
Nürnberg Film 2026: Am 7. Mai ist das historische Drama mit Russell Crowe und Rami Malek in deutschen Kinos gestartet. Der Film erzählt die Geschichte des US-Psychiaters Douglas Kelley, der im Jahr 1945 die Aufgabe erhält, die inhaftierten NS-Kriegsverbrecher vor den Nürnberger Prozessen zu begutachten – und dabei in ein psychologisches Duell mit dem Reichsmarschall Hermann Göring gerät.
Mit dem Nürnberg Film 2026 wagt Hollywood einen neuen Blick auf eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte. Russell Crowe (Gladiator, A Beautiful Mind) spielt den NS-Kriegsverbrecher Hermann Göring als faszinierend-abstoßende Persönlichkeit: intelligent, charismatisch und ohne Reue. Auf der anderen Seite steht Rami Malek als Douglas Kelley, ein ehrgeiziger US-Psychiater, der die psychische Verfassung der Angeklagten prüfen und ihre Prozessfähigkeit sicherstellen soll. Was als Routine-Auftrag beginnt, entwickelt sich zu einer jahrelangen Auseinandersetzung, die Kelley für immer prägen wird. Regisseur James Vanderbilt, bekannt für eindringliche Dramen, hat das Drehbuch nach dem Sachbuch Der Nazi und der Psychiater von Jack El-Hai adaptiert. Der Film hat eine Laufzeit von 148 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben.
Die Nürnberger Prozesse 1945 und 1946 gehören zu den bedeutendsten Gerichtsverfahren der Weltgeschichte. Erstmals wurden führende Verantwortliche eines Staates systematisch für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Douglas Kelley verbrachte zahlreiche Stunden mit den inhaftierten NS-Tätern und beschrieb Hermann Göring als die herausragendste Persönlichkeit im Gefängnis. Seine Forschungen führten ihn zu einer verstörenden Schlussfolgerung: Die Täter des Nationalsozialismus seien keine pathologischen Monster gewesen, sondern Menschen mit zügellosem Ehrgeiz, schwach ausgeprägten Moralvorstellungen und extremem Nationalismus – eine Warnung, die bis heute aktuell bleibt.
Rami Maleks Fähigkeit, historische Persönlichkeiten zum Leben zu erwecken, zeigte sich bereits in seiner Oscar-gekrönten Rolle als Freddie Mercury in Bohemian Rhapsody, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt.
Das Urteil von Nürnberg sprach zwölf Todesurteile aus – eines davon gegen Hermann Göring. Um der Hinrichtung zu entgehen, schluckte Göring in der Nacht vor seiner geplanten Exekution Zyankali und starb. Die Geschichte seines Psychiaters nimmt eine kaum glaubliche Wendung: Douglas Kelley beging am Neujahrstag 1958 ebenfalls Suizid – und wählte dafür dieselbe Methode wie Göring. Diese erschütternde Parallele verleiht dem Film eine zusätzliche psychologische Dimension und wirft die Frage auf, wie tief die jahrelange Beschäftigung mit Göring Kelley beeinflusst hatte. Genau diese verstörende Dynamik macht den Nürnberg Film 2026 zu mehr als einem reinen Historienfilm.
Weitere aktuelle Kinoempfehlungen finden sich auf ms-aktuell.de im Ressort Welt und Unterhaltung.
International sind die Kritiken zum Nürnberg Film 2026 überwiegend positiv. Auf Rotten Tomatoes sollen rund 71 Prozent der Rezensionen positiv ausfallen. Deutsche Filmkritiker loben vor allem Russell Crowes Darstellung des Hermann Göring als besonders eindringlich und differenziert. Einzelne Kritiker merken an, dass die Figur des Kelley in manchen Szenen etwas übertrieben wirke. Dennoch gilt der Film als sehenswerte Aufarbeitung eines entscheidenden historischen Kapitels, das bis heute nachwirkt. Wer sich für die Psychologie des Bösen und die Geschichte der Nürnberger Prozesse interessiert, findet hier einen inhaltlich reichhaltigen Kinobesuch.
Quellen: filmstarts.de, radiodrei.de, kinofans.com, de.wikipedia.org, Rotten Tomatoes
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu