
Die Bedrohungslage Wittbräuckerstraße Dortmund hat nun strafrechtliche Folgen für den festgenommenen Tatverdächtigen. Ein 51-jähriger Mann, der am 2. Juni 2026 an der Wittbräucker Straße in Dortmund-Höchsten festgenommen wurde, ist am Mittwochnachmittag einem Haftrichter vorgeführt worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund erließ der zuständige Haftrichter einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Der Mann befindet sich nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft nun in Untersuchungshaft.
Ausgangspunkt des Einsatzes war nach Angaben der Polizei ein Hilfeersuchen einer Frau am Abend des 2. Juni. Die Einsatzkräfte wurden gegen 19:15 Uhr zu einem Wohn- und Geschäftsgebäude an der Wittbräucker Straße im Dortmunder Stadtteil Höchsten gerufen. Dort trafen sie auf den 51-jährigen Tatverdächtigen aus Dortmund. Im weiteren Verlauf soll der Mann mit einer Pistole auf Einsatzkräfte geschossen haben. Ein Projektil traf die Schutzweste eines Polizeibeamten. Der Beamte wurde nach bisherigen Erkenntnissen leicht verletzt.
Die Ermittlungen werden inzwischen unter anderem wegen eines versuchten Tötungsdelikts geführt. Für die weitere Aufklärung hat das Polizeipräsidium Dortmund eine Mordkommission eingesetzt. Nach der Festnahme wurde der 51-Jährige am 3. Juni einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Damit bleibt der Mann zunächst in Untersuchungshaft. Weitere Angaben zu möglichen Hintergründen des Einsatzes machten Polizei und Staatsanwaltschaft in den vorliegenden Mitteilungen nicht.
Nach dem Schuss zog sich der Mann nach Polizeiangaben in eine Wohnung des Gebäudes zurück. Dort hielten sich auch seine drei Kinder auf. Die Polizei setzte Spezialeinsatzkräfte ein. Gegen 3:30 Uhr verließ der 51-Jährige eigenständig die Wohnung und stellte sich den Einsatzkräften. Die Kinder blieben wohlbehalten in der Wohnung zurück. Sie wurden dort von der Polizei angetroffen und bis zum Eintreffen des Jugendamtes der Stadt Dortmund betreut.
Die Bedrohungslage Wittbräuckerstraße Dortmund dauerte mehrere Stunden. Eine Gefahr für Unbeteiligte bestand nach Angaben der Polizei zu keinem Zeitpunkt. Die Ermittlungen zur genauen Abfolge und zu den Hintergründen des Geschehens dauern an. Medienauskünfte erteilt laut gemeinsamer Mitteilung ausschließlich die Staatsanwaltschaft Dortmund.
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