Nadia Farès gestorben: Französische Schauspielerin stirbt nach Badeunfall in Paris

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Nadia Farès gestorben: Französische Schauspielerin stirbt nach Badeunfall in Paris

Die französische Schauspielerin Nadia Farès ist tot. Sie starb am 18. April 2026 im Alter von 57 Jahren im Pariser Krankenhaus Pitié-Salpêtrière, wenige Tage nachdem sie bewusstlos in einem Hallenbad aufgefunden worden war. Nadia Farès gestorben – die Nachricht trifft die Filmwelt tief. Ihre Töchter bestätigten den Tod in einer Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Nadia Farès gestorben: Was beim Badeunfall in Paris geschah

Am 12. April 2026 befand sich Nadia Farès in der Sportkomplex Blanche im 9. Arrondissement von Paris, als sich das Unglück ereignete. Die Schauspielerin trainierte mit Flossen und einem Schwimmbrett im Becken, als sie das Brett plötzlich losließ und auf den Grund des Schwimmbads sank. Drei bis vier Minuten lang blieb sie unbemerkt unter Wasser, ehe zwei Mitschwimmerinnen und -schwimmer ihr Verschwinden bemerkten und sie bewusstlos vom Beckenboden bargen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie aufgehört zu atmen.

Ersthelfer leiteten sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein, bevor der Rettungsdienst eintraf. Nadia Farès wurde in das Universitätskrankenhaus Pitié-Salpêtrière eingeliefert und dort in ein künstliches Koma versetzt. Sechs Tage später erlag sie ihren Verletzungen. Die Ermittlungsbehörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unglücks zu klären.

Nadia Farès gestorben: Karriere und bekannteste Rollen

Nadia Farès wurde am 20. Dezember 1968 in Marrakech, Marokko, geboren. Mit 18 Jahren zog sie nach Paris, wo sie zunächst von einer Gesangskarriere träumte und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt, während sie unermüdlich Castings besuchte. Ihr Filmdebüt gab sie 1992. Der internationale Durchbruch gelang ihr im Jahr 2000 mit dem Thriller Les Rivières pourpres (deutsch: Die purpurnen Flüsse), in dem sie an der Seite von Jean Reno und Vincent Cassel spielte. Der Film wurde ein weltweiter Kinoerfolg und machte Farès international bekannt.

Bereits ein Jahr später stand sie erneut mit Jean Reno vor der Kamera: In der Action-Komödie Wasabi (2001) bewies sie ihr komödiantisches Talent. Weitere Rollen in internationalen Produktionen folgten, darunter Auftritte im Hollywood-Actionfilm War (2007). Ab 2007 unterbrach Nadia Farès ihre Karriere für rund zehn Jahre, um sich der Familie zu widmen und ihre Kinder in den USA aufzuziehen. Ihr Comeback feierte sie 2016 mit der Netflix-Dramaserie Marseille, in der sie die Figur der Vanessa d’Abrantès über zwei Staffeln und 14 Episoden verkörperte. Die Serie, produziert von Netflix Frankreich, gilt als eine der ambitioniertesten französischsprachigen Serienproduktionen der Streaming-Ära.

Eine außergewöhnliche Karriere zwischen Paris und Hollywood

Was Nadia Farès als Schauspielerin auszeichnete, war ihre Fähigkeit, sich in unterschiedlichsten Genres zu behaupten: vom düsteren Kriminalfilm über die Actionkomödie bis hin zum seriösen Drama. In Les Rivières pourpres spielte sie eine Wissenschaftlerin, die in einen mysteriösen Mordfall verstrickt wird – eine anspruchsvolle Rolle in einem Film, der bis heute zu den meistbeachteten französischen Thrillern zählt. Ihr Auftritt in Wasabi zeigte eine spielfreudige und schlagfertige Seite, die beim Publikum großen Anklang fand.

Trotz eines zunehmend internationalen Karrierewegs blieb Farès der französischen Filmkultur eng verbunden. Ihr Engagement bei der Netflix-Serie Marseille war nicht zuletzt ein Bekenntnis zur französischen Serienproduktion zu einer Zeit, als amerikanische Plattformen begannen, stark in europäische Inhalte zu investieren. Damit stand sie für eine Generation von Schauspielerinnen, die zwischen nationaler Filmkunst und internationaler Unterhaltungsindustrie vermitteln konnten.

Trauer um Nadia Farès: Reaktionen aus der Filmwelt

Nadia Farès gestorben – die Meldung löste in der französischen und internationalen Filmwelt tiefe Bestürzung aus. Kolleginnen und Kollegen sowie Fans brachten in sozialen Netzwerken ihre Trauer zum Ausdruck. Nadia Farès hinterlässt ihre Töchter, die den Tod ihrer Mutter in einer Erklärung an die AFP mit großer Würde öffentlich machten. Sie war 57 Jahre alt.

Quellen: AFP, ANSA, La Libre Belgique, IMDB

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