
Nach den Schüssen am Weender Tor hat die Polizei am Dienstagmorgen zwei weitere Wohnhäuser durchsucht. Die Maßnahmen fanden in Rhumspringe im Landkreis Göttingen sowie im Hannoveraner Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide statt. Hintergrund sind die Ermittlungen zur Schussabgabe am Göttinger Weender Tor vom 13. Juni, bei der ein Polizeibeamter lebensgefährlich verletzt worden war.
Nach Angaben der Polizeidirektion Hannover richteten sich die Durchsuchungen gegen zwei weitere mutmaßlich an den Auseinandersetzungen beteiligte Mitglieder einer der Großfamilien. Bereits am Freitag, 26. Juni 2026, hatten Beamte ein Haus im Göttinger Stadtteil Holtensen durchsucht. Die neuen Maßnahmen am Dienstag erfolgten auf Grundlage eines Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichts Braunschweig. Beantragt worden war der Beschluss von der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig.
Ziel der Maßnahmen war das Auffinden möglicher beweiserheblicher Gegenstände. Die Polizei teilte mit, dass Gegenstände aufgefunden und sichergestellt wurden. Deren Auswertung dauere an. Die Mordkommission Göttingen ermittelt weiter zu den Hintergründen und möglichen Tatbeteiligungen im Zusammenhang mit den Schüssen am Weender Tor. Weitere Angaben zu den sichergestellten Gegenständen machte die Polizei zunächst nicht.
Das Eindringen in die Häuser erfolgte jeweils durch ein Spezialeinsatzkommando. Dabei wurden laut Polizei mehrere spezielle Einsatzmittel verwendet. In der Nachbarschaft könnten deshalb laute Knallgeräusche wahrgenommen worden sein. Weitere Details zu den Einsatzmitteln nannte die Polizei aus einsatztaktischen Gründen nicht. Eine Gefahr für Unbeteiligte habe nach Angaben der Polizei nicht bestanden. Bei den Einsätzen wurde niemand verletzt.
Der in Bothfeld-Vahrenheide von der Maßnahme betroffene Mann wurde für weitere Maßnahmen zu einer Dienststelle gebracht und anschließend wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern nach Polizeiangaben an. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Schussabgabe Göttingen vom 13. Juni, bei der ein Polizeibeamter lebensgefährlich verletzt worden war.
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