VfB Stuttgart winkt bei Pejcinovic ab: Wolfsburg setzt hohes Preisschild

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Der VfB Stuttgart hat Dzenan Pejcinovic vom VfL Wolfsburg auf dem Zettel gehabt, doch aus dem möglichen Transfer wird vorerst nichts. Nach kicker-Informationen haben die Stuttgarter bei dem 21 Jahre alten Wolfsburger Angreifer hingeschaut, die vom VfL aufgerufene Ablöse von rund 30 Millionen Euro ist dem VfB aber zu hoch. Damit ist Pejcinovic Stuttgart zwar ein heißes Thema auf dem Transfermarkt, aktuell aber eher ein Poker mit klarer Grenze als ein konkreter Wechsel auf der Zielgeraden. Wichtig dabei: In der kursierenden Personalie geht es um Dzenan Pejcinovic, nicht um „Bruno Pejcinovic“, und sportlich um einen Mittelstürmer, nicht um einen Innenverteidiger.

Pejcinovic Stuttgart: Warum der VfB überhaupt hinsah

Stuttgart sucht auf hohem Niveau nach zusätzlicher Qualität für die Offensive. Der VfB hat mit Deniz Undav und Ermedin Demirovic zwar weiterhin prominente Namen im Sturmzentrum, doch die Kaderplanung bleibt anspruchsvoll. Nach dem Abgang von Nick Woltemade war der Klub schon in der Vorsaison auf der Suche nach einem zusätzlichen Mittelstürmer; der SWR beschrieb im September 2025 die dünne Lage im Sturmzentrum nach Woltemades Wechsel. Pejcinovic passt deshalb grundsätzlich ins Suchprofil: jung, groß, schnell, körperlich robust und mit Entwicklungspotenzial. Genau diese Mischung macht ihn für Bundesliga-Klubs interessant.

Wer ist Dzenan Pejcinovic?

Dzenan Pejcinovic wurde am 15. Februar 2005 geboren und ist deutscher Nachwuchsnationalspieler. Laut Bundesliga-Profil besitzt er die deutsche und montenegrinische Nationalität, ist 1,88 Meter groß und wird als Stürmer geführt. Ausgebildet wurde er zunächst in der Jugend des FC Bayern München, später beim FC Augsburg. 2022 wechselte er zum VfL Wolfsburg. Der VfL beschrieb ihn damals und später bei seiner Vertragsverlängerung als großes Sturmtalent, das in der U19 und in der Nationalmannschaft mit hoher Torquote aufgefallen sei.

Vom Augsburg-Talent zum Wolfsburger Hoffnungsträger

Pejcinovic unterschrieb 2022 beim VfL Wolfsburg einen Profivertrag. Sein Bundesliga-Debüt gab er am 27. Mai 2023 gegen Hertha BSC, wie aus den DFB-Daten hervorgeht. In der Wolfsburger U19 erzielte er nach VfL-Angaben in der Saison 2023/24 starke 28 Treffer in 18 Spielen. Der Klub verlängerte seinen Vertrag im Juni 2024 langfristig. Bei Transfermarkt wird die Laufzeit inzwischen bis zum 30. Juni 2029 geführt. Das verschafft Wolfsburg eine starke Verhandlungsposition und erklärt, warum der VfL nicht unter Druck steht, den Angreifer günstig abzugeben.

Seine Rolle beim VfL Wolfsburg 2025/26

In der Saison 2025/26 wurde Pejcinovic trotz der schwierigen Wolfsburger Gesamtlage zu einem der auffälligeren Spieler im Kader. Die Bundesliga führt ihn für die Spielzeit mit 30 Einsätzen und acht Toren. Das DFB-Datencenter weist für Wolfsburg in der Bundesliga acht Treffer, dazu drei Tore im DFB-Pokal und einen Treffer in der Relegation aus. Andere Berichte fassen seine Saison auf zwölf Tore in 34 Pflichtspielen zusammen. Wolfsburg stieg nach der Relegation gegen den SC Paderborn in die 2. Bundesliga ab, Pejcinovic erzielte im Rückspiel früh das Wolfsburger Tor.

Warum Stuttgart bei 30 Millionen Euro abwinkt

Der Knackpunkt ist der Preis. Der kicker berichtet aktuell, Wolfsburg rufe rund 30 Millionen Euro auf. Das ist für Stuttgart in dieser Konstellation zu hoch. Andere Medien hatten zuvor bereits von einer Schwelle oberhalb von 20 Millionen Euro beziehungsweise 20 bis 25 Millionen Euro berichtet. Aus VfB-Sicht ist Pejcinovic sportlich reizvoll, aber kein Transfer, bei dem jedes Preisschild akzeptiert werden kann. 30 Millionen Euro für einen 21-jährigen Angreifer aus einem abgestiegenen Team wären ein erhebliches Paket. Der VfB winkt deshalb ab, zumindest vorerst.

Wolfsburgs Strategie: Baustein oder Verkaufserlös?

Für Wolfsburg ist Pejcinovic sportlich und wirtschaftlich zugleich wichtig. Nach dem Abstieg will der VfL den direkten Wiederaufstieg angehen. Die WAZ/AZ berichtete, Pejcinovic sei als wichtiger Baustein einer neuen Offensive eingeplant. Gleichzeitig hat Wolfsburg in der Offensive bereits nachgelegt; genannt wurden unter anderem Robert Glatzel, Fabian Reese, Fraser Hornby und Alessio Besio. Diese Breite kann zwei Dinge bedeuten: Wolfsburg will den Konkurrenzkampf erhöhen – oder sich für den Fall eines teuren Abgangs absichern. Die offizielle Linie bleibt jedoch: Pejcinovic soll nicht verschenkt werden.

Andere Interessenten erhöhen den Druck

Stuttgart ist nicht allein. Rund um Pejcinovic wurden zuletzt mehrere Klubs genannt. Berichte verweisen auf Benfica Lissabon, Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und den SC Freiburg. Freiburg soll nach übereinstimmenden Meldungen bereits mit einer Offerte gescheitert sein. Für Wolfsburg ist das eine komfortable Lage: Je mehr Interessenten im Markt bleiben, desto eher kann der VfL auf ein außergewöhnliches Angebot warten. Für Stuttgart bedeutet das: Ein späteres Fenster könnte sich nur öffnen, wenn der Spieler klar wechseln will, Wolfsburg seine Preisforderung senkt oder andere Kandidaten beim VfB wegfallen.

Einordnung: Der Poker ist nicht beendet, aber klar abgekühlt

Der Fall Pejcinovic zeigt, wie früh in der Transferperiode Preise gesetzt werden. Wolfsburg besitzt den langfristigen Vertrag, den sportlichen Bedarf und mit Pejcinovic einen der wenigen jungen Angreifer, die trotz Abstieg Marktwert aufgebaut haben. Stuttgart wiederum muss abwägen, ob ein Spieler mit viel Potenzial die aufgerufene Summe rechtfertigt. Stand jetzt ist die Antwort klar: nein. Pejcinovic Stuttgart bleibt deshalb ein Name für die Beobachtungsliste, aber kein Transfer, der kurzfristig vor dem Abschluss steht. Sollte Wolfsburg im Laufe des Sommers Gesprächsbereitschaft signalisieren, könnte Bewegung entstehen. Bei rund 30 Millionen Euro bleibt der VfB jedoch außen vor.

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