
Der SC Verl steht kurz nach dem Ende einer erfolgreichen Saison vor einer wichtigen Personalentscheidung. Nach dem bestätigten Wechsel von Tobias Strobl zum VfL Wolfsburg sucht der Drittligist einen neuen Cheftrainer. Der 38-Jährige verlässt den Verein nach nur einer Spielzeit und übernimmt beim Bundesliga-Absteiger aus Wolfsburg eine neue Aufgabe in der 2. Bundesliga.
Rund um die Nachfolge wurde zuletzt auch Guerino Capretti genannt. Der frühere Verler Trainer ist seit der einvernehmlichen Trennung vom VfB Lübeck wieder verfügbar. Eine Rückkehr nach Verl war zunächst aber nicht bestätigt. Ebenso blieb offen, ob Capretti stattdessen beim Regionalligisten 1. FC Bocholt ein Thema wird. Eine unabhängige Bestätigung dafür lag zunächst nicht vor.
Die SC Verl Trainersuche fällt in eine Phase, in der der Verein sportlich an Stabilität gewonnen hatte. Tobias Strobl hatte die Mannschaft zur Saison 2025/26 übernommen und sie in kurzer Zeit geprägt. Der Club hob nach seinem Abschied hervor, dass unter seiner Leitung Spieler weiterentwickelt wurden und die Mannschaft eine erfolgreiche Spielzeit absolvierte.
Der Wechsel nach Wolfsburg kam dennoch zustande. Für Verl bedeutet das einen erneuten Einschnitt auf der Trainerposition. Der Verein muss nun einen Nachfolger finden, der den eingeschlagenen Weg fortführen kann. Dabei geht es nicht nur um Namen, sondern auch um Kontinuität im sportlichen Konzept.
Der VfL Wolfsburg hat Tobias Strobl als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der frühere Verler Coach erhält bei den Niedersachsen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. Wolfsburg spielt nach dem Bundesliga-Abstieg in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga und richtet den sportlichen Bereich neu aus.
Für Strobl ist der Wechsel ein deutlicher Karriereschritt. In Verl hatte er sein erstes Cheftraineramt im Profifußball ausgeübt. Beim VfL Wolfsburg übernimmt er nun einen deutlich größeren Club, der nach dem Abstieg personell und sportlich vor einem Neuaufbau steht.
Guerino Capretti gilt wegen seiner Verler Vergangenheit als naheliegender Name in der Diskussion. Er war mehrere Jahre beim SC Verl tätig und kennt den Verein. Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass seine Zeit beim VfB Lübeck beendet ist. Der Regionalligist und das Trainerteam trennten sich einvernehmlich.
Damit wäre Capretti grundsätzlich verfügbar. Offiziell bestätigt war zunächst aber nur sein Abschied aus Lübeck. Eine Rückkehr zum SC Verl wurde nicht verkündet. Auch eine Entscheidung zugunsten eines anderen Vereins lag zunächst nicht offiziell vor. Die Darstellung, Capretti könne beim 1. FC Bocholt übernehmen, ließ sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.
Der 1. FC Bocholt hat am Donnerstag Cheftrainer René Lewejohann freigestellt. Der Regionalligist begründete den Schritt mit der Saisonanalyse nach Abschluss der Spielzeit 2025/26. Damit ist auch dort die Trainerposition offen.
Diese Entwicklung macht die Lage für Verl zusätzlich unübersichtlich. Sollte Capretti tatsächlich in Bocholt ein Thema sein, müsste der Drittligist seine Suche ohne diesen möglichen Kandidaten fortsetzen. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass Bocholt Lewejohann freigestellt hat. Wer dort neuer Trainer wird, blieb zunächst offen.
Für den SC Verl ist die Trainerfrage zentral für die Vorbereitung auf die neue Drittliga-Saison. Der Verein hat bereits mehrere personelle Veränderungen im Kader zu verarbeiten. Ein neuer Cheftrainer muss daher früh eingebunden werden, um Planung, Spielidee und Rollenverteilung mitzugestalten.
Die Ausgangslage bleibt anspruchsvoll. Verl hat sich in der 3. Liga als entwicklungsstarker Standort etabliert, verliert aber erneut einen erfolgreichen Trainer an einen höherklassigen Club. Die nächste Entscheidung auf der Bank wird deshalb auch zeigen, ob der Verein seine sportliche Linie trotz des Strobl-Abgangs fortsetzen kann.
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