Russland Angriff Kiew: 24 Tote nach Ende der Waffenruhe

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Der Russland Angriff Kiew vom 14. auf den 15. Mai 2026 ist einer der schwersten seit Monaten. Nach dem Ende einer dreitägigen Waffenruhe überzog Russland die ukrainische Hauptstadt in der Nacht mit 56 Raketen, Marschflugkörpern und 675 Drohnen. Mindestens 24 Menschen kamen ums Leben, darunter drei Kinder. 17 weitere Personen werden noch immer in den Trümmern eines eingestürzten Wohngebäudes vermisst.

Russland Angriff Kiew: 56 Raketen und 675 Drohnen in einer Nacht

Die ukrainische Luftabwehr meldete in der Nacht den Beschuss durch 56 Raketen und Marschflugkörper sowie 675 Drohnen. Allein seit Mittwoch, dem 13. Mai, wurden laut Euronews insgesamt 1.560 russische Drohnen auf die Ukraine abgefeuert. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von Treffern an mindestens 20 Stellen in Kiew: Wohnhäuser, eine Schule und Infrastruktureinrichtungen wurden beschädigt oder zerstört. Selenskyj wies das ukrainische Militär an, die Reaktionsmöglichkeiten auf den Angriff zu prüfen.

Besonders verheerend war der Einschlag im Bezirk Darnytsia: Dort brachte der nächtliche Angriff ein mehrstöckiges Wohngebäude zum teilweisen Einsturz. Rettungskräfte bargen Bewohner aus den Trümmern, 17 Vermisste werden weiterhin gesucht. Laut ukrainischen Behörden stieg die Opferzahl in Kiew auf mindestens 24 Tote, darunter drei Kinder. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt.

Russland Angriff Kiew: Ende der Waffenruhe – Moskau hatte aufgerüstet

Der Angriff erfolgte unmittelbar nach dem Ende einer von den USA vermittelten dreitägigen Feuerpause. Ukrainische Beobachter hatten zuvor gewarnt, dass russische Streitkräfte die Waffenruhe zur Aufrüstung ihrer Bomber genutzt haben könnten. Eine von Kiew vorgeschlagene Verlängerung der Feuerpause lehnte Moskau ab. Der Einsatz eines Marschflugkörpers vom Typ Ch-101, der laut Selenskyj im zweiten Quartal 2026 hergestellt wurde, zeige, dass Russland trotz weltweiter Sanktionen weiterhin an Rüstungsgütern gelange.

Auch die Ukraine-Waffenruhe und die vorherige Feuerpause hatten Kiew keine dauerhafte Sicherheit gebracht. Selenskyj erklärte, Russland habe die Waffenruhe für eine strategische Pause genutzt, um dann umso härter zuzuschlagen. Neben Kiew wurden auch Krementschuk, Bila Zerkwa, Charkiw, Sumy und Odessa von russischen Drohnen angegriffen.

Merz und internationale Gemeinschaft verurteilen den Angriff auf Kiew

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reagierte scharf auf den Angriff: „Die schwersten russischen Angriffe auf die Ukraine seit Langem zeigen: Moskau setzt auf Eskalation statt Verhandlung. Wir stehen weiter an der Seite der Ukraine“, schrieb er. Merz hatte zuvor mit Verteidigungsminister Pistorius ein neues Brave-Germany-Verteidigungspaket für die Ukraine auf den Weg gebracht.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha betonte, der Angriff zeige unmissverständlich, dass Russland den Krieg fortsetzen wolle – trotz der laufenden diplomatischen Gespräche rund um den China-Besuch von US-Präsident Donald Trump. Sybiha forderte entschlossenere internationale Reaktionen auf das Vorgehen Russlands.

Selenskyj fordert härtere Sanktionen nach Kiew-Angriff

Präsident Selenskyj forderte nach dem Angriff härtere Sanktionen gegen Russland. Der Fund eines im zweiten Quartal 2026 produzierten Marschflugkörpers belege, dass Russland weiterhin Rüstungskomponenten beziehe und die weltweiten Sanktionen umgehe. „Wir müssen mehr Druck auf Putin ausüben“, erklärte Selenskyj. Russland habe laut dem ukrainischen Außenminister offenbar bewusst auf den China-Besuch Trumps reagieren wollen – um zu demonstrieren, dass es internationale Friedensbemühungen nicht anerkenne.

Beobachter weisen darauf hin, dass die massive Angriffswelle im Kontext früherer Eskalationen steht. Bereits die Siegesparade Moskau 2026 hatte gezeigt, dass Russland trotz Waffenruhe keine Bereitschaft zu echten Zugeständnissen signalisiert. Die Zahl der Todesopfer könnte nach aktuellem Stand noch weiter steigen, da Rettungsarbeiten in Darnytsia andauern.

Quellen: dpa, ZDF, t-online, news.de, Stuttgarter Zeitung, Euronews, NZZ

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