
Bei einem Unfall am Bahnübergang in Niederschmalkalden ist eine Regionalbahn mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Der Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag, 27. Juli 2026, gegen 16 Uhr. Der 76 Jahre alte Lkw-Fahrer und die rund 30 Menschen im Zug blieben nach Angaben der Bundespolizei unverletzt. Die eingleisige Bahnstrecke zwischen Zella-Mehlis und Wernshausen musste wegen des Einsatzes für mehr als zwei Stunden gesperrt werden.
Nach bisherigen Erkenntnissen rangierte der 76-Jährige mit dem zweiachsigen Lastwagen an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Ortslage Niederschmalkalden. Dabei übersah er mutmaßlich den herannahenden Regionalzug der Süd-Thüringen-Bahn.
Der Lokführer leitete noch eine Gefahrenbremsung ein. Der Zusammenstoß konnte jedoch nicht mehr verhindert werden. Trotz der Kollision wurden weder der Lkw-Fahrer noch die etwa 30 Fahrgäste in der Regionalbahn verletzt. Angaben dazu, wie stark der Lastwagen und der Zug beschädigt wurden, lagen zunächst nicht vor.
Wegen des Blaulichteinsatzes blieb die eingleisige Bahnstrecke zwischen Zella-Mehlis und Wernshausen nach Angaben der Bundespolizei etwas mehr als zwei Stunden gesperrt. Welche Auswirkungen die Sperrung konkret auf den weiteren Zugverkehr hatte, wurde in der Mitteilung nicht genannt.
Auch die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch unklar. Sowohl die Schäden am Lkw als auch an der Süd-Thüringen-Bahn müssen noch geprüft und beziffert werden.
Die Bundespolizeiinspektion Erfurt hat nach dem Zugunfall in Niederschmalkalden Ermittlungen wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Dabei soll insbesondere geklärt werden, wie es zu dem Zusammenstoß an dem unbeschrankten Bahnübergang kommen konnte.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass der Lkw-Fahrer den herannahenden Regionalzug beim Rangieren übersehen haben könnte. Weitere Einzelheiten zum genauen Unfallhergang oder zum Stand der Ermittlungen lagen zunächst nicht vor.
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