Aktuell bleibt es jedoch beim gemeinsamen Training mit Viktoria Köln. Ein Wechsel nach Höhenberg ist weder verkündet noch bestätigt.

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