Netflix könnte Hunderte Stellen streichen: Bericht nennt rund 850 Jobs

Ein multikulturelles Restaurant an der Wolbecker Straße in Münster schließt nach acht Jahren. Warum das Konzept endet – und wie es am Standort weitergeht.
Symbolbild: Evan Wise

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Dem Streaminganbieter Netflix steht möglicherweise ein größerer Personalabbau bevor. Rund fünf Prozent der weltweiten Belegschaft könnten ihre Stellen verlieren. Das entspricht nach einer aktuellen Schätzung etwa 850 Arbeitsplätzen. Eine offizielle Entscheidung hat das Unternehmen bislang nicht bekannt gegeben.

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Stellenabbau bei Netflix könnte schon kommende Woche angekündigt werden

Netflix bereitet offenbar umfangreiche Personalkürzungen vor. Wie das amerikanische Branchenportal Puck am Freitag, 9. Oktober 2026, unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen berichtet, soll die geplante Umstrukturierung etwa fünf Prozent der Beschäftigten betreffen. Eine Ankündigung könnte demnach bereits in der Woche ab dem 12. Oktober erfolgen.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge lehnte Netflix eine Stellungnahme zu den Informationen ab. Damit ist weder bestätigt, dass der Stellenabbau tatsächlich beschlossen wurde, noch steht fest, wann mögliche Kündigungen ausgesprochen werden könnten. Auch zu den betroffenen Unternehmensbereichen gibt es bislang keine konkreten Angaben.

Der mögliche Stellenabbau bei Netflix wäre eine der größeren öffentlich bekannt gewordenen Personalmaßnahmen des Unternehmens in den vergangenen Jahren. Besonders die Größenordnung fällt auf, nachdem Netflix seine Geschäftstätigkeit zuletzt in mehreren Bereichen erweitert hatte.

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Warum die Zahl von 850 Arbeitsplätzen noch nicht feststeht

Die genannten 850 Stellen ergeben sich aus einer Hochrechnung. Puck legt dafür eine geschätzte weltweite Beschäftigtenzahl von rund 17.000 zugrunde. Fünf Prozent davon entsprechen 850 Arbeitsplätzen. Die bislang letzte offiziell veröffentlichte Jahreszahl fällt allerdings niedriger aus.

Im Geschäftsbericht für 2025 gab Netflix an, zum 31. Dezember rund 16.000 Vollzeitbeschäftigte gehabt zu haben. Auf dieser Grundlage entspräche ein Abbau von fünf Prozent etwa 800 Stellen. Hinzu kommen Beschäftigte in der Film- und Serienproduktion, die teilweise befristet oder in Teilzeit arbeiten.

Wie viele Menschen Netflix derzeit weltweit beschäftigt, lässt sich aus diesen Angaben nicht exakt bestimmen. Auch deshalb ist die Zahl von 850 betroffenen Arbeitsplätzen noch kein bestätigter Umfang der möglichen Kürzungen.

Unklar blieb zunächst ebenfalls, ob Beschäftigte in bestimmten Ländern oder Unternehmenssparten besonders betroffen wären. Netflix unterhält neben seinem Hauptsitz in Kalifornien zahlreiche internationale Standorte. Ende 2025 arbeiteten nach Unternehmensangaben rund 2.500 Vollzeitbeschäftigte in der Region Europa, Naher Osten und Afrika. Konkrete Hinweise auf Stellenstreichungen in Deutschland liegen bislang nicht vor.

Netflix wächst beim Umsatz trotz möglicher Personalkürzungen

Die Meldung über mögliche Stellenstreichungen fällt in eine Phase, in der Netflix weiterhin steigende Umsätze verzeichnet. Im zweiten Quartal 2026 erzielte der Konzern nach eigenen Finanzangaben rund 12,56 Milliarden US-Dollar Umsatz. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht das einem Wachstum von rund 13 Prozent.

Auch operativ blieb das Unternehmen profitabel. Das Betriebsergebnis erreichte im zweiten Quartal rund 4,19 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal waren es etwa 3,77 Milliarden Dollar gewesen. Die operative Marge lag zuletzt bei 33,4 Prozent.

Die Zahlen verdeutlichen, dass mögliche Personalkürzungen nicht automatisch auf einen Umsatzrückgang oder operative Verluste zurückzuführen wären. Welche konkreten wirtschaftlichen oder organisatorischen Ziele Netflix mit einer Umstrukturierung verfolgen könnte, wurde bislang nicht erläutert.

Schon 2022 hatte Netflix Hunderte Stellen gestrichen

Ein größerer Personalabbau wäre für Netflix nicht beispiellos. Bereits 2022 hatte das Unternehmen in mehreren Schritten Arbeitsplätze gestrichen. Im Mai jenes Jahres verloren rund 150 Beschäftigte ihre Stellen. Im Juni folgte eine weitere Kürzungsrunde mit ungefähr 300 betroffenen Mitarbeitern.

Damals begründete Netflix die Maßnahmen mit einem verlangsamten Umsatzwachstum und der Notwendigkeit, die Kostenentwicklung anzupassen. Vorausgegangen waren enttäuschende Abonnentenzahlen, nachdem das Unternehmen erstmals seit längerer Zeit einen Rückgang seiner zahlenden Kunden verzeichnet hatte.

Die Ausgangslage im Jahr 2026 unterscheidet sich davon. Netflix erzielt weiterhin Milliardenumsätze und hohe operative Gewinne. Ein möglicher neuer Stellenabbau lässt sich deshalb nicht ohne Weiteres mit der damaligen Entwicklung gleichsetzen.

Streamingmarkt steht unter wachsendem Wettbewerbsdruck

Netflix konkurriert längst nicht mehr ausschließlich mit klassischen Streamingdiensten. Auch frei zugängliche Videoplattformen, soziale Netzwerke und andere digitale Unterhaltungsangebote beanspruchen die Aufmerksamkeit der Zuschauer.

Zu den wesentlichen Wettbewerbern zählen neben anderen Streamingplattformen auch YouTube und Angebote traditioneller Medienkonzerne. Zugleich hat Netflix seine eigenen Geschäftsfelder erweitert. Neben Filmen und Serien gehören inzwischen auch Liveveranstaltungen, Videospiele und werbefinanzierte Abonnements zum Angebot.

Damit entstehen zusätzliche Aufgaben in der technischen Entwicklung, der Vermarktung und der Produktion von Inhalten. Ob die nun diskutierten Personalkürzungen einzelne dieser Bereiche betreffen, ist allerdings offen.

Auch ein direkter Zusammenhang mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz ist bislang nicht belegt. Konkrete Angaben über den Ersatz bestimmter Tätigkeiten durch automatisierte Verfahren liegen für die berichtete Umstrukturierung nicht vor.

Neue Netflix-Geschäftszahlen folgen am 20. Oktober

Für den 20. Oktober 2026 hat Netflix die Veröffentlichung seiner Ergebnisse für das dritte Quartal angekündigt. Das Unternehmen will anschließend in einem Gespräch mit Finanzanalysten die wirtschaftliche Entwicklung erläutern. Daran sollen unter anderem die beiden Konzernchefs Ted Sarandos und Greg Peters teilnehmen.

Ob Netflix bereits vorher öffentlich über einen möglichen Stellenabbau informiert, ist nicht bestätigt. Ebenso fehlen bislang Angaben zu möglichen Abfindungen, den Auswirkungen auf einzelne Standorte und einem Zeitplan für die Umsetzung.

Sollten die berichteten Kürzungen tatsächlich fünf Prozent der Belegschaft erreichen, wäre dies ein erheblicher Eingriff in die Personalstruktur des weltweit tätigen Unterhaltungskonzerns. Wie viele Arbeitsplätze am Ende betroffen sein könnten, hängt von der noch nicht veröffentlichten konkreten Ausgestaltung der möglichen Maßnahmen ab.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu